Mittwoch, 11. Dezember 2019

Wintertöchter - Die Kinder von Mignon Kleinbek


Inhalt: Das Buch beginnt mit einem Rückblick auf den ersten Teil, das ist für diejenigen, die die Bücher nicht kurz nacheinander lesen konnten eine hervorragende Gelegenheit die Erinnerungen an die Geschehnisse auf dem Julianenhof aufzufrischen. Und obwohl ich den ersten Teil ja gerade erst beendet hatte, las ich den Rückblick gern.
Und was geschieht im zweiten Band?
Das Leben für Anna, Barbara und Marie wird nicht leichter.
Marie kämpft sich nach einem Schlaganfall zurück ins Leben und Anna trauert um ihre große Liebe Mathis, der nach einem Sturz vom Heuboden stirbt und sie schwanger zurücklässt. Einzig Barbara, findet ihr persönliches Glück in der Beziehung zu dem Arzt Kilian, der mit seinem kleinen Sohn Niklas Urlaub auf dem Haindlhof macht.
Doch für Trauer bleibt nicht viel Raum in jenen Zeiten und so geht Anna zurück auf den Julianenhof wo sie wieder auf Roman trifft und damit wieder in einen Kreislauf von Missbrauch und Gewaltt.

Selten hat mich ein Buch, das man durchaus im Fantasy Bereich ansiedeln kann, so traurig und wütend zurückgelassen, traurig, weil das Schicksal der Frauen so sehr zu Herzen geht und wütend, weil Roman immer irgendwie davon kommt.
Roman, der unstete Geist der Marie umgarnte bis sie einer Heirat zustimmte, nicht ahnend das er nur an ihr Geld wollte und als sich nicht alles so entwickelte wie er sich das vorstellt, sein zweites Gesicht zeigt, brutal und rücksichtslos nimmt er sich was er will und alle verschließen die Augen vor dem, was auf dem Julianenhof geschieht.
Das mag der Zeit geschuldet sein, in der die Geschichte spielt, es gab Dinge, über die nicht gesprochen wurde, sehr viel hat sich ja bis heute in dieser Hinsicht nicht geändert.

Barbara wird zu einer folgenschweren Tat gerieben, um Anna zu retten, diesen Entschluss (was genau sie tut, verrate ich euch jetzt nicht) fasst sie, als sie mithilfe ihrer Gabe Anna rettet, die durch eine Lungenentzündung dem Tode näher ist, als dem Leben. In einer Zwischenwelt trifft sie auf Juliane die Urahnin der Familie, die sie eindringlich davor warnt, Anna und nicht nur diese in Romans Nähe zu lassen.

Ganz oft habe ich beim Lesen vergessen wie alt Anna eigentlich ist, sie handelt und fühlt meist, wie eine Erwachsene und dabei ist sie noch ein Kind, das in wenigen Lebensjahren mehr erlebte und erleiden musste als so mancher Erwachsene  in seinem ganzen Leben. Sie ist allein in ihrem Leid, trotz aller Liebe die ihr von ihrer Familie entgegengebracht wird.

Wintertöchter Die Kinder, ist wie auch schon der erste Band kitschfrei und doch hochemotional, das Buch schlägt eine Brücke zwischen dem ersten Band Die Gabe und dem abschließenden Buch Die Frauen, ich weiß das, weil ich mit dem dritten Buch schon begonnen habe.

Ich kann nicht anders, ich muss auch für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung geben.

  • Taschenbuch: 342 Seiten
  • Verlag: pinguletta Verlag (21. November 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3981767896
  • ISBN-13: 978-3981767896





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