Donnerstag, 8. August 2013

Der Schmerzsammler von Martin Conrath


 


Klappentext:
Fran Miller, Profilerin und Sektenbeauftragte des LKA Düsseldorf, geht einem ruhigen Schreibtischjob nach. Doch während der Ermittlungen zu einem satanistisch motivierten Mord gerät sie selbst ins Fadenkreuz eines obsessiven Killers. Er foltert seine Opfer bestialisch, bevor er sie tötet. Fran erkennt sein Motiv: Er sammelt die Schreie seiner Opfer. Niemand glaubt ihr ? ein tödlicher Irrtum. Denn nicht nur Fran steht auf der Liste des Schmerzsammlers 

Inhalt:
Franziska Miller ist Profilerin und Sektenexpertin beim LKA in Düsseldorf, ein Resort das  eher ein Schattendasein führt und nicht so mit Forschungsgeldern bedacht wird, wie es Franziska und ihre Kollegen gern hätten, erst als ein Serienmörder die Stadt heimsucht  der seine Opfer foltert und sie mit scheinbar okkulten Symbolen zeichnet  zeitgleich ein Grab offensichtlich von Satanisten geschändet wird, bekommt sie die Aufmerksamkeit die ihre Abteilung braucht.

Meine Meinung:
Martin Conrath hat es geschafft einen Thriller zu schreiben, der seine Leser fesselt er führt zwei Handlungsstränge zusammen die für sich schon spannend sind, gemeinsam allerdings ein Buch ergeben, welches man bis zum mitreißenden Finale, in dem die Handlungsstränge logisch und nachvollziehbar zusammenlaufen, nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Seine Protagonisten hat der  Autor sehr anschaulich beschrieben, so anschaulich, das mir  die Hauptperson, Franziska, vom ersten bis zum letzten Wort unsympathisch war, zu viele Characterzüge Frans ließen mich in ihr einen Menschen vermuten den ich nicht in meiner Nähe haben möchte, zu unberechenbar und impulsiv schien sie mir in Situationen die sie nicht unter völliger Kontrolle hat. Aber auch dies rechne ich als Pluspunkt, welcher Autor schafft es schon eine Person zu erschaffen, für die man als Leser so tiefe Gefühle entwickelt und seien sie auch negativ. Einzig das sie für eine Person viele Altlasten mit sich herumschleppt , schwere Kindheit, schlechte Erfahrungen in einer Partnerschaft, ließen mich ein halbes Sternchen abziehen aber halbe Sternchen gibt es nicht und persönliches über die Ermittler gehört zu einem Thriller nun mal dazu.
Zusätzlich hat die Person des Killers und seine Motivation einen Pluspunkt verdient, scheint er auf den 1. Blick kalt und seelenlos  entwickelt er, sobald es um seine Sammlung geht eine Leidenschaft, die ihresgleichen sucht, so das er in seinem Alltagsleben nicht auffällt, ein Killer von dem seine Nachbarn im Nachhinein sagen
*Er hat immer gegrüßt, sonst hatten wir keinen Kontakt*

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2013 (21. Juni 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404168070
  • ISBN-13: 978-3404168071




Mittwoch, 7. August 2013

Throne of Glass von Sarah J. Maas

Das Buch scheint mir ganz interessant zu sein, lest doch mal rein.

Montag, 29. Juli 2013

Was mit Rose geschah von Stef Penney


 

Inhalt:
Als der Privatdedektiv, Ray den Auftrag erhält die vor 6 Jahren verschwundene Rose aufzuspüren, will er zunächst ablehnen, zu sehr belastet ihn das Ergebnis seines letzten Vermissten falls, ein Auftrag der kein gutes Ende nahm, allerdings kann er nicht widerstehen die junge Roma Frau zu suchen, schließlich ist er selber Väterlicherseits ein Roma. Schnell wird ihm klar das die Familie Janko in die Rose ein geheiratet hatte, mehr Geheimnisse verbirgt als auf den ersten Blick ersichtlich ist und das es gefährlich ist, diesen Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung:
Ein wunderbar geschriebener Roman, meiner Meinung nach weniger ein Krimi als die Geschichte einer Familie die mit allen Mitteln versucht Traditionen und Werte lang vergangener Zeiten aufrecht zu erhalten und daran scheitert. Auch wenn die Suche Rays nach Rose, durchaus spannend ist, sind es doch die Einblicke in das Leben der Roma Familien, ihre Bräuche und Traditionen, ihren Aberglauben die das Buch wirklich interessant machen, es weckt das Interesse daran mehr zu erfahren, wie die Roma heute leben, die Geschichte spielt im England der 1980er Jahre, als es noch möglich war wenn auch schwierig, ohne irgendwo registriert zu sein, von einem Ort zum anderen zu ziehen. Es ist eine Geschichte, die unbewusst Toleranz weckt und zum Nachdenken anregt.

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423249617
  • ISBN-13: 978-3423249614
  • Originaltitel: The Invisible Ones

Samstag, 27. Juli 2013

Die Voliere von Marc Oliver Bischof




Inhalt:
Die junge Polizeipsychologin Nina bekommt den Auftrag Gutachten zu erstellen. Gutachten darüber ob die Kriminellen Adam Lefeber( Folter,Mord und Leichenschändung an zwei 12jährigen Jungen, Heinz Rosen (Entführung und Mord) und Wolf Tibursky (Heiratsschwindel, Betrug), die sich zur Zeit in Sicherungsverwahrung befinden, entlassen werden sollen.
Allerdings steht die Entscheidung schon fest, denn ein Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofes hat schon längst entschieden das nachträgliche Verwahrung gegen die Menschenrechte verstößt und die Häftlinge sowie auch Nina werden zum Spielball im Politikzirkus.
Untergebracht in einem alten Gehöft, müssen sich die Häftlinge nicht nur miteinander arrangieren sondern sehen sich auch den Anfeindungen der Dorfbewohner ausgesetzt, die vom ehemaligen Besitzer des Hofes und Ortsvorsteher des Dorfes, Tobin Kiefer, aufgehetzt wurden, eine für alle belastende Situation die sich als ein behinderter Junge aus dem Dorf vermisst wird, gefährlich zuspitzt.


Meine Meinung:
Endlich mal wieder ein Buch das mir schlaflose Nächte bereitet hat, ich musste mich zwingen es aus der Hand zu legen. Zum einen ist das dem absolut fesselnden Schreibstil des Autors geschuldet, der es geschafft hat die Personen glaubhaft und realistisch darzustellen und ihre Gefühle und Ängste und grundlegende Charakterzüge zu vermitteln zum anderen dem Thema, das ich zwar kurz in den Medien verfolgt hatte, es für mich aber, da ich nicht unmittelbar betroffen bin, ad acta gelegt hatte.
Das Buch wirft Fragen auf, was würde ich tun, wenn Gewaltverbrecher in meine unmittelbare Nachbarschaft ziehen würden, würde ich gelassen abwarten was geschieht oder würde ich versuchen mich dagegen zu wehren, könnte ich leben mit der Angst um meine Kinder, Freunde und Nachbarn. Ist es überhaupt möglich Menschen die teilweise einen Großteil ihres Lebens im Gefängnis verbracht haben zu resozialisieren und im besten Fall zu heilen?
Das Buch klingt in seinen Lesern nach, es unterhält nicht nur sondern regt zum Nachdenken an.
Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch zu lesen.
Das Buch kann man direkt beim Verlag bestellen.

http://www.grafit.de/

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Grafit Verlag; Auflage: 1 (5. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894254203
  • ISBN-13: 978-3894254209

Mittwoch, 17. Juli 2013

Maschinenkinder von Frank Hebben

 

Kurzbeschreibung Amazon

Auf der Jagd! Nach Erinnerungen, die sie der Obhut digitaler Datenträger überlassen haben; nach den Resten ihres menschlichen Körpers; nach dem Kick, den man erlebt, wenn man den Tod eines anderen durchs Kabel miterlebt.
All das suchen die Protagonisten dieser Geschichten in einem Labyrinth von miteinander verschalteten Maschinen, Leibern und Geistern. Die Ahnentafel dieser Wesen, die nur zum geringen Teil noch Menschen sind, ist weit verzweigt - jedes Einzelne von ihnen ist ein Maschinenkind.
Dreizehn Erzählungen, in denen die Verschmelzung von Mensch und Technik Welten voll dunkler Wunder und Schrecken hervorbringt.
Mit der Bonusstory "Outage", gemeinsam mit Uwe Post und Thorsten Küper.

Meine Meinung:
Endlich Kurzgeschichten die diesen Namen auch verdienen.
Das ist schon mal der 1. Bonuspunkt.
Man erfährt auf wenigen Seiten alles was für die Geschichte wichtig ist ohne viel überflüssiges Geschwafel.
Sehr flüssig zu lesen, regen die einzelnen Geschichten zum Nachdenken an. Worauf steuern wir zu, machen wir uns zu abhängig von Maschinen und überlassen wir zukünftig Computern das denken und fühlen.
Können Roboter wirklich rassistische Gefühle entwickeln oder ist das doch nur ein Programmierfehler?
Der Autor lässt dem Leser viel Raum für eigene Gedanken und Fantasien ohne ihn völlig ratlos vor der Geschichte stehen zu lassen, sie ergeben immer einen Sinn, vielleicht nicht auf den ersten Blick so doch immer auf den zweiten.


  • Verlag: Shayol (2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943279073
  • ISBN-13: 978-3943279078