Sonntag, 16. Oktober 2011

Ohne jede Spur von Lisa Gardner

Ohne jede Spur von Lisa Gardner
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349925557X
  • ISBN-13: 978-3499255571
Klappentext:

Das Böse schläft direkt nebenan ... Eine junge Frau verschwindet mitten in der Nacht – ohne jede Spur. Hübsch, blond, liebevolle Ehefrau und Mutter, Lehrerin, beliebt bei ihren Schülern. Als Detective Sergeant Warren das Haus in der idyllischen Vorstadtsiedlung Bostons betritt, scheint der Fall klar: Intakte Schlösser, keine Spuren eines Kampfes oder Einbruchs – Sandra Jones hat ihre Familie verlassen. Die Medien stürzen sich auf den Fall. Und schon bald sieht alles anders aus: Der Ehemann benimmt sich höchst verdächtig, die Tochter hütet ein Geheimnis, Nachbarn und Bekannte verstricken sich in Widersprüche. Und auch Sandra Jones’ Fassade bröckelt ...  

Meine Meinung:

Es dauert lange, bis der Leser dahinter kommt, worum es eigentlich geht, aus welchem Grund sich Sandra und ihr Ehemann Jason in ihrem Haus verriegeln und verrammeln und sich näheren Kontakten oder gar Freundschaften entziehen und bis es soweit ist, spekulieren die ermittelnden Beamten und die Leser, was genau passiert sein könnte.Langatmig und stellenweise langweilig führt Lisa Gardner uns durch die Geschichte immer wieder liest man wie kühl der Ehemann reagiert und wie wenig er die Suche nach seiner Frau unterstützt und wie missverstanden der 2. Verdächtige, ein in der Nachbarschaft wohnender verurteilter Sexualstraftäter doch wird.Jason macht sich, auch für den Leser verdächtig, indem er seinen Computer verschwinden lässt, und niemand etwas über seine Vergangenheit weiß.

Ich habe das Buch irgendwann nur noch quer und den Schluss gelesen, weil mir der Schreibstil nicht zusagte.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Die Hexen von Salem Falls von Jodi Picoult

Leider kein Bild

Die Hexen von Salem Falls

Jodi Picoult

  • Verlag: Kabel Verlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3822505870
  • ISBN-13: 978-3822505878

Salem Falls, Neuengland - einst verbreiteten Hexenprozesse in dem verschlafenen Provinznest Angst und Schrecken. Als der Fremde Jack St. Bride auftaucht, zerbricht die trügerische Idylle aufs neue, und die Vergangenheit lebt noch einmal auf. Salem Falls, die weißen Türme kleiner Holzkirchen ragen in den Himmel. Nichts erinnert mehr an die dunklen Tage der berüchtigten Hexenjagden, die hier einst stattfanden. Als der Zufall Jack St. Bride in das malerische Provinzstädtchen verschlägt, möchte er nur eines - seine eigene Vergangenheit für immer begraben. In dem Cafe der alleinstehenden Addie Peabody findet er Arbeit, und schon bald wird Jack unentbehrlich in Addies Laden und in ihrem Leben. Doch dann erscheint die junge Gillian, der übersinnliche Kräfte nachgesagt werden und die sich okkultistischen Ritualen verschrieben haben soll. Mit ihr kehren die dunklen Schatten aus Jacks früherem Leben wieder zurück - und Salem Falls verwandelt sich noch einmal in den Schauplatz einer erbarmungslosen Hexenjagd, der Jack verzweifelt zu entkommen versucht.

Meine Meinung:
Frau Picoult und ich werden keine Freunde, zumindest nicht was ihre Bücher angeht, ich werde zwar immer wieder von den Klappentexten ihrer Bücher verführt, aber nach spätestens 200 Seiten ist Schluss, so auch bei diesem, waren die ersten Seiten noch interessant verlor ich spätestens beim unvermeidlichen das Interesse.
Jack, der als zu unrecht verurteilter Kinderschänder in das kleine Städtchen Salem Falls zieht, dort Arbeit als Tellerwäscher findet und sich in seine leicht durchgeknallte Chefin verliebt,glaubt  unerkannt leben zu können doch als seine vermeintliche Tat ans Licht kommt versuchen die aufgebrachten Bewohner von Salem Falls ihn mit Gewalt aus der Stadt zu vertreiben und dann  gerät er auch noch ins Visier der minderjährigen Gillian einer durchtriebenen Freizeithexe die sich in ihn verliebt. Gillian und ihre Freundinnen betreiben Magie, mehr oder weniger erfolgreich. Als Gillian mit gestohlenem Belladonna einen Halluzinogenen Trank herstellt und ein Beltanerituale im Park durchführt bezichtigt sie Jack der zufällig Zeuge der Aktion wird, der Vergewaltigung.

 Ja und dann geht es eben los, Jack wird der Prozeß gemacht, ein paar wenige Freunde halten zu ihm, ein zugezogener Staranwalt übernimmt seine Verteidigung.
Jodi Picoult schreibt  gewohnt routiniert über ein brisantes Thema, ihrem Schreibstil kann ich durchaus etwas abgewinnen, aber ihre Bücher sind für mich zu vorhersehbar es gibt keine überraschenden Wendungen in diesem Buch für Fans der Autorin sicherlich ein Pageturner, für mich mehr oder weniger verlorene Zeit.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Nichts als Erlösung von Gisa Klönne

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover (10. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550087772
ISBN-13: 978-3550087776
Bild und Klappentext mit freundlicher Genehmigung
http://www.ullsteinbuchverlage.de



Kurzbeschreibung
Ein Toter ohne Gesicht mitten in der Kölner Altstadt. Die Ermittlungen führen Hauptkommissarin Judith Krieger in die Vergangenheit. Zu einer Familientragödie. Und zu einem Kinderheim, dessen Wurzeln bis in die NS-Zeit reichen. Ist der Täter ein ehemaliges Heimkind? Ist Rache sein Motiv? Schon bald fordert er Judith Krieger zu einem perfiden Wettkampf heraus. Ein eindringlicher und rasant erzählter Kriminalroman über ein lange verschwiegenes Kapitel der deutschen Geschichte.

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover (10. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550087772
ISBN-13: 978-3550087776

Das Buch.
Judith Krieger, Kriminalhauptkommisarin stolpert quasi über ihren nächsten Fall, beim nächtlichen Joggen trifft sie auf eine Leiche, der das Gesicht weggeschossen wurde. Nach der Identifizierung des Mannes, Jonas Vollenweider, zeigt sich der Zusammenhang des aktuellen Mordes mit den Morden an der Familie des Toten die sich 20 Jahre früher ereigneten, und deren Leichen nie gefunden wurden. Jonas wurde damals verdächtigt seine Familie getötet zu haben musste aber aus Mangel an Beweisen freigelassen werden und lebte seitdem in Griechenland.

Dem Leser stellen sich von Anfang an viele Fragen.

War Jonas wirklich der Mörder und wurde aus Rache auch getötet? Was bewog ihn dazu nach Deutschland zurückzukehren? Oder haben die Morde mit der Vergangenheit der Familie zu tun, deren Eltern lange ein Kinderheim leiteten, mit harter Hand und mehr als menschenverachtenden Methoden.

Wer schreibt die *Briefe* die am Anfang jeden Kapitels stehen und vom Leid eines Kindes zeugen.

Und wer schickt schon vor dem Mord, seltsame Fotos an Judith, die sich dann als Hinweise erweisen?

All diese Fragen und noch viele mehr, beantwortet die Autorin auf sehr kluge und schlüssige Weise, sie erlaubt dem Leser einen realistischen Einblick in die Polizeiarbeit und die Arbeit der Gerichtsmediziner, man erkennt die sorgfältige Recherche ohne von staubtrockenen Fakten oder blutigen Details erschlagen zu werden.

Besonders gefallen hat mir der Blick auf die Erziehungsmethoden in den Kinderheimen Deutschlands zur Zeit des Deutschen Reiches bis in die späten 70 Jahre, ein Thema das gerade heute aktuell ist, weil viele der Opfer den Schritt an die Öffentlichkeit wagen und die ihnen zustehenden Entschuldigungen und Wiedergutmachungen einfordern, auch wenn das Leid das ihnen zugefügt wurde niemals gutzumachen ist.

Nicht so gut gefallen hat mir der Streifzug in das Übersinnliche, Judith hat seltsame Träume, die zur Realität werden, das ist in einem Kriminalroman nichts für mich.

Der Roman wird immer wieder aus anderen Blickwinkeln erzählt, je nachdem welche der Personen gerade agiert und man bekommt interessante Details aus dem Privatleben der Ermittler, dabei stellt sich aber schnell heraus das es zum Verständnis, wenn auch nicht zwingend erforderlich, so doch von Vorteil ist, die vorigen Bücher der Reihe um Judith Krieger zu kennen.

Trotz des kleinen Kritikpunktes, kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen.

Montag, 10. Oktober 2011

Die Arena von Stephen King



Stephen King
Die Arena
Originaltitel: Under the Dome
Originalverlag: Scribner
Aus dem Amerikanischen von Wulf Bergner
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN:
978-3-453-26628-5 
Verlag:Heyne

http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=286913






Wenn kein Gesetz mehr gilt, zählt nur der Kampf ums nackte Überleben ...
Mit "Die Arena" legt Stephen King ein faszinierendes neues Monumentalwerk vor – seinen umfangreichsten und fesselndsten Roman seit "The Stand – Das letzte Gefecht". Urplötzlich stülpt sich eines Tages wie eine unsichtbare Kuppel ein undurchdringliches Kraftfeld über Chester’s Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von ihrer Umwelt abgeschnitten. Und auf einmal gilt kein herkömmliches Gesetz mehr ...

An einem ganz normalen schönen Herbsttag wird die Stadt Chester’s Mill plötzlich auf unerklärliche Weise durch ein unsichtbares Kraftfeld vom Rest der Welt abgeriegelt. Flugzeuge zerschellen daran und fallen als brennende Trümmer vom Himmel, einem Gärtner wird beim Herabsausen "der Kuppel" die Hand abgehauen, Tiere werden zweigeteilt, Menschen, die gerade in Nachbarorten unterwegs sind, werden von ihren Familien getrennt, und Autos explodieren, wenn sie auf die mysteriöse Barriere prallen. Es ist allen ein Rätsel, worum es sich bei dieser unsichtbaren Wand handelt, wo sie herkommt und wann – falls überhaupt – sie wieder verschwindet. Es gibt kein Entrinnen – und je mehr die Vorräte zur Neige gehen, desto stärker tobt der bestialische Kampf ums Überleben in dieser unerwünschten Arena ...

Meine Meinung:
Absolut grandios, spannend und fesselnd erzählt, zu keiner Minute auch nur annähernd langweilig und das Beste, bis fast zum Schluss konnte ich mir über das Warum, keinen Reim machen. ;o)
Der Klappentext stimmt an zwei Stellen nicht ganz, es war eine Gärtnerin und das andere wird nicht verraten.
Im Epilog behauptet King das Buch vor 30 Jahren schon mal begonnen zu haben, wenn dem so ist, hoffe ich das er noch mehr alte Manuskripte aus der Schublade holt, nach dem guten aber nicht herausragenden Wahn und dem nur mit viel gutem Willen als passable zu bezeichnenden Sunset, kann es die Arena durchaus mit ES, dem Meisterwerk Kings aufnehmen, er legt ein Erzähltempo vor bei dem man entweder aufgibt oder mitgeht, es agieren unheimlich viele Personen in dem Buch, die er uns alle nacheinander vorstellt, ich habe in anderen Rezensionen häufig gelesen das es zu viele wären, kann mich dem aber nicht anschließen, alle diese Menschen gehören in die Kleinstadt und spiegeln das Leben in einer solchen auch wieder, und sie alle tragen dazu bei das diese Geschichte ist wie sie ist, beklemmend und angsteinflößend, nicht zu wissen warum man eingesperrt ist,physisch abgeschnitten von der Außenwelt , ohne Aussicht auf eine Änderung der Situation.
Zwei kleine Kritikpunkte habe ich.
1. Es gibt nur *gute* oder *böse* Menschen in der Stadt und auch außerhalb.
2. und das finde ich viel schlimmer, der deutsche Titel, er passt einfach nicht *Under the dome* hätte sich viel besser direkt mit *Unter der Kuppel* übersetzen lassen.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Der Augenjäger von Sebastian Fitzek



ISBN: 978-3-426-19881-0
Droemer
Kurzbeschreibung
Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ...
Über den Autor
Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Gleich sein erster Psychothriller "Die Therapie" eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste, wurde als bestes Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert und begeisterte Kritiker wie Leser gleichermaßen. Mit den darauf folgenden Bestsellern "Amokspiel", "Das Kind", "Der Seelenbrecher", "Splitter" und "Der Augensammler" festigte er seinen Ruf als DER deutsche Star des Psychothrillers. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt. Als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans.

Mein Fazit:
Ich war ja erstaunt, dass mir dieses Buch tatsächlich gefallen hat nachdem ich den Vorgänger nach knapp 50 Seiten abgebrochen hatte und auch von den anderen Romanen nicht so überzeugt war, muss ich trotzdem, schon allein wegen der hohen Verkaufszahlen und auch wegen des aktuellen Romans sagen.

Sebastian Fitzek, ist zu Recht einer der erfolgreichsten deutschen Thrillerautoren,

seine Bücher sind immer wieder aufs neue spannend und wendungreich, der Leser kann nie sicher sein was ihn auf der nächsten Seite erwartet, welche Grausamkeit er seinen *Helden* widerfahren lässt, es ist nicht einmal sicher das die Guten ohne Schaden aus seinen Geschichten hervorgehen.

Obwohl der Autor nicht zu meinen Lieblingsautoren zählt, kann ich für dieses Buch nur 5 Sterne vergeben, ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, mir fehlen wichtige Informationen aus dem Augensammler, den ich nicht gelesen habe und das ist ein eher seltenes Phänomen wenn Autoren Reihen schreiben und seien sie noch so kurz. Der Autor schreibt, das die Lektüre des Augenjägers den Spaß am Augensammler verderben kann, wenn man das 2. Buch zuerst liest, da könnte er recht haben.

Ich mag gar nichts zum Inhalt verraten, denn da könnte jedes Wort zu viel sein.