Sonntag, 23. Januar 2022

Später von Stephen King

 


Jamie Conklin wächst in Manhattan auf und wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, aber er steht seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann von klein auf die Geister kürzlich Verstorbener sehen und sogar mit ihnen reden. Und sie müssen alle seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner großen Bestsellersaga bleibt leider unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe … Die beiden treten eine Reihe von unabsehbaren Ereignissen los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod.

Was soll ich sagen, mit Später hat Stephen King wieder einmal bewiesen, dass er nicht umsonst der Meister genannt wird. Ich habe es mir schon lange abgewöhnt seine Bücher mit bestimmten Erwartungen zu lesen, denn der Meister ist immer für Überraschungen gut. 

Jamie lebt mit seiner Mutter Tia in Manhatten, Tia hat die Literaturagentur ihres dementen Bruders übernommen und gerade als sie sich mit der fast insolventen Agentur wieder in die Erfolgszone gekämpft hat, stirbt der Autor, der den Erfolg ihrer Agentur ausmacht. Hier kommt nun Jamies besonderes Talent zum Einsatz, gemeinsam mit seiner Mutter und deren Freundin macht er sich auf den Weg zum Anwesen des Autors in der Hoffnung, dass sein Geist noch da ist und ihnen das Ende der Bestseller-Saga erzählt.

King wäre nicht King, wäre die Story so ein einfach. King erzählt die Geschichte einer besonderen Beziehung zwischen Mutter und Tochter, von absolutem gegenseitigem Vertrauen. Stephen King schafft es auch dieses Mal, die Geschichte eines Kindes aus der Sicht eines Kindes zu erzählen, ohne, dass das besagte Kind nervt, um es drastisch zu sagen. Sein Verständnis für Kinder ist immer wieder bemerkenswert. Natürlich ist Jamie mit seinen 9 Jahren und in dem Wissen um seine besondere Begabung manchmal ziemlich alt, klug, aber beim Lesen spürt man auch, seine Ängste, er ist eben ein Kind und kein Superheld. Die Geschichte hat natürlich Horrorelemente, wie bei dem Autor zu erwarten ist. Jamie muss gegen einen Dämon kämpfen und hier sind in der Story wieder Verweise auf andere Romane und Erzählungen versteckt. 
Bernhard Kleinschmidt hat das Buch aus dem englischen übersetzt und dieses Mal ist ihm das gut gelungen, ich habe zugegebenermaßen schon mal mit seinem Stil gehadert, doch dieses Mal passt für mein Empfinden alles.


  • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag (15. März 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 304 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453273354
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453273351
  • Originaltitel ‏ : ‎ Later





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