Montag, 2. Dezember 2019

„Nachdem du Poppy gelesen hast, möchtest du das Mädchen nie wieder allein lassen .“Tim Robbins – Regisseur/Schauspieler. Ein Interview mit Astrid Korten



Liebe Astrid, herzlich willkommen im Bücherhaus. Ich freue mich sehr das du dich bereit erklärst hast, ein paar Fragen zu beantworten. Kaffee und frisch gebackene Torte stehen bereit.


1.) Für die Leser, die dich vielleicht noch nicht kennen, magst du dich mit 5 Worten beschreiben?

Ideenreich, humorvoll, zuverlässig, großzügig, ungeduldig.
(Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen, Astrid Korten gehört zu den nettesten und großzügigsten Menschen die ich kenne, am Ende des Interviews, werdet ihr das auch selber sehen können)

2.) Wenn du nicht schreibst, was tust dann am liebsten?
Ich male Öl auf Leinen, treibe ein bisschen Sport und bin Familienmensch.

3.) Hast du einen Lieblingsschriftsteller, wenn ja, was fasziniert dich an ihm oder ihr?

Ja, die Geschwister Brontee. Sie begleiten mich schon mein ganzes Leben. Mir gefällt es, wie sie ihr Können in der viktorianischen Zeit und unter schwierigsten Bedingungen unter Beweis stellen konnten und SchriftstellerInnen wurden. In der Kindheit haben sie ihre Geschichten auf Toilettenpapier geschrieben, weil nichts anderes da war.


4.) Bald erscheint dein zweites Buch um den Ermittler Ibsen, hast du geplant ihm eine längere Reihe zu widmen?

So ist es. Ibsen wird meine Reihe für den Piper-Verlag. Es gibt weitere spannende Fortsetzungen.

5.) Ibsen ist ein sehr spezieller Charakter, was hat dich inspiriert ihn gerade so zu erschaffen wie er ist?

Ich finde viele Ermittler so „abgenutzt“. Deshalb wollte ich einen besonderen Charakter schaffen. Ich mag ihn sehr. Er ist so abseits vom Mainstream. Das beginnt schon mit seinem Namen.


6.) Diese Fragen waren zum warm werden, jetzt kommen wir zu dem Punkt über den wir bei unserem viel zu kurzen Treffen auf der FBM19 gesprochen haben. Du hast mich ja sehr neugierig gemacht.

Du hast mir erzählt, dass du in die USA fliegst und zwar für etwas ganz besonderes. Was kannst und darfst du mir und meinen Lesern denn verraten?




Letzte Woche ist mein brandneuer Psychothriller „Poppy“ erschienen. Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit um einen Kindesmissbrauch. Ich schreibe oft zuerst ein Drehbuch und reiche es dann in USA bei meinem Agenten oder im Drehbuchwettbewerb ein. In USA wurde der Roman nominiert. Aber dann geschah noch etwas. Ich hatte vorher für Piper einen Thriller geschrieben, der in USA spielt, dort auch nominiert wurde, und der im Herbst 2020 im Piper-Verlag veröffentlicht wird.
Mit diesem Drehbuch ist Tim auf mich aufmerksam geworden. Warum …? Das darf ich leider nicht verraten. Aber wenn das Buch auf dem Markt ist, wird jeder es verstehen. So kam auch Poppy zu ihm. Jedenfalls hat mein Agent einige Tage später das Drehbuch angeboten und ich wurde eingeladen. Man darf gespannt sein, wie dieses schwierige Thema umgesetzt wird.


                                          


Mittlerweile ist das Buch erschienen und es gibt schon viele Stimmen dazu, allein die Rezensionen auf Amazon zeigen wie tief die Leser durch Poppys Geschichte erschüttert sind und da ich das Buch auch gelesen habe, kann ich die Emotionen, die es hervorruft absolut nachvollziehen.
Da das kleine Mädchen aus dem Buch keine Fiktion ist, interessierte mich natürlich auch ihr weiteres Schicksal, so das es doch noch eine 7. Frage gab.

7.) Wie geht es Poppy heute, wie konnte sie die Erlebnisse in ihrer Kindheit verarbeiten.

Ich habe per Zufall Poppys Akte gelesen, weil ich in den Semesterferien bei einem Psychiater gearbeitet habe. Poppy hat als Teenager eine Therapie gemacht. Ich habe sie nie darauf angesprochen, weil mir das untersagt wurde. Wir haben uns Jahre später mal zum Essen getroffen und da hat sie mir von sich aus davon erzählt. Poppy hat einen sehr netten Mann kennengelernt (da war sie 32) und vier Kids bekommen. Sie lebt heute im Norden des Landes. Ihr Mann ist früh gestorben.

Poppy ist eines von vielen Kindern auf der ganzen Welt, die täglich unter Missbrauch zu leiden haben, umso wichtiger sind Bücher wie dieses, denn vielleicht öffnet es dem einen oder anderen die Augen. Es kostet nicht mehr als ein bisschen Überwindung seltsame Vorkommnisse in der Familie oder Nachbarschaft beim Jugendamt  zu melden, lieber schauen die Mitarbeiter dort einmal zu viel nach dem Rechten als einmal zu wenig.
Auch Betroffene finden dort Hilfe.
Astrid Korten selbst unterstützt den Kinderschutzbund, terre de femme und den Verein Lebenshilfe e.v.


Ihr könnt auch etwas gewinnen, mir wurden von Astrid 3 Sets bestehend aus Buch, Kugelschreiber Taschenlampe und einer Autogramm Karte zur Verfügung gestellt, die ich unter euch verlosen darf.







Beantwortet mir hier oder auf meiner Facebookseite folgende Frage:
Unterstützt ihr gemeinnützige Vereine, die sich speziell für Menschenrechte einsetzen?

Das Kleingedruckte:
wichtig. LESEN.
Teilnahmebedingungen
-das Gewinnspiel endet am 07.12.2019 um Mitternacht.
- den Beitrag auf dem Blog und/oder auf Facebook kommentieren
- Teilen wäre lieb, ist aber kein Muss
- Teilnahme ab 16 (oder mit Erlaubnis der Eltern) und mit Wohnsitz in Deutschland
- Kein Ersatz, wenn der Postbote lieber selbst das Buch lesen möchte
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung nicht möglich
- Die Adresse wird nur für den Versand des Buches an die Autorin weitergegeben

- Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook

Das Gewinnspiel ist beendet und die Gewinner sind ausgelost, Toldi du hast gewonnen,
Allen anderen Danke ich fürs Mitmachen.


6 Kommentare:

  1. Hallo tigerle,

    ich unterstütze das FrauenkulturZentrum in Bielefeld. Dort setzen sich viele neben der einen Angestellten viele Frauen ehrenamtlich für Kinder und Frauen mit Gewalterfahrungen ein und helfen denen wieder ein angstfreies Leben zu führen.
    Toll, dass du dies Interview geführt hast und dem Thema Platz gibst.

    Für Menschen mit Missbrauchserfahrungen kann ich nur empfehlen sich an den Betroffenenrat zu wenden und sich dort Hilfe zu holen und sich über Opferentschädigungen zu informieren.

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  2. achso..wie unfreundlich von mir ohne Name posten..

    lieben gruß
    Yvette

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  3. Antworten
    1. Nein tue ich nicht. Ich unterstütze Hilforganisationen, aber überwiegend für Hilfe bei akuten Notsituationen.

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  4. Nicht regelmäßig und keinen Bestimmten. Manchmal trifft es aufeinander und dann unterstütze ich auch gerne, aber eher per Zufall und nicht gezielt.
    LG vecha

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  5. Nein, arbeite aber seit 30 Jahren mit Kindern. Nehme meinen Schutzauftrag sehr ernst und setze mich für die Rechte der Kinder ein

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