Dienstag, 31. Juli 2012
Der Heiler von Antti Tuomainen
http://www.ullsteinbuchverlage.de
978-3471350829
Helsinki, im Ausnahmezustand. Ein Irrer, der mordet und Heilsbotschaften verkündet. Eine Journalistin, die ihn stellen will. Und dabei spurlos verschwindet.
Es gibt nur einen, der sie retten kann. Ihr Mann macht sich verzweifelt auf die Suche. Er würde alles für sie tun. Doch das Böse ist stärker als die Liebe. Ausgezeichnet mit dem Finnischen Krimipreis Vuoden Johtolanka 2011, dem angesehensten Medienpreis für Kriminalliteratur.
Nach der Leseprobe, habe ich sehr viel von dem Buch erwartet
Vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe und dem Zusammenbruch der Zivilisation hatte ich mir wirklich ein völlig anderes Buch vorgestellt, einen Seriennmörder der der Welt vor Augen führen will was sie angerichtet hat, mit ihrer Gier nach Geld und Konsum der leidenschaftlich, seine mittlerweile sinnlosen Ziele verfolgt, eine Journalistin die ebenso leidenschaftlich versucht, dem Heiler, auf die Spur zu kommen und dabei selbst in Gefahr gerät und ihrem Ehemann der nichts unversucht lässt, um seine Frau zu retten.
Nur fehlt mir eben diese Leidenschaft, der Autor schafft es nicht mir die Ängste und Sorgen Tapanis zu vermitteln und das hätte ich gebraucht um dem Buch mehr positive Seiten abzugewinnen als nur die Idee und den Schreibstil.
Auch wenn sich am Ende alles logisch zusammenfügt, kann ich nicht nachvollziehen aus welchem Grund diesem Buch ein wichtiger Literaturpreis verliehen wurde.
Freitag, 20. Juli 2012
Kein sicherer Ort von Araminta Hall
- Taschenbuch: 320 Seiten
- Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 1 (20. Juli 2012)
- ISBN-13: 978-3404166800
- Originaltitel: Everything and Nothing
Ruth und Christian fällt ein Stein vom Herzen. Ihr neues Kindermädchen erweist sich als wahre Perle. Aufopferungsvoll kümmert sich Aggie um die Kinder, nebenbei bringt sie den Haushalt auf Vordermann. Doch schon bald wird Ruth das allzu perfekte Kindermädchen immer suspekter. Bildet sie sich die merkwürdigen Blicke, das seltsame Verhalten Aggies nur ein? Was Ruth nicht weiß: Hinter der Fassade des liebevollen Kindermädchens verbirgt sich ein düsteres Geheimnis. Während Ruth und Christian auf der Arbeit sind, geschehen im Haus Dinge, von denen sie nicht die leiseste Ahnung haben ...
Meine Meinung:
Aramita Halls Roman, kein *Sicherer Ort* hat in England für
Gesprächsstoff gesorgt, so ähnlich habe ich es irgendwo gelesen, nachvollziehen kann ich das leider nicht. Mit ca.
300 Seiten ist das Buch relativ dünn und von diesen 300 Seiten sind gefühlt, 150 Seiten angefüllt mit Streitereien
des Ehepaars Ruth und Christian. Ruth und Christian, beide berufstätig, Eltern von zwei kleine Kindern und völlig
überfordert mit Job, Haushalt und Kindern und vor allem völlig überfordert mit ihrer Beziehung zueinander, sie
streiten statt zu reden. Und dann kommt Aggie ins Spiel, wie ein rettender Engel erscheint sie und bringt Haushalt und
KInder mühelos auf die Reihe. Vom Klappentext ausgehend habe ich nun erwartet das es spannend wird, das irgendetwas
geschieht was mich dazu zwingen will, mehr als die jeweils vorgegeben 100 Seiten der LR zu lesen, leider wartete ich
vergebens. Die Person Aggies mit ihrem Hintergrund von dem man Häppchenweise erfährt, sollte die Böse sein, die die
das Heim der Familie zu einem unsicheren Ort macht, zumindest stellte ich mir das so vor, als ich den Klappentext las,
nur konnte ich nicht anders als gerade für sie Sympathien zu entwickeln, daran änderte auch das meiner Meinung nach,
mit der heißen Nadel gestrickte, leidlich spannende Ende nichts. Der Schreibstil der Autorin ist durchaus angenehm zu
lesen und auch die Idee, die hinter dem Buch steckt ist wirklich gut, nur leider hat es mit der Umsetzung dieses Mal
noch nicht funktioniert.
Ich bedanke mich beim Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.
Dienstag, 17. Juli 2012
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman von Jonas Jonasson
- Verlag: carl's books
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3570585018
- ISBN-13: 978-3570585016
Die Gruppe beschließt zusammenzubleiben und das viele Geld aus dem Koffer zu teilen.
Mit dem Glück der Ahnungslosen sind sie den Behörden und der Rockerbande deren Geld sie haben, immer ein Stück vorraus und wenn nicht, löst sich auch das in Wohlgefallen auf.
Das Buch besteht aus 2 Teilen, dem Heute, und Allans Geschichte, der in seinem Leben weit gereist, alle möglichen Persönlichkeiten der letzten 100 Jahre traf und zufällig maßgeblich an der Erfindung der Atmbombe beteiligt war.
Dieses Buch ist gar nicht so einfach zu bewerten, der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, ich musste einige Male schmunzeln. Die Charaktere waren sehr überspitzt gezeichnet und blieben doch bis auf Allan ziemlich blaß, alle schienen sie etwas schlichte Gemüter zu sein. Die Rückblenden in Allans bewegtes Leben erinnerten mich stark an die Geschichten Münchhausens und an die Abenteuer des Simplicius Simplicissimus, wären diese Teile in der Ich Form geschrieben gewesen, hätte ich das Buch abgebrochen soviel selbsterzähltes Seemannsgarn wäre nicht auszuhalten.
Alles in Allem ein nettes Buch, ohne viel Spannung ohne Großartige Höhen, aber auch ohne Tiefen, einfach ein Buch bei dem man gut abschalten kann, weil es nicht viel zum Nachdenken gibt.
Dienstag, 3. Juli 2012
Engel aus Eis von Camilla Läckberg
Das kleine Fjällbacka ist in Aufruhr: Der pensionierte Geschichtslehrer
Erik Frankel wurde ermordet. Die Schriftstellerin Erica Falck vermutet
das Motiv in Frankels Vergangenheit. Gemeinsam mit ihrer Mutter hatte er
im Zweiten Weltkrieg den Widerstand gegen die deutschen Besatzer
unterstützt, und diese Spur bringt Erica mitten ins Visier des Mörders.
http://www.ullsteinbuchverlage.de
ISBN: 9783548610634
Leider stimmt der Klappentext nicht so ganz, nicht die Mutter Ericas und der Geschichtslehrer Erik haben aktiv den Widerstand unterstützt sondern Eriks Bruder Axel. Da ich aber den Klappentext nicht gelesen hatte bevor ich ihn hier her kopierte, störte mich das nicht sonderlich.
Zum Inhalt: Erica lebt gemeinsam mit ihrem Mann Patrick und ihrer kleinen Tochter im Haus ihrer verstorben Eltern, beim Sichten des Nachlasses ihrer gefühlskalten Mutter stößt sie auf deren Tagebücher, einen Naziorden und Babykleidung, Erica macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Mutter und dem Grund für deren Lieblosigkeit, denn das Tagebuch zeichnet das Bild eines mitfühlenden, sanften jungen Mädchen.
Sie übergibt den gefundenen Naziorden an Erik, der als Experte auf dem Gebiet des Nationalsozialismus gilt, doch bevor sie Antworten erhält, wird Erik ermordet, schnell wird ein Zusammenhang zwischen dem Nachlass Elsys, Erikas Mutter und den Vorfällen vor 60 Jahren klar.
Meine Meinung:
Camilla Läckberg, schafft es mühelos den Leser von der ersten Seite an zu fesseln durch die Rückblenden in Elsys und Eriks Vergangenheit, die gemeinsam mit ihren Freunden, Frans, Britta und Axel während des 2. Weltkrieges aufwachsen und sich kurz vor Kriegsende mit dem norwegischen Flüchtling Hans anfreunden, fügt sich das Puzzle Schritt für Schritt zusammen um am Ende nicht nur den Mörder zu erkennen sondern auch die Gründe für Elsys Verhalten.
Engel aus Eis ist der 5 Band einer Reihe um Erica und Patrick, die als Schriftstellerin und Polizist im kleinen Örtchen Fjällbacka leben und arbeiten, es wäre von Vorteil die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen um ihre Geschichte nachvollziehen zu können, die parallel zu den aufzuklärenden Morden erzählt wird, wen es allerdings nicht stört, nicht zu wissen wie Ericas und Patricks leben beisher verlief, der wird diesen unblutigen und trotzdem spannenden Krimi lieben.
http://www.ullsteinbuchverlage.de
ISBN: 9783548610634
Leider stimmt der Klappentext nicht so ganz, nicht die Mutter Ericas und der Geschichtslehrer Erik haben aktiv den Widerstand unterstützt sondern Eriks Bruder Axel. Da ich aber den Klappentext nicht gelesen hatte bevor ich ihn hier her kopierte, störte mich das nicht sonderlich.
Zum Inhalt: Erica lebt gemeinsam mit ihrem Mann Patrick und ihrer kleinen Tochter im Haus ihrer verstorben Eltern, beim Sichten des Nachlasses ihrer gefühlskalten Mutter stößt sie auf deren Tagebücher, einen Naziorden und Babykleidung, Erica macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Mutter und dem Grund für deren Lieblosigkeit, denn das Tagebuch zeichnet das Bild eines mitfühlenden, sanften jungen Mädchen.
Sie übergibt den gefundenen Naziorden an Erik, der als Experte auf dem Gebiet des Nationalsozialismus gilt, doch bevor sie Antworten erhält, wird Erik ermordet, schnell wird ein Zusammenhang zwischen dem Nachlass Elsys, Erikas Mutter und den Vorfällen vor 60 Jahren klar.
Meine Meinung:
Camilla Läckberg, schafft es mühelos den Leser von der ersten Seite an zu fesseln durch die Rückblenden in Elsys und Eriks Vergangenheit, die gemeinsam mit ihren Freunden, Frans, Britta und Axel während des 2. Weltkrieges aufwachsen und sich kurz vor Kriegsende mit dem norwegischen Flüchtling Hans anfreunden, fügt sich das Puzzle Schritt für Schritt zusammen um am Ende nicht nur den Mörder zu erkennen sondern auch die Gründe für Elsys Verhalten.
Engel aus Eis ist der 5 Band einer Reihe um Erica und Patrick, die als Schriftstellerin und Polizist im kleinen Örtchen Fjällbacka leben und arbeiten, es wäre von Vorteil die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen um ihre Geschichte nachvollziehen zu können, die parallel zu den aufzuklärenden Morden erzählt wird, wen es allerdings nicht stört, nicht zu wissen wie Ericas und Patricks leben beisher verlief, der wird diesen unblutigen und trotzdem spannenden Krimi lieben.
Mittwoch, 23. Mai 2012
Der Knochenbrecher von Chris Carter
| ULLSTEIN | ||||||||||
| Der Knochenbrecher | Originaltitel: | The Night Stalker |
€ 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 13,90
ISBN-10: 3548284213
ISBN-13: 9783548284217
Kurzbeschreibung
Wenn es Nacht wird in Los Angeles gibt es einen Mann, der keinen
Schlaf findet. Von Alpträumen geplagt, ist er auf der Suche nach seinem
nächsten Opfer. Er ist ein kaltblütiger Killer. Nur einer kann ihn
aufhalten: Robert Hunter – Polizist, Profiler, Held des LAPD. Er weiß,
wo ersuchen muss. Die Jagd hat längst begonnen. Schlaf schön, L.A.!
Über den Autor
Chris Carter, geboren 1965, studierte in Michigan forensische Psychologie und beriet viele Jahre die Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, dem Schauplatz seiner Thriller-Serie um Detective Robert Hunter.Der Knochenbrecher von Chris Carter, ist der genialsten Thriller den ich in diesem Jahr gelesen habe.
Punkt.
Eigentlich reicht das ja schon. Chris Carter hat mit seinem Serienmörder eine Figur geschaffen wie es sie grausamer und perfider, so noch nicht gegeben hat, selten habe ich von so durchdachten und wie man zugeben muss fantasievolle Morden gelesen wie in dieses Roman, sicher grausame Mörder gibt es in der Literatur einige, nur bestehen diese Romane häufig aus einer Aneinandereihung blutrünstiger Gewalttaten, nicht sonderlich Angsteinflößend eher langweilig in der Wiederholung. Im Gegensatz dazu beherrscht Chris Carter die Kunst, seine Leser in Angst zu versetzen, sie dazu zu bringen vor dem zu Bett gehen unters Bett zu schauen, die Wohnung nur noch im Tageslicht zu verlassen, nur schützen diese Vorsichtsmaßnahmen nicht, Carters Killer ist ein Meister darin sich zu verstecken und Bewegungslos auf seine Opfer zu warten. Die Auflösung ist perfekt durchdacht und zu 100% nachvollziehbar
Auch wenn das schon das dritte Buch um den Ermittler Robert Hunter ist, kann man das Buch lesen und genießen ohne die Vorgängerbände zu kennen, Hunter ist sympathisch und klug und gemeinsam mit seinem Partner Garcia ein hervorragender Ermittler.
Empfehlen würde ich das Buch für erfahrene Leser, die nicht unbedingt bei Licht schlafen müssen wenn der Krimi spannender wahr als erwartet.
Nur Knochen werden in diesem Buch eher nicht gebrochen, anders als der Titel vermuten lässt, das wäre aber auch zu langweilig.
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