Sonntag, 8. Dezember 2024

Imitathyos das unendliche Alphabet von Matthias A.K. Zimmermann

Mina ist Psychologiestudentin, kurz vor ihrem Abschluss, stürzt ihr Computer ab und alle ihre bisherigen Arbeiten sind verloren. Nach kurzer Verzweiflung entscheidet sich Mina, das Studium aufzugeben und sich stattdessen ihrer wahren Leidenschaft zu widmen, der Schriftstellerei. Gemeinsam mit ihrer Schwester Xenia und deren Freund Dionys folgt sie der Einladung ihres Bruders Timos der auf der künstlich erschaffenen Insel IMITATHYOS lebt und arbeitet. Die Anreise auf einer beeindruckenden Luxusyacht ist bereits ein Erlebnis für sich. Nichts auf IMITATHYOS ist wirklich echt – weder die Tiere noch die Pflanzen, alles ist aus einem neuartigen Material gefertigt, an dessen Entwicklung Timos beteiligt war – und dennoch strahlt alles eine lebendige Präsenz aus. Auf ein Treffen mit Timos allerdings warten die Schwester vergeblich. Er vertröstet sie ein ums andere Mal, doch immer, wenn sie sich auf die Suche nach ihm machen wollen, scheint die Atmosphäre der Insel sie daran zu hindern, sie erleben totale Entspannung und absolutes Wohlbefinden. Sodass einige Zeit vergeht, bis sie sich ernsthaft auf die Suche nach Timos begeben. Diesen Roman zu beschreiben, ist äußerst schwierig, denn das, was ich euch bisher erzählt habe, könnte ebenso gut auf einen Krimi oder eine Abenteuergeschichte hindeuten. Doch das trifft es bei weitem nicht: Die Geschichte ist eine faszinierende Mischung aus Utopie und Dystopie, durchzogen von leichten Einschlägen der Mythologie, die die Handlung in ein vielschichtiges und komplexes Licht tauchen. Der Autor Matthias A. K. Zimmermann beherrscht das Spiel mit Worten virtuos und entführt seine Leser in eine faszinierende Welt, in der Buchstaben und Worte zu lebendigen Akteuren werden. Er führt seinen Leserinnen und Lesern die Macht der Sprache und zeigt, wie sie sich auf unsere Wahrnehmung der Welt auswirkt.


    Herausgeber ‏ : ‎ Herausgeber: Edition Modellwelten / BoD – Books on Demand; 2. Edition (11. November 2024)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 300 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 383702444X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3837024449

 

Mittwoch, 4. Dezember 2024

Zu Gast im Buecherhaus Monika Grasl und Asmondina Tear



Liebe Monika, liebe Asmodina, herzlich willkommen im Bücherhaus! Ich freue mich, euch hier zu haben. Kaffee, Tee und Kekse stehen für euch bereit – macht es euch gemütlich. Für die Leserinnen und Leser, die euch noch nicht kennen, stellt euch doch bitte kurz vor.



Monika: Sehr gern und erstmal Hallo in die Runde. Ich nehme mir gleich mal einen Tee. Ja und was es zu meiner Person zu sagen gibt ist, dass ihr mich unter dem Namen Monika Grasl kennt. Ich lebe mit dem werten Autorenkater Chewy in Wien und bin Autorin in den Genres Fantasy, Thriller, Historie, Romance seit neuestem und den meisten wird mein Name wohl durch Die Chronik der Dämonenfürsten ein Begriff sein. Okay, einen Keks muss ich auch noch probieren, also hast du jetzt das Vergnügen, Asmodina.





Asmodina: Ich bin Asmodina „Asmo“ Tear und lebe in Niedersachsen. Seit ich sechzehn bin, bewege ich mich in der schwarzen Szene und schreibe Fantasy (Gay) Romantasy, Thriller, Horror und Science Fiction. Für die anderen Genres (Dark) Romance, Drama, Krimi sowie Erotik sind zwei andere Pseudonyme zuständig. Ah…es gibt Kekse…dazu hätte ich gerne eine Cola.

Ich renne dann schnell in den Keller, Cola holen

Cola serviere.

Und nun kommen wir auch schon zu den Fragen.


1.Wie kam es zur Zusammenarbeit an der Reihe um Alejandro und der ehemaligen Nonne Carmen, die mit dem 2. Band „Das Leid der Nonne“ nach „Der Fluch des Piraten“ demnächst weitergeht. Was hat euch zur Zusammenarbeit inspiriert?

Monika: Also bei mir starb 2023 am 2.1. mein Vater und ich muss sagen, ich hatte danach durch all die Wohnungssanierung so überhaupt keine Zeit. Aber dann, so vor dem Sommer schrieb mich Asmodina mal an, ob wir nicht gemeinsam was machen wollen. Den Rest überlasse ich ganz dir 😊

Asmodina: Der Gedanke an eine Zusammenarbeit hatte ich schon immer und da ich Monika durch den Verlag der Schatten kannte, habe ich einfach mal gefragt 

So einfach kann es sein😀

2.Was waren die größten Herausforderungen bei der gemeinsamen Schreibarbeit?

Monika: Ich würde jetzt fast sagen, eigentlich tatsächlich nichts? Oder was meinst du, Asmodina?

Asmodina: Nein, da gibt es nichts. Wir verstehen und ergänzen uns gut. Es kommt selten zu Diskussionen und wenn, dann klären wir es schnell.


3. Wie habt ihr euch auf die Charaktere und die Handlung von "Das Leid der Nonne" geeinigt?

Mit einem Klick auf das Cover, kommt ihr direkt zum Silberkrone Verlag und zum Buch.

Monika: Das war recht einfach. Die bestehende Mannschaft der St. Elizabeth hatten wir ja schon und ansonsten gab es nur noch ein paar neue Figuren die entwickelt werden mussten. Zudem war die eigentliche Handlung in diesem Band auf der Idee von Asmodina gegründet, da erzählt sie gewiss gleich mehr.

Asmodina: Schon beim Schreiben von „Der Fluch des Piraten“ habe ich gemerkt, dass Carmen ein starker Charakter ist und einen zweiten Teil verdient. Durch das Album der Untoten „Die Nonnen von Loudon“ sowie einen historischen Film über den Kirchenbann hat es sich entwickelt.


4.Wie hat eure Zusammenarbeit eure individuelle Schreibweise beeinflusst?

Monika: Ich glaube, ich bin so diejenige, die bei den Mannschaften gern den raueren Ton anschlägt.

Asmodina: Und ich gebe den Figuren ein wenig Romantik und bei Bedarf auch Spice.


5.Könnt ihr uns einen Einblick in eure gemeinsame Vision für die Reihe geben?

Asmodina: Wir möchten gerne Piraten wieder in den Buchmarkt bringen, denn es gibt viel zu wenig Bücher über sie, wie ich finde.

Monika: Dem kann ich mich nur anschließen.


6.Wie seht ihr die Entwicklung eurer Genres im deutschen Literaturmarkt?
Glaubt ihr, dass düstere Fantastik und historische Romane weiterhin an Popularität gewinnen werden?

Monika: Persönlich glaube ich ja, dass gerade auch diese Kombination aus beidem Fantastik und Historisches es ist, was bei den Lesern immer wieder auf neue Lesebegeisterung stoßen wird. Durch die Fantastik hat man als Autorin natürlich auch einen gewissen Spielraum was die Handlung anbelangt. Und ansonsten muss man, denke ich, schon auch darauf schauen, dass die historischen Zeitebenen in einen passenden Kontext gesetzt werden.

Asmodina: Neben „Fluch des Piraten“ gibt es von mir ein zweites Buch im Genre Historische Fantasy. Es heißt „Der Pakt des Zaren“ und ist gut angenommen worden. Ich denke, dass dieses Genre auf jeden Fall eine Zukunft hat, da die Kombination aus Geschichte mit eventuellem Lerneffekt und Fantasy reizt^^

7.Carmen und Alejandro sind zentrale Figuren in der Reihe. Was inspiriert euch bei der Entwicklung von Charakteren, die so vielschichtig und emotional geladen sind?

Monika: Ich muss zugeben, ich lass mich da gern von Filmen inspirieren und denk mir dann, diese oder jene Verhaltensweise, die passt genau zu dem Charakter.

Asmodina: Filme sind dabei in der Tat sehr gut. Aber ich muss sagen, ich habe mich einfach reinversetzt^^


8.Wie wichtig ist für euch die Recherche, und wie integriert ihr historische Genauigkeit in eure fiktiven Erzählungen?

Monika: Also die historische Genauigkeit sollte schon gegeben sein. Wir haben bei der Reihe auch ziemlich recherchiert, was zu der Zeit beispielsweise der bekannteste Hafen war und darum fiel die Wahl eben auch auf Cádiz.

Asmodina: Die Recherche ist sehr wichtig, aber man muss achtgeben, dass die Figuren nicht zu blass werden.


9.Gibt es spezielle historische Ereignisse oder Figuren, die euch besonders beeinflusst haben?

Monika: Könnte ich jetzt für mich persönlich nicht sagen.

Asmodina: Ich mag das 18. und 19. Jahrhundert.


Das war es leider auch schon. Vielen Dank, Monika und Asmodina, für euren Besuch und für das Gespräch und die Einblicke in eure Arbeit. Es war sehr spannend, zu erfahren, wie ihr gemeinsam an der Reihe gearbeitet habt. Ich wünsche euch alles Gute für eure zukünftigen Vorhaben und freue mich auf weitere Geschichten von euch.

Monika: Wir bedanken uns für das Gespräch und die Kekse 😊

Asmodina: Dem kann ich mich nur anschließen.

Dienstag, 3. Dezember 2024

Das Kollektiv I - Die Beobachter von Guido M. Breuer

 

Sie entwickeln außergewöhnliche Fähigkeiten. Sie könnten zu Superhelden werden oder zu Marionetten einer Macht, die sie nicht verstehen.

Kriminalkommissarin Bilke Sand jagt einen Serienmörder, der sich dem Zugriff der Polizei auf unerklärliche Weise zu entziehen vermag. Und Bilke teilt mehr mit ihm als ihr lieb ist.
Neurobiologin Ana Maria Ojeda baut eine Art von Verbindung zu dem Delfin Bella 3A auf, die jedes erklärbare Maß übersteigt.
Schauspielstudent Benjamin Shanks entdeckt eine übermenschliche Fähigkeit an sich, deren Erkundung sein Leben in eine Katastrophe verwandelt.
Die Elitesoldatin Judith Weizman entwickelt während eines Einsatzes ungeahnte Kräfte, die sie an allem, woran sie glaubt, zweifeln lassen.
Die Physikerin Yetunde Kourouma erforscht einen Ort, an dem die Naturgesetze außer Kraft gesetzt scheinen.

Sie alle suchen Antworten, aber sie kennen die richtige Frage noch nicht:

Wer oder was ist das Kollektiv?

 Das war auch die Frage, die ich mir im Laufe der Lektüre von »Die Beobachter« von Guido M. Breuer immer mal wieder stellte.

Wir lernen viele verschiedene Protagonisten kennen, die so unterschiedlich sind wie sie nur sein können, da ist die Polizistin Bilke, die bisher immer dachte ein schwerwiegendes psychisches Problem zu haben, weil sie unerklärlicherweise Dinge fühlt und spürt, die andere nicht nachfühlen können, oder die Neurobiologin Ana Maria Ojeda die bei ihrer Arbeit mit dem Delfin Bella, eine Beziehung zu dem Tier aufbaut, die weit über das wissenschaftliche Interesse hinausgeht. Judith ist eine israelische Elitesoldatin, die das Töten satthat, der Schauspielschüler Benjamin entwickelt die Fähigkeit sich in andere Menschen hineinzuversetzen, im wahrsten Sinne des Wortes und dann ist da noch Yetunde Kourouma die Physikerin entdeckt einen Ort, an dem die Naturgesetze nicht zu gelten scheinen. 

Sie alle bewegen sich auf ein Ziel zu, von dem sie nicht wissen, was sie dort erwartet, immer wieder treffen einzelne von ihnen dabei auf unerklärliche Phänomene und Personen, die ebenfalls besondere Fähigkeiten haben. John Smith, Nebula und Hadaston wissen mehr als sie offenbaren.

Im Laufe des Buches erfahren wir nach und nach die Hintergründe des Geschehens, bis zum spannenden Finale konnte ich gut spekulieren, wer oder was die Beobachter waren und was hinter dem Kollektiv steckt. In diesem Roman geht es meiner Meinung nach nicht nur um unerklärliche Phänomene, am Ende stellt sich heraus, wie wichtig es ist zusammen zuarbeiten und einander zu vertrauen.

Guido M. Breuer hat ein schwieriges Buch geschrieben, das mich allerdings gut unterhalten hat, eben weil man sich auf die Story einlassen muss, sie ist alles andere als gewöhnlich.

So ganz wurde meine Frage wer oder was ist das Kollektiv nicht beantwortet, so dass ich auf einen 2. Teil hoffe. 


  • Herausgeber ‏ : ‎ Feiyr; 2. Auflage 2024 (16. November 2024)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 432 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3689956234
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3689956233
  • Lesealter ‏ : ‎ Ab 16 Jahren


Sonntag, 1. Dezember 2024

Legendäre Katzen und ihre Menschen von Heike Reinecke und Andreas Schlieper

 

Die berühmtesten Katzenbesitzer und ihre Stubentiger

Der Hund ist der beste Freund des Menschen? Von wegen! Berühmte Personen wie Haruki Murakami, Frida Kahlo und Freddie Mercury, sie alle hatten eines gemeinsam: eine Katze.

Andreas Schlieper und Heike Reinecke haben interessante Geschichten und lustige Anekdoten aus dem Leben berühmter Fellnasen zusammengetragen, die ihre prominenten Dosenöffner in ganz neuem Licht erscheinen lassen. Wussten Sie, dass - Hemingway Katzen züchtete, die mehr Zehen haben als ein gewöhnlicher Stubentiger?

- Rosa Luxemburgs Katze Mimi mit Vorliebe Kater Lenin verhaute, beim Essen aber manierlich am Tisch zu sitzen pflegte?
- E. T. A. Hoffmanns Kater Murr das Schreiben seiner »Lebensansichten« persönlich überwachte?

Viele dieser Geschichten über Katzen und Menschen wissen zu überraschen, lassen schmunzeln und staunen. Andere lösen bei Katzenliebhabern – berühmt oder nicht – mindestens ein wissendes Nicken aus.

Katzen – die wahren Meister in der Dressur des Menschen

Katzen. Entweder man liebt sie oder nicht. Wenn man sie liebt, macht man sich zugleich auch zum Untertan seiner Katze. Sie wird zur Königin des Hauses, anders als ein Hund buhlt sie nicht um unsere Liebe und Aufmerksamkeit, sie weiß, was ihr gebührt und gewährt ihre Gunst nur dann, wenn es ihr genehm ist. Und wehe der Mensch reagiert nicht so, wie es der Katze gefällt oder trifft gar eigene Entscheidungen, dann folgt oft die Strafe auf dem Fuß, sie kratzt, sie pinkelt an die unmöglichsten Orte, sie schmollt. Doch was immer sie tut, sie wird geliebt. 
Katzen: Sie fordern alles und geben auch alles (wenn es ihnen beliebt)
Heike Reinicke und Andreas Schlieper haben Geschichten und Anekdoten über bekannte Persönlichkeiten der Geschichte und ihre Katzen zusammen getragen, die die besondere Beziehung zwischen Mensch und Katze beschreiben.
Meine Lieblingsgeschichte ist die von Charles Bukowski, der deutsch amerikanische Schriftsteller verfiel schon früh dem Alkohol, seine Texte sind hart und kompromisslos, nach eigenen Aussagen hat er wohl nie nüchtern einen Text geschrieben, er wechselte ständig Wohnorte, Jobs und Gefängnisse. Für mich hört sich das nicht nach einem angenehmen Zeitgenossen an, wäre da nicht seine andere Seite, der Charles Bukowski, der Katzen über alles liebte und die sich alles herausnehmen durften, so auch die Vernichtung seiner Originalmanuskripte, die in einer Kiste aufbewahrt waren, die sein Kater als Katzenklo missbrauchte.
»Dieser einohrige, fette schwarze Kritiker hat mit mir Schluss gemacht«
Man spürt die bedingungslose Liebe des Autors zu seinen Katzen, von denen er immer mehr als nur eine hatte.

Wer hätte gedacht, dass der exzentrische Musiker Freddie Mercury zu Hause wohl ganz anders war, denn laut und trubelig, das mögen Katzen meist nicht und auch Mercury hatte mehr als nur eine Katze, vielleicht waren sie sein Kinderersatz? 

Insgesamt 30 Geschichten beinhaltet dieses Buch und jede von ihnen offenbart eine Seite der jeweiligen Untertanen, die ich so nicht erwartet hatte, obwohl sie doch so offensichtlich sind.
Wie Kurt Tucholsky wohl sagte:

»Die Katze ist das einzige Tier, das den Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber nichts dafür zu tun.«

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, und so vergebe ich gern eine Leseempfehlung.




  • Herausgeber ‏ : ‎ ecoWing; 2. Edition (7. September 2020)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 224 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3711001823
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3711001825

Freitag, 29. November 2024

Die Rückkehr alter Magie: Weltenwurzel-Saga Band 3 von Lucian Caligo

 

Die Karawane von Karanjas Sippe wird in der Wüste aus dem Hinterhalt angegriffen, dabei wird ihr Mentor und Lehrmeister Hardin,  verletzt und die Aufgabe die Sippe zu schützen fällt an Karanja, das junge Mädchen ist damit ganz allein, doch sie schafft es die Karawane unbeschadet zurück nach Garanta zu bringen. Ein weiterer Anschlag auf Hardin und ein schwerwiegender Verdacht bringen Karanja in große Gefahr und nicht nur sie.

Endlich hatte ich die Gelegenheit den dritten Band der Weltenwurzel-Saga zu lesen. Dieses Mal führt der Autor Lucian Caligo ins in die Wüste. Verschiedene Sippen versorgen die Hauptstadt Garanta mit überlebenswichtigen Gütern, jede Sippe hat vorgegebene Handelsrouten, die mal mehr, mal weniger einträglich sind. Beschützt werden sie von Sandmagiern, die in der Lage sind, den Sand zu bändigen und für ihre Zwecke zu nutzen. Sandmagier sind innerhalb ihrer Sippe ausgestoßene, ihre Familien sagen sich von ihnen los, ein für mich etwas verstörender Umstand, denn ohne Sandmagier wären die Karawanen in der Wüste verloren.

Die Handelsrouten werden vom Heiligen Rat der Stadt Garanta vergeben  und kann von ihm auch wieder weggenommen werden.  In Karanja wächst schnell der Verdacht, dass die konkurrierende Jassin Sippe hinter den Anschlägen auf ihre Sippe steckt. Nach und nach deckt Karanja die Hintergründe auf, die zu den Anschlägen führten und ihr Mentor kommt einem wohl gehüteten Geheimnis auf die Spur.

Und wieder einmal war ich absolut begeistert, von der Geschichte, der Autor schafft es jedes Mal mich zu fesseln und ich liebe den Schreibstil des Autors. Man könnte diesen Band lesen, ohne die vorigen Bände zu kennen, zwar spielen sie in derselben Welt, aber weder die Protagonisten noch die Orte haben sie Leserinnen und Leser bisher besucht. Allerdings bewegt sich die Geschichte unaufhaltsam auf einen Knotenpunkt zu, der alles bisher gelesene miteinander verbindet. 

Die Geschichte ist auf acht Bände ausgelegt, in zwei weiteren lernen wir wohl noch zwei weitere Völker kennen bevor wir in den letzten drei Bänden den Kampf um die Weltenwurzel miterleben, denn

Wer die Wurzel kontrolliert, beherrscht die Welt.



  • Herausgeber ‏ : ‎ BoD – Books on Demand; 1. Edition (1. November 2023)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 368 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3751934464
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3751934466