Montag, 30. März 2026

Der letzte Flug des Phönix: Ein (komisches) Drama in 3 Akten. von Markus Heitkamp


Klappentext:
Folgen Sie dem Leidensweg eines, bei einer mehr oder minder erfolgreichen Autorin lebenden Wellensittichs, der eigentlich nur eines will. Seinem langweiligen Dasein ein Ende bereiten. Und das, ohne Rücksicht auf Verluste. Dass dabei Großbrände entstehen, Dämonen beschworen werden oder eine Flut ganze Landstriche dem Erdboden gleichmacht, nimmt er als Kollateralschäden in Kauf. Und dann ist da noch diese Gruppe marodierender Hamster.

Ich liebe ungewöhnliche Geschichten und die Geschichte von Houston, dem kleinen grünen Wellensittich, gehört auf jeden Fall in diese Kategorie. Schon das Vorwort ist etwas Besonderes. Oft wird so etwas ja von Freunden oder Bekannten des Autors geschrieben, aus Gefälligkeit oder gegen einen mehr oder weniger kleinen Obolus. Hier ist das definitiv nicht der Fall, denn Frida, die Katze des Autors Markus Heitkamp, hat es verfasst. Und wir alle wissen: Eine Katze ist unbestechlich. Was also war ihre Intention? Mitleid mit dem Autor. 😀

Aber kommen wir zur Geschichte. Houstons Leben als Wellensittich ist langweilig und er ist fürchterlich genervt von seiner Halterin Leila Rottbram, einer nicht ganz so erfolgreichen Liebesromanautorin, seiner Lebensabschnittsgefährtin Täubchen und ihren sieben, in Worten: sieben Babys. Der immer gleiche Trott, jeden Tag aufs Neue. Irgendwie nachvollziehbar, dass er die Faxen dicke hat. Dass er seinem Leben ein Ende setzen will, ist vielleicht ein drastischer Plan, aber so ist es nun einmal.

Wir begleiten Houston dabei, wie er Pläne schmiedet und können die Ergebnisse beobachten. Die Geschichte ist in drei Akte unterteilt und immer wieder durch Content Notes unterbrochen. Und kurze Erklärungen dazu, wie das Buch zustande kam, und Anmerkungen von Frida, ihr erinnert euch, der Katze, die auch das Vorwort verfasst hat. Ich erzähle euch nicht mehr über den Inhalt als ihr aus dem Klappentext erfahrt das würde zu viel verraten.

Ich kann euch aber verraten, dass ich beim Lesen eine Menge Spaß hatte. Die Geschichte ist böse, voller schwarzem Humor und einer ordentlichen Portion Situationskomik. Der Autor hat es geschafft, dass ich jede Szene vor meinem inneren Auge sehen konnte. Houston ist zwar etwas sexistisch und manchmal auch ein richtiges Ekel (Ich spare mir das Wort mit dem der Autor ihn betitelt) trotzdem mochte ich ihn irgendwie. Vor allem, weil… nein, auch das verrate ich nicht.

Das Buch ist ein absolutes Muss für alle, die auf ungewöhnliche, schräg komische Literatur stehen. „Der letzte Flug des Phönix“ ist mehr als nur ein skurriler Wellensittich‑Roman, er ist eine Art literarisches Spektakel mit scharfem Blick auf Absurdität, Langeweile und die Marotten des Schreibens selbst. Wer auf eigenwillige Stimmen, etwas böse Satire und eine Hauptfigur steht, die man eigentlich nicht mögen sollte , wird dieses Buch mit hoher Wahrscheinlichkeit lieben.





ASIN ‏ : ‎ B0GN3SBVCG
Herausgeber ‏ : ‎ Independently published
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 10. Februar 2026
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 112 Seiten
Cover und die Innengestaltung von Carolin Summer .

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