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Meine Meinung:
Auch wenn Lewis Boyle hier schon seinen zweiten Fall löst, habe ich keine Informationen vermisst. Sarajewo Disco kann also gut eigenständig gelesen werden.
Viele Protagonisten und unterschiedliche Handlungsstränge erfordern ein gewisses Maß an Konzentration und Ausdauer beim Lesen, die sollte man zwar bei allem was man liest aufbringen, aber manchmal schadet ein kleiner Hinweis nicht. Das Buch ist nicht dafür geeignet es schnell mal zwischendurch zu lesen. Im Mittelteil zieht es sich auch ein klein wenig, hier kommt dann die geforderte Ausdauer ins Spiel, aber dafür wird man mit einem mehr als spannenden Finale belohnt.
David Gray hat mit Boyle einen authentischen Charakter entwickelt, der flucht, der lügt, der betrügt und auch schon mal einen kleinen Schritt neben der Legalität handelt und seine persönlichen Beziehungen zur Hamburger Unterwelt nutzt um an sein Ziel zu gelangen.
Mit jeder Zeile in dem Buch merkt man: Die Zeiten Derricks sind vorbei, der deutsche Krimi ist in der Realität angekommen, einer Realität in der sich auch die Guten die Finger schmutzig machen müssen um schlimmeres zu verhindern.
Mit einem Klick auf das Cover seit ihr direkt bei der Verlagsseite, das dürft ihr gern als Werbung verstehen.
- Taschenbuch: 496 Seiten
- Verlag: Pendragon (25. August 2017)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3865325858
- ISBN-13: 978-3865325853

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