Sonntag, 20. Juli 2014

Nur wer fällt, lernt fliegen von Anna Gavalda



Inhalt:
Auf einer Wanderung in den Cevennen stürzen Billie und ihr Freund Franck in eine Erdspalte, weit ab von den üblichen Wanderrouten scheint eine Rettung so schnell nicht möglich. Biliie will alles tun um ihren verletzten Freund zu retten und wendet sich an ihrer Beider Stern, der gefälligst Hilfe schicken soll und um diesen Stern dazu zu bringen erzählt sie ihm von ihrem und Francks Leben, eine Geschichte an deren Ende eigentlich das versagen Billies und die Verzweiflung Francks stehen müsste, denn Billie stammt aus der Unterschicht und wuchs ohne Liebe und ohne Zukunftsperspektiven auf und Franck müsste als Homosexueller dessen Vater seine Neigung auf gar keinen Fall aktzeptiert, der gehänselt und verspottet wird eigentlich an seiner Umwelt und dem Druck zerbrechen. Doch das Schicksal will es anders. Gemeinsam müssen sie in der Schule eine Theaterszene spielen und die Proben dazu sind der Beginn einer ungewöhnlichen und lebenslangen Freundschaft.
Meine Meinung:
Hat man sich erst einmal an die rotzige Ausdrucksweise Billies gewöhnt und lässt sich mitnehmen in ihre teilweise sehr gewöhnungsbedürftige Gedankenwelt, erwartet den Leser eine anrührende, beeindruckende Liebesgeschichte, einer Liebesgeschichte die nichts mit der Anatomie eines Menschen zu tun hat, wie Billie einmal in einer Diskussion über die Theaterszene sagte. Anna Gavalda versteht es ihren Lesern das Gefühl zu vermitteln das es aus jeder Situation einen Ausweg gibt, das man sein Leben immer wieder neu beginnen kann, so lange es jemanden gibt der zu einem steht und von dem man respektiert wird. *Nur wer fällt, lernt fliegen* ist kein Buch für Jedermann, obwohl es nicht einmal 200 Seiten stark ist, braucht man Zeit und Muße es zu lesen und auch etwas Geduld, denn erst zum Ende der Geschichte offenbart sich ihre ganze Schönheit.

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