Freitag, 14. Januar 2022

Elegie von Janika Rehak ein ZZG Roman

 


Lüneburger Heide, Mai 2020 Star-Pianist Yosh Maibach steckt in der Krise: Frau weg, Inspiration weg, die Karriere ödet ihn nur noch an. Als dann auch noch Zombies durch seinen Vorgarten laufen, schließt er sich in seinem Herrenhaus ein, ohne Absicht, es je wieder zu verlassen. Yosh hat immer für die Musik gelebt. Nun ist seine Welt verstummt. Bis eines Tages eine Gruppe unerwarteter Gäste vor seiner Tür steht.

Ich bin ein großer Freund der ZZG-Reihe aus dem Amrûn-Verlag und so lag es Nahe, dass auch Elegie seinen Weg in mein Bücherregal fand, jetzt ist es aber so und das kennen viele von Euch, Bücher, die man unbedingt lesen will und sofort nach Erscheinen kauft, landen schon mal auf dem SuB und müssen warten. Davon habe ich einige und damit das nicht auch mit Elegie passiert, habe ich mich selber ausgetrickst und es mit in die Challenge:

Vielleser
Verringern
Volumen
Lies Dein Ding

genommen. 

Jetzt aber zum Buch, dem ersten ZZG-Roman, nach vielen Kurzgeschichten und einigen Novellen hat Janika Rehak ihren Lesern nun einen fast 300 Seiten umfassenden Roman erschaffen.

Yosh ist mitten in den Vorbereitungen für eine Sommerparty in seinem Herrenhaus auf dem Land und sein größtest Problem ist, das eine Lichterkette zu kurz für die Bäume ist, an denen er sie anbringen will, denn seine Frau Fenia, liebt Lichter und Yosh hofft inständig, dass sie zur Party kommt und zu ihm zurück.
Doch bevor es so weit kommen kann, bricht die Zombie-Apokalypse über Deutschland herein. 

Janika Rehak beschreibt die besondere Situation während einer erzwungenen Isolation, deren Ende nicht abzusehen ist und in der jeder, der sie von außen durchbricht, den Tod bringen kann und so entsteht im Herrenhaus eine seltsame Atmosphäre. Sie sind zu viert Yosh, seine Haushälterin Senta, sein Freund Vincent und Kiyomi seine Stiefschwester, die er erst als fast Erwachsene kennenlernte. Im Laufe der Zeit entwickelt sich zwischen den Stiefgeschwister eine sehr enge Beziehung, die sich noch intensiviert, nachdem im Herrenhaus die ersten Toten zu beklagen sind. Als eine Gruppe Fremder das Haus erreicht, lässt Yosh zu, dass sie sich einrichten und das Kommando übernehmen, das ist zunächst einmal nicht zu seinem oder Kiyomis Schaden, die Gruppe sichert das Haus und teilt die noch vorhandenen Vorräte ein, erst als Vero die Tochter der Haushälterin ankommt und von einer Fluchtmöglichkeit aus Deutschland berichtet spaltet sich die Gruppe und eine von ihnen will das Haus unter keinen Umständen verlassen.

So genug gespoilert. 
Die Herausgeberin Claudia Rapp hat gut daran getan sich des Romans anzunehmen,  er regt wie so viele Kurzgeschichten und Novellen aus der ZZG-Reihe zum Nachdenken an und auch die Zombies kommen nicht zu kurz, es gibt sie, die ekligen Szenen, die wir doch so sehr lieben. Die Mischung ist der Autorin perfekt gelungen.
Sensiblere Menschen sollten sich die Triggerwarnung vorn im Buch zu Herzen nehmen, denn alles vor dem in dieser gewarnt wird, kommt im Buch vor: Suizidalität, Drogenmissbrauch, häusliche Gewalt, dysfunktionale Familienkonstellationen und doch sehr drastische Szenen, aber die erwartet man als Leserin und Leser ja nun wirklich in einem Roman über Zombies.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung.

Die Umschlaggestaltung ist übrigens von Christian Günther und sie ist sehr gut gelungen.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Amrun Verlag; 1. Edition (12. November 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 300 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3958694691
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3958694699
 

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