Freitag, 5. Juli 2024

Helisee: Der Ruf der Feenkönigin (NUITHONIA REIHE) von Andreas Sommer

 

Ernestus wächst in dem kleinen Dorf Calmis im Königreich Birgunt auf. Seit einiger Zeit hat er seltsame Träume von einer wunderschönen Frau, die ihn zu sich ruft. Am Tag zieht es ihn mit seiner Ziegenherde immer wieder in die Nähe des Flüsterbachs. Dessen Überqueren ist strengstens verboten, denn er markiert die Grenze zu einem Land, das nicht für Menschen gemacht ist. Doch als die Leitziege seiner Herde ausreißt und über den Flüsterbach springt, widersetzt sich "Schön Erni", wie die Dorfbewohner ihn nennen, diesem Verbot. Beim Versuch, die Ziege wieder einzufangen, dringt er immer tiefer in das verbotene Land ein und findet dort einen Stein mit seltsamer Macht. Damit beginnt ein Abenteuer, das seinesgleichen sucht.

Auf dem Beldenfest trifft Ernestus auf Anatheńa, die Tochter des Schmieds, der vor Jahren mit dem Kind ins Dorf kam. Über ihre Mutter hat er niemandem etwas erzählt. Ernestus ist schon lange in die schöne junge Frau verliebt, und auf dem Fest gibt sie ihm zu verstehen, dass auch sie seine Gefühle erwidert. Ernestus nimmt sie auf die andere Seite des Flüsterbachs.

Ich würde euch am liebsten das gesamte Buch erzählen, aber das ist natürlich nicht möglich. Doch es passiert so viel auf den über 500 Seiten, dass ich mich wirklich schwertue, ein Ende zu finden.

Schweizer Sagen waren mir bisher vollkommen unbekannt. Ich kenne die klassischen Sagen der nordischen Mythologie, die der Griechen, und die Geschichten über Feen und Elben, von Drachen und Riesen. Die Liste ist endlos. Nun also ein Buch, das eine Sage aus der Schweiz neu erzählt und auf unterhaltsame Weise geschichtliche Überlieferungen, einst real existierende Orte und verschiedene Sagengestalten miteinander verknüpft.

Der Autor Andreas Sommer überzeugt durch seine ruhige Erzählweise. "Helisee: Der Ruf der Feenkönigin" entführt seine Leser in eine fremde Welt, die, wenn man sich darauf einlässt, nicht mehr so einfach zu verlassen ist. Ich jedenfalls bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Der Epilog lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

Interessant ist auch das Nachwort des Verfassers. Er erklärt darin, wie seine Geschichte entstanden ist, und erzählt etwas über die Örtlichkeiten und den geschichtlichen Hintergrund. Ein Namensregister findet sich ebenfalls, und das empfand ich als besonders hilfreich.

Fazit: "Helisee: Der Ruf der Feenkönigin" von Andreas Sommer verknüpft geschickt Schweizer Sagen mit magischen Abenteuern und historischen Elementen. 


  • Herausgeber ‏ : ‎ Neptun Verlag; 2., durchgesehene und korrigierte Edition (3. Mai 2024)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 528 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3858203548
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3858203540


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