Mittwoch, 9. Oktober 2013

Buchempfehlung: Choices, die Besessenen von Nils Nöske


 



Klappentext:
Gillard ist ein Besessener. Zu ihnen gehören die übelsten Zeitgenossen, denen alles Gute und Menschliche fremd zu sein scheint. Würde Gillard der Stimme in seinem Kopf nachgeben, wäre auch er so. Doch aus irgendeinem Grund kann er sich gegen sie wehren und sucht einen Weg, sie für immer loszuwerden. So trifft er Vorbereitungen, seine Heimat zu verlassen. Als jedoch die junge Surre im Dorf auftaucht und kurz darauf vermummte, schwer bewaffnete Männer nach ihr suchen, verwirklichen sich Gillards Reisepläne schneller als geplant. Unter größten Gefahren steht er Surre bei ihrer Flucht bei und findet sich dabei bald selbst inmitten eines uralten Krieges wieder. Und er erfährt, dass das Geheimnis um die Stimme in seinem Kopf von größerer Bedeutung ist, als er je geahnt hätte ...

"Die Besessenen" ist ein fantastischer Roman über Freundschaft, über Opfer, die es zu bringen gilt, und über den elementarsten aller Konflikte. Kraftvoll, stimmungsvoll und mit Humor erzählt, reißt dieses Buch den Leser in eine abenteuerliche Reise mit, die wie alle schweren Kämpfe Wunden hinterlässt.

Meine Meinung:
Fantasy zählt nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Genres, nicht wegen der Geschichten, die würden mich ganz oft sehr interessieren, sondern weil eben diese Geschichten nicht auf ein, zwei oder von mir aus auch drei Bücher verteilt sind, mit Trilogien kann ich leben, sondern auf ein Dutzend und dann wird mir in epischer Breite erzählt wie die vom Autor geschaffene Welt aussieht, wie die Menschen, Drachen, Trolle und Orks dort leben und bis die Geschichte auf den Punkt kommt ist das Buch vorbei und ich muss auf den nächsten Band warten.
Warum ich dann Choices gelesen habe? Ganz einfach, weil der Klappentext interessant klang und weil ein Debutautor wohl nicht gleich zu Beginn seiner Schriftstellerischen Laufbahn eine ganze Reihe schreiben wird, von der ich jeden Band lesen muss. (Dazu später mehr)
Und als ich dann zu lesen begann, war ich sehr schnell gefesselt in der Welt Gillards, der Autor hat eine für mich völlig neue Welt geschaffen, auf der einen Seiten das einfache Dorf, wo die Menschen fast ohne Technik auskommen, auf der anderen Seite Zorin, eine hochtechnisierte Stadt, in seinen Beschreibungen der Orte lässt Nils Nöske, trotz aller Genauigkeit seinem Leser genug Raum für eigene Fantasie.Ebenso verfährt er mit seinen Protagonisten, sie sind *vorstellbar* für den Leser, er kann einzelne Taten nachvollziehen aber nicht jeder Schritt den sie tun ist vorhersehbar und am Ende dachte ich mir so manches Mal *ah deswegen*.
Es geht in diesem Buch nicht unbedingt um den altbewährten Kampf: Gut gegen Böse, sondern eher um die Frage *Was ist Gut oder Böse und Wer ist hier Gut oder Böse * Eine Frage die jeder für sich selbst beantworten muss und wahrscheinlich wird es einige unterschiedliche Antworten geben.
Das Buch ist teilweise sehr humorvoll geschrieben, immer spannend und leider schon zu Ende, aber absolut rund zu Ende gebracht, es muss nicht weiter gehen, die Geschichte Gillards, des Besessenen ist aus erzählt.
Es gibt also nur einen Band, schade, vielleicht erzählt uns der Autor ja doch eines Tages mehr aus Gillards Welt, ich würde mich freuen. Na toll, angefixt und das war es dann?
Mein Fazit:
Absolut Lesenswert, hätte ich ein Sternchensystem, gäbe es 5 von 5 Sternchen.
zu beziehen bei

http://www.latos-verlag.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hier dürft ihr mir eure Kommentare hinterlassen.