Als ihr Freund Karel scheinbar grundlos verschwindet, vertieft sich Helen immer weiter in die Manuskripte und Briefe. Je mehr sie sich damit beschäftigt desto mehr ist sie bereit an die Existenz Melmoth zu glauben und sie fühlt sich verfolgt.
Meine Meinung:
Ich hatte zugegeben meine Schwierigkeiten in das Buch einzusteigen, aber als ich mich erst einmal auf den ruhigen Schreibstil und die besondere Art die Geschichte zu erzählen einlassen konnte, lies es mich nicht mehr los. Der Autorin ist es gelungen mit ihrer Art zu schreiben eine Sogwirkung zu erzielen die den Leser mitreißt.
Zunächst glaubt man es handele ich bei Melmoth um eine klassische Schauergeschichte, bis nach und nach die Hintergründe an Tageslicht kommen. Der Leser erfährt mehr aus den Manuskripten und auch Helens Geschichte wird offenbart, ich kann euch natürlich nicht mehr erzählen nur soviel, es geht um Schuld und Reue um den Versuch Buße zu tun für Verfehlungen die man aus Bosheit oder aus Sorglosigkeit begeht.
Buße die dazu neigt zu übertreiben und an Selbstkasteiung grenzt.
Auch Helen hat, wie wir spät erfahren Schuld auf sich geladen und sie bedarf der Hilfe und der Unterstützung von Menschen die sie lieben und von denen sie nicht erwartet hat das sie ihr Sympathie entgegen bringen.
Jetzt habe ich euch doch etwas verraten, aber vielleicht macht euch das neugierig auf dieses außergewöhnlich Buch.
Mir ist es wirklich ans Herz gewachsen.
- Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
- Verlag: Eichborn; Auflage: 2. Aufl. 2019 (30. September 2019)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 384790664X
- ISBN-13: 978-3847906643

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