Freitag, 20. Dezember 2019

Wintertöchter: Die Frauen von Mignon Kleinbek


Ich habe zig Versuche geschrieben und wieder verworfen, um eine Rezension zu verfassen, die euch nicht spoilert. Aber allein die Tatsache das es sich bei Die Frauen um den 3. Band der Forstau Saga handelt, ließ das zu einem unmöglichen Unterfangen werden.
Deshalb gibt es eine Spoilerwarnung.

Inhalt:
Im November 2004 liest Barbara die Tagebücher ihrer Nichte Anna und trifft eine Entscheidung, die die Leben aller Beteiligten von Grund auf ändern wird, sie schickt die Bücher nach Deutschland zu Helena, die in Heidelberg an einem wissenschaftlichen Institut arbeitet.
Mit Ende 40 lebt diese allein in einer kleinen Mietwohnung im Haus ihrer mütterlichen Freundin Rosa, den Kontakt zu ihrer Familie hat sie auf ein Mindestmaß eingeschränkt, von ihrer Zwillingsschwester Christina hat sie nicht einmal mehr eine aktuelle Adresse und sieht sie nur zu besonderen Gelegenheiten.
Helenas Kindheit war schwierig, da sie immer wieder unter unerklärlichen Anfällen litt, sahen ihre Eltern keine andere Möglichkeit als das Kind in die Obhut der Ärzte zu geben. In Helenas Erinnerung wurde nur Christina, der Sonnenschein der Familie, von den Eltern bedingungslos geliebt.
Die Tagebücher Annas bringen Helena und Christina zusammen und gemeinsam fahren sie nach Österreich.

Die beiden erwachsenen Frauen, kamen mir über weite Strecken des Romans wie Teenager vor unreif, zickig und aufeinander eifersüchtig, ihre Beziehung untereinander war geprägt von ihrer Kindheit. Während sich Helena zurecht von ihren Eltern unverstanden und zurückgewiesen fühlte und dabei zusehen musste wie sich alles im Haus um die fröhliche Christina drehte, fürchtete diese immer aufzufallen und ebenfalls den Unmut ihrer Eltern auf sich zu ziehen.
Beide waren zu jung um die unerträgliche Situation der anderen zu erkennen und gingen unbewusst auf Abstand zueinander.
In der Forstau treffen die Frauen auf Barbara und während Helena der alten Frau offen entgegenkommt ist Christina gewohnt zickig, aber daran ist Barbara nicht ganz unschuldig, sie ist verbittert geworden im Laufe der Zeit und trägt schwer an der Vergangenheit.

Je mehr die Geschichte aufgeklärt wird, je mehr die Zwillinge über sich und ihre Familie erfahren, desto mehr lösen sich die Fesseln der Vergangenheit und desto mehr Verständnis und Liebe entwickeln die einzelnen Personen zueinander.

Der dritte Band der Forstau Saga dreht sich natürlich auch um die Gabe, der Fantasyanteil kommt sicher nicht zu kurz, auch wenn ich hier kaum darauf eingehe. Wichtiger für mich war aber das was ich aus dem Buch herauslas.
Jede Entscheidung, die wir treffen, hat Einfluss auf unsere Zukunft und auf die Zukunft anderer, die meisten sind unbedeutend und nicht relevant, andere verändern unser Leben und das der andern, manchmal zum Guten manchmal zum Bösen. Egal wie wir entscheiden wir müssen damit leben, es gibt keinen Weg zurück.  Wir können immer nur versuchen unser Leben so zu leben, das wir am Ende sagen können, ich habe mein Bestes versucht und wir müssen miteinander Reden, reden mit denen die uns wichtig sind.
Von mir bekommt auch dieser Band eine absolute Leseempfehlung.
Und damit natürlich auch die komplette Reihe,
Wir verlassen mir Die Frauen, die Forstau und ich warte gespannt auf weitere spannende und emotionale Romane aus der Feder Mignon Kleinbeks.

  • Taschenbuch
  • Verlag: pinguletta Verlag (2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3948063052
  • ISBN-13: 978-3948063054









Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hier dürft ihr mir eure Kommentare hinterlassen. Bitte beachtet: DATENSCHUTZ: Mit dem Abschicken des Kommentars nehme ich zur Kenntnis und bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden!