Montag, 8. Juli 2024

Das Erbe derer von Thurn und Taxis von Johanna von Wild

 

Alexandrine von Taxis und der Sohn des Oberstallmeisters des Mainzer Kurfürsten, der junge Silas von Maringer, fühlen sich schon bei ihrer ersten Begegnung stark zueinander hingezogen. Doch ihrer Liebe stehen nicht nur Alexandrines Ehe mit Leonhard von Taxis, sondern auch die gesellschaftlichen Konventionen im Weg, die eine Beziehung zu einem Mann niederen Adels verhindern. Als Alexandrines Ehemann stirbt, übernimmt sie sein Amt als Generalpostmeisterin. Um das Erbe ihrer Kinder zu bewahren und zu vermehren, darf sie jedoch nicht wieder heiraten. So trennen sich Alexandrines und Silas Wege vorerst. Doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance?

Während Alexandrine es schafft, den Nachrichtendienst während des Dreißigjährigen Krieges weiter auszubauen, verlässt Silas seine Heimat und Familie, um anderswo sein Glück zu suchen. Schließlich tritt er doch als Postreiter in Alexandrines Dienst. Die Figur der Alexandrine von Taxis beruht auf einer realen Person. Sie war eine Tochter des Grafen Philibert Baron de Balacon Comte de Varax und dessen Ehefrau Claudine de Tournon-Roussillon. Silas von Maringer hingegen ist der Fantasie der Autorin Johanna von Wild entsprungen. So entstand eine außerordentlich spannende Geschichte, die in die realen Geschehnisse des Dreißigjährigen Krieges eingebettet ist.

Die Geschichte bot mir nicht nur Unterhaltung, sondern frischte auch mein Schulwissen über diesen Krieg auf, der mit dem Fenstersturz zu Prag 1618 begann. Ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr. Gekonnt versetzte sie mich in die längst vergangene Zeit, ohne dabei antiquiert zu wirken. Ebenso war ich positiv davon beeindruckt, wie sorgfältig die Autorin wohl recherchiert hat. Alles, was ich als Fakt überprüfen konnte, war stimmig.

Fazit.

Das Buch verbindet geschickt historische Realität und Fiktion, es erzählt eine fesselnde Liebesgeschichte im Kontext des Dreißigjährigen Krieges und überzeugt durch einen lebendigen, gut recherchierten Schreibstil. Es bietet nicht nur Unterhaltung, sondern auch wertvolle Einblicke in die damalige Zeit.

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