Dienstag, 13. Mai 2014

Crimson Teuflische Besessenheit von Joseph Merrick



Klappentext:
Der ehemalige FBI-Detective Jake Dark wird nach Alaska strafversetzt. Ausgerechnet in der gottverlassenen Siedlung Crimson soll er als Sheriff Dienst tun. Kaum dort angelangt, hört er seltsame Gerüchte und erfährt, dass sein Vorgänger bestialisch ermordet wurde. Kurz darauf findet er eine verstümmelte Leiche, der man einen biblischen Namen ins Fleisch geritzt hat. Weitere Morde mit gleichem Ritual folgen. Dark steht vor einem Rätsel. Gemeinsam mit seiner attraktiven Kollegin Elsa Below beginnt er zu ermitteln. Die beiden kommen schon bald auf die Spur der Chlysten, die sich auch als die "Dunkelroten" bezeichnen. Immer weiter dringt Dark in den inneren Kreis der Sekte vor und stößt auf Fanatismus und geheimnisvolle Riten. Doch je näher er den Mitgliedern kommt, desto mehr verschwimmen Traum und Realität. Und welche Rolle spiel eigentlich die verführerische Elsa? Jake ahnt, dass seine nächtlichen Albträume keine Wahnvorstellungen sind: Das Grauen hat gerade erst begonnen!

Inhalt:
Der degradierte FBI Agent jake Dark wird in die Einöde Alaskas strafversetzt. Er soll in Crimson, einer kleinen Siedlung, als Sheriff arbeiten. Was auf den ersten Blick scheint wie ein normaler Job, bei dem man sich in der täglichen Routine langweilt, entpuppt sich, noch bevor Jake seine Habseligkeiten aus dem Auto laden kann, als das pure Grauen, denn ein Serienmörder scheint in Crimson sein Unwesen zu treiben und Jake kommt ihm in die Quere. Trotz aller Warnungen nimmt Jake die Ermittlungen auf und kommt dem Geheimnis der Siedlung auf die Spur.

Meine Meinung:
Über 700 Seiten umfasst das Buch, da musste ich doch erst mal schlucken als ich es das erste Mal in Händen hielt, mir gingen so einige Gedanken durch den Kopf Was wenn das Müll ist, wenn mir trotz allem was ich schon über das Buch weiß, das was drinsteht nicht gefällt, schließlich habe ich versprochen es zu lesen, das werden evtl. 700 verdammt lange Seiten.
Gott sei Dank, waren meine Bedenken unnötig, denn schon nach den ersten Seiten war mir klar, das zumindest der Schreibstil absolut lesenswert ist, die Wortwahl des Autors lässt im Kopf des Lesers Bilder entstehen, die er mit seiner eigenen Fantasie immer noch ausschmücken kann. Und Bilder entstehen, nicht nur von den öden weiten Alaskas sondern auch  von grausam zugerichteten Leichen und perversen Ritualen einer Sekte die sich Chlysten nennen oder auch die Dunkelroten und deren Ursprung auf Rasputin zurück gehen, jenem Heiler und Bettelmönch, der 1916 erschlagen, erschossen und ertränkt noch nach seinem Tod angeblich Wunder vollbringen konnte.
Das Buch ist nichts für Zwischendurchleser, denn nicht nur Jake verliert sich in den Wirren von Schein und Sein, weiß nie wem er trauen kann und wem nicht, auch der Leser muss sich von Seite zu Seite auf neue Fakten einstellen und weiß doch nie, sind es nun Fakten oder doch nur Jakes Albträume. Immer wieder überrascht Joseph Merrick mit neuen Wendungen.
Warum ich dem Buch, trotz aller Begeisterung nur 4 Sterne gebe, möchte ich auch kurz erklären, es ist aufgeteilt in 3 Teile und meiner Meinung nach wäre nach 2 Teilen ein guter Zeitpunkt gewesen Schluss zu machen, denn dieses, ich nenne es mal für mich Zwischenende hätte perfekt gepasst zu einem im positiven Sinne Bösartigen Buch alles weitere hätte ich mir gern selber zusammen gesponnen.
Dann kam aber noch ein dritter Teil, der an Spannung auch nichts zu wünschen übrig lies, einiges erklärte und in einem grandiosen Finale mündet und doch enttäuschte mich das richtige Ende des Buches (ich werde den Teufel tun darauf jetzt näher einzugehen, das muss jeder selber lesen)
Deswegen 4 Sterne, diese aber mit Vorfreude auf das nächste Buch des Autors.
  • Broschiert:
  • Verlag: Jerry Media; Auflage: 1. Aufl. (30. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3952390623
  • ISBN-13: 978-3952390627


Freitag, 9. Mai 2014

Verdorbenes Blut von Geoffrey Girard




Klappentext von Bastei Lübbe:

DAS BÖSE IST DIR NÄHER, ALS DU AHNST ... Aus einer Einrichtung für gewalttätige Jugendliche sind sechs Jungen ausgebrochen. Ex-Militär Shawn Castillo wird eingeschaltet, um sie zu finden und zurückzubringen. Schnell entdeckt er, dass hinter der Fassade der "therapeutischen Einrichtung" ein fragwürdiges Projekt steht und die Ausreißer keine gewöhnlichen Jungen sind: Sie tragen Namen wie Ted Bundy, Jeffrey Dahmer, Dennis Rader – und sind die exakten genetischen Kopien dieser berüchtigten Serienmörder. Sie sollen das Böse in Reinform in sich tragen. Sie sollen den sicheren Tod bringen. Und sie sind mitten unter uns

Aus einer Forschungseinrichtungen fliehen einige Jugendliche mit Hilfe des Wissenschaftlers Jacobsons, nicht ohne vorher ein Blutbad von schier unglaublicher Grausamkeit angerichtet zu haben. Um diese Jugendlichen *wiederzubeschaffen* wird der Ex- Soldat Castillo von seinem ehemaligen Vorgesetzten Stanforth verpflichtet.
Castillo erfährt das es sich bei den Kindern nicht um normale Jugendliche handelt, sondern um die Klone der berüchtigsten Serienkiller aller Zeiten und das Jacobson nicht nur *offizielle* Klone erschaffen hat, sondern auch noch eine unbekannte Anzahl *inoffizielle* die im ganzen Land verteilt unter den unterschiedlichsten Bedingungen leben, gemeinsam mit Jacobsons *Adoptivsohn* Jeff macht sich Castillo auf die Suche nach den entflohenen Klonen.

Meine Meinung:
Geoffrey Girard, hat mit seinem Buch *Verdorbenes Blut* ein brisantes und wirklich spannendes Thema aufgriffen und auch auf den ersten Blick sehr gut umgesetzt, die Informationen die der Leser erhält sind aufschlussreich und scheinen realistisch, mit etwas Fantasie und Glauben an die Wissenschaft ist es durchaus vorstellbar das es in nicht allzu ferner Zukunft denkbar ist menschliche Klone zu erschaffen, so sehr unterscheiden sich Mensch und Tier nicht voneinander. Ebenso sind die Actionszenen spannend und auch die Grausamkeiten sind vom Autor gut ausgearbeitet, zu zart besaitet sollte man allerdings nicht sein.
Ich bin vom Schreibstil und der Wortwahl Girards absolut begeistert.
Leider verliert er sich in seiner eigenen Geschichte, meiner Meinung nach wichtige Teile werden nicht zu ende erzählt, die Klone entwickeln Fähigkeiten, die nicht zu dem wissenschaftlichen Anspruch passen wollen, den man als Leser am Anfang des Buches erwartet, auch ist das Ende auch zu absurd und nicht ansatzweise erklärt, aber das ist etwas das jeder selber lesen muss, sonst wäre zu viel verraten, es ist allerdings nicht zu überlesen.
Nachdem ich für mich entschied das Buch als SF/Wissenschaftsthriller zu sehen und nicht nur als Wissenschaftsthriller, konnte ich es bis auf das unbefriedigende Ende wieder genießen und mich der Spannung hingeben.
Ich freue mich auf weitere Bücher, Geoffrey Girard, wer es es schafft als Erstlingswerk mit relativ wenig Schwächen zu schreiben, lässt auf weiteren Lesegenuss hoffen.
4 Sterne


  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Paperback); Auflage: Aufl. 2014 (15. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785761090
  • ISBN-13: 978-3785761090
  • Originaltitel: Cain's Blood

Das Mädchen mit dem Haifischherz von Jenni Fagan












Inhalt: Die Autorin erzählt  einen kleinen Abschnitt aus dem Leben der 15jährigen Anäis, die in einem Strudel aus Drogen, Kriminalität und Sex gefangen ist und in einem Jugendheim lebt, nachdem ihre Adoptivmutter ermordet wurde und sie durch zahllose Pflegefamilien gereicht wurde, dieses Heim ist ihre letzte Chance vor der Einweisung in eine geschlossene Abteilung und hier scheint es zunächst so, als fände sie so etwas wie eine Familie und ein Zuhause.

Meine Meinung:
Jenni Fagan verliert sich leider ein einer unsäglichen Wortwahl, die gerade auf den ersten Seiten den einen oder anderen Leser abschrecken wird und die bei mir für massiven Sternchenabzug führt.
Hat man sich erst einmal damit abgefunden oder ist soweit abgestumpft das die Kraftausdrücke nicht mehr stören und sich trotzdem dazu entschlossen das Buch zu Ende zu lesen, entwickelt es sich zu einer Geschichte die berührt und schockiert. Ob die Autorin versucht dem Leser die Umstände im britischen Jugendhilf
esystem vor Augen zu führen genauer gesagt dessen Versagen, vermag ich nicht zu sagen, denn  damit kenne ich mich nicht aus und auch die Betreuer des Mädchens bleiben blass und scheinen völlig unfähig oder hilflos, anders sind manche Situationen nicht zu erklären und hier ist auch wieder ein Punkt für den ich einen Stern abziehe, die Autorin übertreibt maßlos, zwei der Jugendlichen gehen auf den Strich, alle Kinder nehmen Drogen und keiner der Betreuer schreitet ein?
Mein Fazit:
Nur bedingt empfehlenswert, denn weniger wäre mehr gewesen.

  • Gebundene Ausgabe: 332 Seiten
  • Verlag: Kunstmann, A; Auflage: 2. Aufl. (12. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888979250
  • ISBN-13: 978-3888979255
  • Originaltitel: The Panopticon


Mittwoch, 19. März 2014

Schlangenfluch Seans Seele







Klappentext:

Der junge Ire Sean lebt am Rand der Gesellschaft. Als er in Bangkok unter die Räder kommt, nimmt ihn die Drogenhändlerin Isabell bei sich auf. Sie plant, mithilfe des Giftes einer uralten Spezies, die Droge des Jahrhunderts zu kreieren. Über Shenyang und Moskau führt der Weg nach Morar, einem kleinen Ort in den schottischen Highlands. Doch was Sean dort vorfindet, raubt ihm in vielerlei Hinsicht den Atem




Inhalt:

Nach dem Streit mit Samuel, lebt Raven allein und einsam auf Morar nur Finley und Erin und David leisten ihm Gesellschaft, David nicht ganz freiwillig, er wird von Raven gefangengehalten.
Als Isabell von Ravens Existenz erfährt und von dem Gift das er produziert, macht sie sich auf nach Morar und Sean soll dafür sorgen das sich Raven *wohlfühlt* um die Giftproduktion zu steigern.
Und sie schreckt auch vor rigorosen Mitteln zurück.


Meine Meinung:
Eins vorweg, um alles nachvollziehen zu können muss man zwingend auch die ersten beiden Bücher lesen, was in diesem Fall aber auch ein Vergnügen sein wird.
Auch im dritten Teil der Reihe muss man sich einlassen können, auf Liebe, Sex und auch Gewalt doch wenn man hinter die Zeilen blickt, kann man eine Botschaft erkennen *Jeder hat ein Recht auf Liebe und es lohnt sich dafür zu kämpfen, allen Widerständen zum Trotz*
Ob die Autorin darauf abzielte kann ich zwar nicht 100% sagen, aber gelungen ist es ihr auf jeden Fall.
Schlangenfluch 3 ist ein gelungener Abschluss der Trilogie.
Mein Fazit: Auch wenn ich immer schimpfe das Fantasyautoren für meinen Geschmack zu häufig eine Trilogie ankündigen die dann doch aus gefühlten 231 Teilen besteht. Hier geht doch noch was ;o)
  • Broschiert: 268 Seiten
  • Verlag: Dead Soft Verlag; Auflage: 1 (20. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3944737326
  • ISBN-13: 978-3944737324

Freitag, 7. März 2014

Giftmorde, 15 tödliche Anleitungen Hrsg: Andreas M. Sturm





 Text aus der Lovleybooks Leserunde:
Der Giftmord, in den frühen Jahren der Menschlichen Geschichte eine beliebtes Mittel zum Morden. Nicht nur Agatha Christies Giftmordkrimis oder der spektakuläre Regenschirm-Mord mit einer präparierten Ricin-Sonde bis zur antiken Kriegsführung mit vergiftetem Wasser reichen die Geschichten die das Thema bekannt machten. Krimiautoren aus Deutschland haben sich jetzt dem speziellen Gebiet angenommen und eine Fundgrube von mörderischen Methoden und Wegen zusammengefasst. Und das Mordinstrument? Giftpflanzen findet man überall in der Natur, und nicht nur dort. Giftpflanzen wachsen auch in Gärten und Parkanlagen, es gibt sie als Zimmerpflanzen und als Schnittblumen. Eine gute Vorlage für ein mörderisches können ...

Krimi-Anthologie mit den Autoren Marina Arnold, Traude Engelmann, Jan Flieger, Romy Fölck, Patricia Holland Moritz, Mandy Kämpf, Frank Kreisler, Cornelia Lotter, Helmuth Scheel, Ingrid Schmitz, Matthias Seydewitz, Sophie Sumburane, Christine Sylvester, Petra Tessendorf

Inhalt:
In 15 Kurzgeschichten führen uns die Autoren durch die  heimische Pflanzenwelt, der Leser lernt Pflanzen näher kennen, an denen er vor der Lektüre des Buches vielleicht achtlos vorüber ging, ohne sich weitere Gedanken über ihre Eigenschaften zu machen, im Gegensatz zu den Autoren, die sich genau darüber informiert haben, was die Apotheke der Natur an Giftstoffen bereit hält, mit denen unliebsame Zeitgenossen möglichst unauffällig aus dem Weg geschafft werden können, aber natürlich geht auch so mancher Plan schief.

Meine Meinung:
Selten habe ich mich bei einer Anthologie so durchgängig gut unterhalten gefühlt,
15 Geschichten = 15 Mal, Spannung, Humor, Melancholie . Jeder einzelne der Autoren besticht durch seinen Schreibstil und seine Fantasie, nicht eine der Geschichten war langweilig, zwar war ich bei der einen oder anderen Geschichte davon überzeugt das Ende schon vor dem letzten Satz zu kennen aber auch da wurde ich oft eines Besseren belehrt, unberechenbar wie ihre eingesetzten Gifte, führten die Autoren mich auf falsche Fährten und ließen mich staunend zurück.
Der Herausgeber hat eine wirklich gute Auswahl an Geschichten getroffen und auch die Gestaltung des Buches ist hervorragend gelungen, im Innern befinden sich Fotos der eingesetzten Pflanzen.
Kurzgeschichten haben, wenn sie gut sind, immer etwas besonderes, sie müssen auf wenigen Seiten so viel an den Leser bringen als wären sie ein ganzer Roman, diese Fantasie in den Köpfen der Leser an zuschalten, gelingt nicht jedem um so mehr freue ich mich wenn ich wie für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung aussprechen kann.

Ein besonderer Dank geht an Andreas M. Sturm, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat, ohne Lobhudelei zu erwarten.
  • Broschiert: 216 Seiten
  • Verlag: Fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1 (4. November 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942829088
  • ISBN-13: 978-3942829083