Montag, 10. August 2020

Die Dornen des Bösen von Astrid Korten

Ibsen Bach ist zurück und was soll ich sagen, er hat mich wieder absolut begeistert.

Ich empfehle den 1. Band Die Akte Rosenrote ebenfalls zu lesen, zum einen zum besseren Verständnis zum anderen weil auch der 1. Band absolut lesenswert ist.

Ibsen macht sich auf Bitten General Sorokins auf die Suche nach Leonela, in der festen Überzeugung das die junge Bloggerin, die ihm einst das Leben rettete, noch lebt aber in großer Gefahr ist trotz des Videos, das ihrem Vater zugespielt wurde und auf dem ihre grausame Hinrichtung gezeigt wird.


Gemeinsam mit Pola Kamarow macht er sich auf die Suche nach Leonela. Und diese Suche führt ihn zu einer Pharmazeutischen Firma (Pro Cell) in Berlin zurück in seine eigene Vergangenheit und in die tiefsten und schwärzesten Abgründe der menschlichen Seele.

Ibsens Visionen quälen und führen ihn dabei gleichzeitig und ich war mir nie ganz sicher ob diese Visionen echt sind oder von einem dringend zu behandelnden Tumor herrühren.

In

Die Dornen des Bösen

geht es um Genmanipulation, Umerziehung, Macht und Rache.

Unvorstellbar und doch denkbar, das ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich.
Unvorstellbar weil man als denkender, fühlender Mensch nicht will, dass schlimme Dinge geschehen und weil man doch weiß, das die Grausamkeit mancher Menschen vor nichts halt macht.

Und der Leser ist dank des eindringlichen und bildhaften Schreibstils der Autorin immer ganz nah dabei, ich liebe es, wie Astrid Korten es immer wieder schafft eine ganz besondere Atmosphäre zu erschaffen, die mich beim Lesen gefangen nimmt und mich diese Atmosphäre fast körperlich spüren lässt, mittendrin statt nur dabei, trifft es eigentlich ganz gut. Auch dieses Buch der Autorin liest sich nicht locker und leicht weg, es fordert seine Leser, manchmal, ob der Handlung bis an die Grenzen und manchmal sogar über diese hinaus. Wie alle Bücher der Autorin ist also auch Die Dornen des Bösen etwas für die anspruchsvollen Leser des Genres.

Manches in dem Buch ist grausam und kaum erträglich aber die Autorin übertreibt niemals, sie weiß immer was sie ihren Lesern zumuten kann und wo sie eine Grenze ziehen muss.
Die Dornen des Bösen bekommt eine absolute Leseempfehlung von mir und ich freue und erhoffe einen weiteren Fall mit Ibsen Bach.

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