Samstag, 27. April 2013

Stolz und Demut von Sophie Weiss


 


Der Inhalt ist schnell erzählt, die 26. jährige Sophie, lässt sich aus sexueller Neugier auf einer Sklavenauktion versteigern, durch Zufall und viel Glück landet sie in den Händen Richards, älter, erfolgreich und einfühlsam. Tagebuchartig erzählen beide vom Beginn und vom Ende ihrer Beziehung.

Die Geschichte soll sich genauso zugetragen haben, das erscheint mir in Anbetracht der Tatsache das sich auch Richard zu Wort meldet und das niemand mit dem ich sprach sich an den Vorfall, der sicher durch sämtliche Medien gegangen wäre erinnert, eher unwahrscheinlich.
Zum Glück: Sophie erträgt keine Schmerzen, sie beschreibt sich selbst als jemand der es nicht erträgt sich weh zu tun und doch lässt sich versteigern um sich den Hintern versohlen zu lassen, daran erkennt man ihre Naivität, wäre sie an jemand anderen als Richard geraten der lieber Macht ausübt als Schmerz zufügt, hätte das Übel für sie enden können

Nichtsdestotrotz hat die Autorin ein Buch geschrieben, das sicherlich einiges an Beachtung verdient, sie räumt auf mit dem Vorurteil, das SM nur etwas mit Schmerz zu tun hat, es geht auch um Macht um Unterwerfung und sich fallen lassen.
Ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Sprache offen und ohne falsche Scham.
Wer allerdings Kuschel SM im Stile von Shades of Grey erwartet, ist mit diesem Buch falsch beraten.
Als reine Fiktion hätte das Buch von mir 5 Sterne bekommen, da ich aber nicht an den Wahrheitsgehalt glaube, gibt es 4.

  • Verlag: Piper (26. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492055877
  • ISBN-13: 978-3492055871

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