Freitag, 31. März 2017

Blutzucker von Leif Tewes

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Inhalt: Paul Hartmann arbeitet für den Lebensmittelhersteller WorldFood, als Lebensmittelchemiker soll er Zucker in Lebensmitteln unsichtbar machen und damit sowohl den Zuckerkonsum der Menschen ankurbeln, als auch den Insulinverbrauch, denn WorldFood hat einen Pharmakonzern aufgekauft. Paul Hartmanns Chef, Meininger der sich nichts sehnlicher wünscht als in den Vorstand von WorldFood aufzusteigen geht buchstäblich über Leichen um seinen Plan durchzusetzen, was er nicht weiß. Paul Hartmann hat schon einmal alles verloren was für ihn wichtig war und als seine Freundin die Aktivistin Nicole durch WorldFood ums Leben kommt, trifft er eine folgenschwere Entscheidung.

Meine Meinung: Blutzucker: Als ich den Titel des neuen Thrillers von Leif Tewes das erst Mal hörte, war mir nicht ganz klar, was ich davon zu erwarten hatte. Ein Thriller über Diabetes oder über den Handel mit Zucker, der vielleicht dazu dient blutige Konflikte zu finanzieren, so wie früher Diamanten? Der Klappentext verriet dann schon etwas mehr und als ich das Buch dann las, blieb mir tatsächlich fast das Croissant im Halse stecken.
Denn Blutzucker ist mehr als ein gewöhnlicher Thriller, obwohl selbstverständlich auch die Krimihandlung nicht zu kurz kommt und er einiges an Spannung aufzubieten hat. Je mehr ich allerdings las, desto wichtiger schienen mir die Informationen die ich verpackt in die spannende und unterhaltsame Handlung bekam. Wie arbeiten Lebensmittelkonzerne, wollen sie uns ernähren oder wollen sie nur unser Geld, wenn es sein muss eben auf Kosten unserer Gesundheit und im schlimmsten Fall unseres Lebens?
Obwohl die Namen und die Handlung im Buch natürlich frei erfunden sind (außer der Name der Globalisierungskritischen Organisation Attac) hatte ich schnell ein klares Bild vor Augen, was in der Welt des Lebensmittelhandels vor sich geht. Was wir essen ist ein Thema, das viele von uns schnell und oft mit dem Anflug eines schlechten Gewissen von uns schieben, wir lieben es süß: Schokolade, Limonade, Kekse, Kuchen usw. usw. Die Vorliebe für Süßes ist ja auch in unseren Genen angelegt, unsere Vorfahren hatten keine Labore um herauszufinden was bekömmlich ist und was nicht und Süßes war schon immer ungefährlich. Früchte die süß schmeckten konnten bedenkenlos gegessen werden. Heute wissen wir, zuviel Zucker macht krank, also versuchen wir im Idealfall den Konsum einzuschränken und greifen auf zuckerfreie oder zuckerreduzierte Lebensmittel zurück, ohne zu wissen, dass auch Ersatzstoffe nicht unbedenklich sind oder noch schlimmer, dass es viele verschiedene Zuckerarten gibt, aber einer Sache können wir uns sicher sein: In den Lebensmittellaboren wird immer weiter danach geforscht, uns billige und ungesunde Produkte als Nahrungsmittel zu verkaufen.
Das hat mir dieses hervorragend recherchierte Buch auf jeden Fall klar gemacht.
Jetzt ist diese Rezension doch tatsächlich zu einem Plädoyer für eine gesündere Ernährung geworden. Ich will aber noch auf die Krimihandlung eingehen, die wie schon erwähnt nichts zu wünschen übrig lässt.
Als Kommissar Berg, der eher unkonventionelle Ermittler den wir schon aus dem Buch Tag Null  kennen, zu dem Mord an einer Frau gerufen wird, ahnt er nicht, wohin ihn seine Ermittlungen führen werden und in welche Gefahr er und seine Kollegin Landers sich begeben müssen, um den Mord und seine Hintergründe aufzuklären. Ich habe mich gefreut Berg wieder zu treffen, handelt er doch oft so wie ich spontan und lässt die Bürokratie, die der Gerechtigkeit oftmals im Wege steht, links liegen auch wenn es nicht ganz legal ist.

Für Blutzucker gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung. Ein toller ausgereifter Schreibstil, eine spannende Handlung und ein aktuelles, brisantes Thema, das uns alle angeht.
Das Buch bleibt auf jeden Fall in meinem Sichtbereich, so dass ich öfter daran denke darauf zu achten was ich esse.

Wenn ihr mehr über Leif Tewes erfahren möchtet: Bald gibt es ein Interview, das ich mit ihm führen durfte und wenn ihr auf das Cover Bild klickt, gelangt ihr direkt zu seiner Website.
Taschenbuch: 250 Seiten
  • Verlag: Größenwahn Verlag (15. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3957711320
  • ISBN-13: 978-3957711328

Donnerstag, 30. März 2017

Grimsey von Ulrich Schacht Eine Novelle

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Inhalt: Ein Mann wird auf einer kleinen,isländischen Insel abgesetzt, deren Kargheit man sich schon durch einen Blick auf das Cover bewusst wird. Er ist auf der Suche nach dem perfekten Foto, denn er sammelt Orte, er reist bevorzugt im Norden von einem Ort zum anderen immer auf der Suche nach dem perfekten Bild.

Meine Meinung: Ulrich Schacht beschreibt einen Mann, der rastlos durch die Welt zieht, die Freiheit suchend, die er in der ehemaligen DDR so schmerzhaft vermisste.
Er blieb mir fremd, der namenlose Fremde, seine Gedanken konnte ich nicht nachvollziehen, ebenso wenig wie seine Gefühle. Hier muss ich allerdings zugeben, es liegt an mir, für mich ist die ehemalige DDR so fremd wie Island. Vielleicht interpretiere ich auch etwas vollkommen abwegiges in die Geschichte, vielleicht will der Autor auch nur von der Schönheit der Insel berichten und einfach nur Lust auf Grimsey wecken.
Seine Sprache war es die mich weiterlesen lies, er projizierte Bilder in meinen Kopf. Ich lies mich also treiben, las den einen oder anderen Satz zweimal und hatte am Ende das Gefühl:Ein schönes Buch. Nicht mehr, nicht weniger.
Wie gesagt. Es liegt an mir.

Mit einem Klick auf das Cover, kommt ihr direkt zur Verlagsseite.

  • Taschenbuch: 189 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (17. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374663301X
  • ISBN-13: 978-3746633015

Dienstag, 28. März 2017

Leipzig und So #lbm2017

Alle schreiben über die Messe, ich auch, aber ich will auch etwas zu meinem Aufenthalt in Leipzig schreiben.
 Er war viel zu kurz. Ich habe nicht viel sehen können, geschweige denn wirklich erfahren können wie Leipzig sich seinen Besuchern präsentiert wenn nicht gerade Messe ist. Aber das was ich sehen konnte hat mir gefallen.Die Architektur in der Innenstadt ist schon sehr beeindruckend, das Bild zeigt den Hauptbahnhof, ein wirklich beeindruckendes Gebäude, das meiner Meinung nach Funktion und Schönheit miteinander sehr gut verbindet, ich hoffe das die Stuttgarter sich davon eine Scheibe abschneiden und sich das mal sehr genau ansehen, es geht auch schön.



 Ein paar Bilder habe ich auch gemacht.



Das ist mal eine Bank ;o)
 Kaum aus dem Hotel raus, fiel man fast in ein Restaurant,in Leipzig muss man sich nicht auskennen um etwas zu Essen oder Trinken zu bekommen, Restaurants und Kneipen fallen einem fast vor die Füße und die Öffentlichen Verkehrsmittel fuhren, zumindest während der Messe häufig genug.
In dieser Straße lag unser Hotel
Ich war vom 24.03. bis zum 27.03. in Leipzig und entweder, wurden während der Messe alle unfreundlichen Menschen weggesperrt oder ich hatte einfach nur Glück.Ich habe tatsächlich nicht einen Menschen getroffen der auch nur ansatzweise unfreundlich war, egal ob ich eine Frage hatte oder ratlos in der Gegend rumstand, mir wurde immer gern geholfen. Selbst die gestresste Security auf der Messe, hatte immer ein Lächeln und ein nettes Wort übrig, besonders die Menschen die die Massen in die S und Straßenbahnen stopfen mussten, waren bewundernswert. Guckt euch das mal in Stuttgart an, dann wisst ihr was ich meine.;o)
Ein schönes Beispiel dafür: Ich stand vor der Rückfahrt auf dem Bahnsteig und wunderte mich das der Wagon in dem ich einen Platz reserviert hatte, endlos weit aus der Halle halten sollte. Frage ich also einen Bahnangestellten und er meinte, nein es ist Sonntag da hält der Wagen hier. 5 Min. später kam er noch mal zu mir, entschuldigt sich. er hätte sich vertan und mein Wagen hält doch, ganz weit draußen. Selbstverständlich? sicher nicht.
In Nürnberg musste ich umsteigen und hatte nicht allzu viel Zeit, auf dem Bahnsteig, kein Hinweis auf Gleis 11, wie es auf meinem Ticket stand. Passenderweise, standen auch dort Bahnangestellte.
Ich so: Guten Morgen, ich suche Gleis 11
Er so: Gibt es hier nicht
und dreht sich weg.
Na danke auch
Liebes Leipzig, ich komme wieder, mit mehr Zeit. Versprochen.

Montag, 27. März 2017

Leipziger Buchmesse Tag 2


Den zweiten Tag der Buchmesse habe ich etwas ruhiger angehen lassen, bis 14 Uhr auf jeden Fall, dann hatte ich den ersten Termin.
Vorher habe ich aber nochmals die Halle 2 aufgesucht um mich von den lieben Menschen dort zu verabschieden und ein gekauftes und signiertes Buch abzuholen.
Danke Piper, das du das organisiert hast.

Der Verleger Jürgen Eglseer, hat ja mal so richtig Glück mit seinen tollen und charmanten Mitarbeiterinnen. 

Eigentlich wollte ich ja am Abend noch zur Lesung des Thorsten Low Verlags, deswegen habe ich mich von den tollen Menschen gar nicht richtig verabschiedet, aber leider hat mir meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Darum hier noch mal. Ihr seid toll und ich liebe eure Bücher.



Ich habe an vier Bloggertreffen teilgenommen. Lovleybooks, Vorablesen und dann durfte ich auch zum Amazonbloggertreffen, das waren sehr interessante Erfahrungen für mich, leider konnte ich bei keinem bis zum Schluss bleiben, da alle Veranstaltungen am Samstag doch sehr eng getacktet sind.
Es gab auch ein richtiges Bloggertreffen, nur leider ist das keine Veranstaltung für Blogger die dort nicht bekannt sind, auch wenn sie eingeladen wurden, diese Einladung ist natürlich für die Katz, wenn sich niemand kümmert ;o)
Und wenn jetzt jemand sagt: Warum hast du die denn nicht angesprochen? Nennt mich alt, aber ich bin der Meinung das der Gastgeber die Gäste begrüßt. ;o) Hätte interessant werden können, ging aber auch ohne.


Um 15.15Uhr hatte ich das erste Live Interview meines Lebens, das werdet ihr auch in den nächsten Tagen hier lesen können.


Den Rest des Tages habe ich mich durch die Hallen treiben lassen, war mal hier mal dort und habe mir angeschaut was so alles geboten wurde.
Wobei ich für mich dann festgestellt habe, am Liebsten war ich bei den kleineren Verlagen, neue Bücher und Autoren zu entdecken hat sehr viel Spaß gemacht. Womit ich jetzt aber nicht sagen will, das ich die großen Verlage nicht auch besucht habe und überall gab es gute und anregende Gespräche mit sehr freundlichen Menschen.
Nur an einem Stand wurde ich komplett ignoriert, was um so erstaunlicher war, da niemand außer mir da war, na ja und der gelangweilte Standbetreuer. Hat mein Mann eben kein Buch bekommen, schade für ihn denn das war das einzige von dem ich wusste das er sich das nicht selber kaufen würde.
Also eigentlich war nicht viel los mit mir auf dem zweiten Tag der Messe ;o) Aber es war wirklich toll.
Ach ja, ich habe auch Bücher gekauft. Dazu dann morgen mehr ;o))

Blutfährte von Silvia Stolzenburg

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Inhalt: Der Feldjäger Mark Becker erhält den Auftrag den Sanitätsfeldwebel Tim Bergmann aufzuspüren, der sich unerlaubt von der Truppe entfernt hat. Laut dessen Vorgesetztem und Kameraden hat Bergmann wohl Betäubungsmittel gestohlen und damit gedealt.Was zunächst nach einem einfachen Fall für Mark Becker aussieht entwickelt sich doch komplizierter als er ahnt.

Meine Meinung: Mein erster Krimi von Silvia Stolzenburg, bisher kannte ich die Autorin nur durch ihre historischen Romane, die mir immer gefallen hatten. Umso gespannter war ich auf Blutfährte.
Zu Beginn des Buches erfährt der Leser gleich, das nicht Tim Bergmann Dreck am Stecken hat, sondern seine Vorgesetzten und Kameraden. Als er dabei erwischt wird, wie er Unterlagen kopiert beginnt eine gnadenlose Hetzjagd.
Gleich zu Beginn zu wissen, wer die eigentlich Bösen sind, hat mir ein bisschen die Spannung genommen, das wurde aber wieder wettgemacht durch die falschen Fährten das Motiv betreffend, die die Autorin geschickt gelegt hat. Spannend war auch der gut recherchierte Einblick in die ganz eigene Welt der Bundeswehr, die hier anders als in den USA auch bei einem Mordfall in den ein Bundeswehrangehöriger verwickelt ist nicht über der Polizei steht. So muss auch Mark Berger mit der Stuttgarter Kriminalpolizei zusammen arbeiten, was sich als schwieriger herausstellt als gedacht, denn Lisa Schäfer mit der er zusammen arbeiten muss, ist schon ein Fall für sich.
Ich kann Blutfährte mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen.
Wenn ihr mehr über Silvia Stolzenburg erfahren möchten, mit einem Klick aufs Cover, seid ihr schon da.

Das Buch kann direkt beim Gmeiner Verlag bestellt werden

  • Taschenbuch: 343 Seiten
  • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 1., 2017 (8. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839220696
  • ISBN-13: 978-3839220696
  • Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 3 x 21,1 cm