Donnerstag, 17. Juli 2014

Hier könnte ich zur Welt kommen von Marjorie Celona


Klappentext:

Vancouver Island, ein kühler Morgen im August, früh um fünf: Eine schmale junge Frau im groben Arbeitsoverall legt ein winziges Bündel auf einer Türschwelle ab und eilt davon. Das Bündel ist ein neugeborenes Mädchen, eingewickelt in ein graues Sweatshirt, ein Schweizer Messer zu ihren Füßen als einzige Erinnerung an ihre Mutter. Shannon findet schließlich bei der warmherzigen Miranda und ihrer Tochter Lydia-Rose ein Zuhause. Doch sie fühlt sich dort stets wie eine Fremde – von wem hat sie den blonden Lockenbusch auf dem Kopf, woher die kleine Statur? Die Frage danach, warum sie ist, wie sie ist, und die drängende Sehnsucht, ihre Mutter zu finden, lassen sie nicht los, und so macht sie sich mit sechzehn auf die Suche nach der Unbekannten im Overall, das Schweizer Messer in der Tasche. Ihr Weg führt sie zu einem Ort in den Urwäldern von Vancouver Island, deren Kronen sich mächtig und uralt wie ein Gewölbe über den Menschen aufspannen, ihnen Geborgenheit und Schutz geben. Was Shannon dort findet, ist eine ergreifende Geschichte von wilden Herzen, beschädigten Helden und von leisem Schmerz. Ein Mädchen auf der Suche nach ihrer Herkunft, nach dem, was war. Eine Mutter, die das Vergangene vergessen will. Ein bewegendes Debüt, das freilegt, was Worte wie Identität, Familie und Zuhause wirklich bedeuten.

Inhalt: Der Debütroman Marjorie Celonas, erzählt die Geschichte von Shannon, einem jungen Mädchen auf der Suche nach sich selbst, nach ihrer Mutter schlicht nach ihren Wurzeln. Von ihrer Mutter gleich nach der Geburt ausgesetzt, beginnt für das Mädchen ein Leben in verschiedenen Pflegefamilien. Ein Leben, das nicht immer von Geborgenheit und Glück geprägt ist. Erst als sie zu Miranda und ihrer Tochter Lydia-Rose zieht, findet sie so etwas wie eine Familie, auch wenn sie diese Familie lange nicht annehmen kann. Als Teenager macht sich Shannon auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter.

Meine Meinung: Der Autorin hat eine berührende Geschichte geschrieben, ohne auf die Tränendrüse zu drücken, etwas das Angesicht des schwierigen Themas sicher nicht einfach war. Shannon erzählt uns ihre Geschichte und sie berichtet uns warum ihre Mutter sie ausgesetzt, so das der Leser schon recht früh erfährt das ihre Suche von Erfolg gekrönt sein wird, ein Umstand der normalerweise einer Geschichte die Spannung nimmt, da es aber im Roman *Hier könnte ich zur Welt kommen* nicht um Spannung geht, tut dieser Umstand dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Ich habe das Buch sehr gern gelesen, jedes Mal wenn ich es wieder aufschlug hoffte ich etwas positives zu lesen, ein Happy End für Shannon und für ihre Mutter. Ob es dazu kommt verrate ich hier natürlich nicht.
Der unsentimentale, bildhafte Schreibstil der Autorin ist ein absoluter Pluspunkt und ich hätte nie vermutet das es sich bei Marjorie Celona um eine Debütautorin handelt.

Mein Fazit:
Berührend, anrührend und unsentimental.
Absolut Lesenswert.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar




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