Freitag, 10. April 2009

Biss zum Ende der Nacht

Wäre ich erst 16, hätte die Geschichte mich begeistert, leider bin ich schon etwas älter und habe sie mit etwas kritischeren Gedanken gelesen.



Ein Mädchentraum geht in Erfüllung, als Bella endlich am Ziel ihrer Träume ist und ihren Vampir Edward heiratet, und alles scheint gut zu werden, nur das wird es natürlich nicht, sonst wäre das Buch nach 100 Seiten vorbei.

So tollpatschig Bella in den ersten Bänden war, so perfekt ist sie nach ihrer Verwandlung, zu perfekt, sie kann alles und was sie noch nicht kann, lernt sie in Windeseile. Probleme die in den ersten drei Bänden unlösbar schienen, lösen sich in wohlgefallen auf, man *knurrt* sich zwar an aber mehr passiert nicht. Nicht einmal der langerwartete Show Down im letzten Drittel des Buches ist spektakulär sondern wird geprägt von endlosen Dialogen.



Ein für jugendliche Leser/innen sicher sehr spannendes und auch romantisches Buch, denn welches Mädchen träumt nicht davon die große Liebe in dem geheimnisvollen, reichen Fremden zu finden, der einen auf Händen trägt und jeden Wunsch von den Augen abliest .Wenn dann noch die Möglichkeit besteht selber so außergewöhnlich zu werden, wer würde da nicht zugreifen. ;o)

Als Erwachsene war ich über weite Teile des Buches einfach nur genervt, von Bellas Angewohnheit Edward anzuhimmeln,und von Edwards ewigen Schuldgefühlen und seinem Edelmut.

Stephenie Meyers hat in diesem Buch wieder einmal typisch amerikanische Klischees bedient.

Die Guten sind gut und die Bösen sind böse.

Camilla Läckberg / die Totgesagten

Klappentext:
Patrik Hedström und seine neue Kollegin, Hanna Kruse, haben kaum Zeit, sich kennenzulernen, schon werden sie zu ihrem ersten Einsatz gerufen. Ein Wagen ist in der Nähe von Tanumshede von der Straße abgekommen, die Fahrerin wird tot aufgefunden. War es Mord?


Mitten in die hektischen Ermittlungen platzt die Nachricht eines weiteren Mordes. Die Leiche einer Teilnehmerin der Reality Show Fucking Tanum wurde in einem Müllcontainer entdeckt. Patrik und Hanna stoßen auf anonyme Drohungen, Tagebücher und ungeklärte Morde in ganz Schweden. Und auf ein verbindendes Indiz: Bei allen Opfern wurde eine Seite aus Hänsel und Gretel gefunden. Ein Wettlauf mit dem Serienkiller beginnt.

Meine Meinung:
Mein erster Roman der Autorin, hätte ich die Vorgänger lesen sollen?
Schreibt sie immer so?
Wobei mir der Stil wie sie schreibt gut gefällt nur der Handlungsaufbau hat mich nicht überzeugt.
Klar ist das ein Vorablesen Buch gewesen, aber vielleicht schreibt ja hier auch mal jemand der mir sagen kann ob es sich lohnt die anderen Bücher von Frau Läckberg auch zu lesen.

Ein Unfall der sich bei genauerem Hinsehen als Mord entpuppt, eine Reality Show bei der eine der Teilnehmerin ebenfalls ermordet wird und die eigenen Hochzeitsvorbereitungen,eine neue Kollegin die eingearbeitet werden muss, das ist eigentlich etwas zu viel für den Ermittler Patrik der bei seinen Ermittlungen nicht einen Schritt weiter zukommen scheint, und mit jedem Tag mutloser und ausgelaugter wirkt. Das mag realistische Polizeiarbeit sein aber mir fehlten die Hinweise wer die Mörder gewesen sein könnten,irgendwie ermittelt man ja immer mit.

Erst gegen Ende laufen alle Fäden plausibel zusammen und man wartet nur noch auf das *Warum* und auf die Auflösung wie die beiden Mordfälle zusammenhängen.


Mir gefällt der Schreibstil, der Autorin, das Buch war nicht eine Sekunde langweilig, die Personen gut beschrieben und man kann den Roman auch lesen ohne die Reihe zu kennen aber vielleicht fehlte mir dadurch die Möglichkeit die Personen kennen zu lernen und mehr oder weniger Sympathien oder Antipathien zu entwickeln

Mittwoch, 11. März 2009

Kap der Finsternis von Roger Smith

Endlich mal wieder ein Thriller den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Klappentext: Ein dummer Zufall, ein brutales Verbrechen, ein korrupter Polizist und eine schonungslose Tour de force, die in immer tiefere Abgründe führt.

Der Autor: Roger Smith lebt und arbeitet in Kapstadt, Kap der Finsternis ist sein erster Thriller.

Meine Meinung:

Zufällig werden der Amerikaner Jack Burn und seine Familie Opfer eines brutalen Überfalls in ihrem eigen Haus, um sich und seine Familie zu schützen tötet Burn die Gangster. Da er nicht zur Polizei gehen kann entledigt er sich der Leichen, als die Toten entdeckt werden und die Spur in die Nähe Burns führt gerät er immer tiefer in die Abgründe Kapstadts.

Roger Smith schreibt brutal und erschreckend realistisch,seine Personen sprechen die Sprachde der Gosse in der sie leben, auch ohne jemals in Kapstadt gewesen zu sein glaubt man ihm sofort, das das Dasein in den Flats von Kapstadt beherrscht wird von Drogen, Gewalt und Mord und nur wenige es schaffen in dieser Atmosphäre ein Leben ohne Verbrechen zu führen.Sogar die meisten Polizisten sind korrupt und schrecken auch vor Mord nicht zurück um ihre Interessen zu schützen.

Nicht eine Person in dem Buch ist symphatisch, es gibt keinen strahlenden Helden der am Ende alles wieder ins Reine bringt, kein *und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende*

Ein Buch das ich uneingeschränkt empfehlen kann, denn es ist spannend und mitreißend geschrieben.

Sonntag, 22. Februar 2009

Sorry von Zoran Drvenkar

Kurzbeschreibung

Ihr Angebot rüttelt die Geschäftswelt auf, denn sie entschuldigen sich für die Vergehen von Unternehmen. Sie bieten den Schuldigen Unterstützung an und helfen den Opfern. Sie selbst verdienen viel Geld damit, die vier jungen Berliner, die diese clevere Geschäftsidee hatten, irgendwann, bevor alles anfing. Immer mehr Menschen erleichtern über sie ihr Gewissen - als ihnen eines Tages jemand den Auftrag erteilt, eine Tote um Verzeihung zu bitten für die unvorstellbaren Qualen, unter denen sie starb. Hier schnappt die Falle zu. Die Lektion, die der Auftraggeber ihnen ab jetzt erteilt, ist voller Dunkelheit: Wie Schachfiguren werden sie auf eine Spur der Grausamkeit gesetzt, auf der es keine Vergebung gibt, kein Schwarzweiß mehr zwischen Opfer und Täter. Zoran Drvenkars verstörender neuer Roman erzählt auf zwingende Weise von einer Welt, in der wir der Gewalt nicht mehr ausweichen können.

über den Autor:
Zoran Drenkar war mir bisher nur als Kinderbuchautor bekannt, das der in Jugoslavien geborene Autor auch Thriller schreibt war vollkommen neu für mich.

Meine Meinung zu dem Buch:
Vier Freunde gründen eine Agentur für *Entschuldigungen* im Auftrag von Firmen entschuldigen sie sich bei Geschäftspartner und Angestellten, die Agentur läuft und alles könnte so schön sein, könnte, wäre da nicht dieser eine Auftrag der sie zu einer übel zugerichteten Leiche führt, der sie eine Entschuldigung überbringen sollen.

Sobald man sich an den Schreibstil gewöhnt hat, der Autor lässt die Story von verschiedenen Personen erzählen, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen, und man will es auch gar nicht denn, auf jeder Seite kann etwas passieren das der Handlung ein völlig neue Wendung gibt.



Wer allerdings schwache Nerven hat, sollte sich gut überlegen ob er *Sorry* wirklich lesen möchte, denn Zoran Drvenkar, schreibt äußerst offen, sehr detailliert und brutal.

Mein Fazit, einer der besten Thriller den ich in den letzten Monaten gelesen habe. Zoran Drvenkar stellt so manchen renommierten Thrillerautor in den Schatten.

Montag, 5. Januar 2009

Sehnsucht nach Elena/Joel Haahtela

Klappentext:
Poetisch und spannungsvoll – am besten zu lesen an einem traumverlorenen Sommertag: Nach seinem federleichten Roman »Der Schmetterlingssammler« erzählt der Finne Joel Haahtela auch in seinem neuen Buch von der Liebe: Auf der Suche nach der geliebten Frau stellt ein Mann sich seiner schmerzvollen Vergangenheit.
160 Seiten, 16.00 € (D), gebunden
ISBN:
978-3-492-05238-2
Piper Verlag

»Ich weiß fast nichts über sie. Nur ihren Namen. Elena. Ihr Gang ist mir vertraut, die Art, wie sie sich kleidet. Ich habe ihr Gesicht gesehen, das die Welt zu einem besseren Ort macht.« In einem Park sieht er die schöne junge Frau zum ersten Mal. Diese zufällige Begegnung reißt den alten Mann aus seinem einsamen Alltag. Sofort erscheint ihm Elena seltsam vertraut, seine Sehnsucht nach ihr wächst mit jedem Tag. Er möchte ihr nah sein, sie hören und fühlen. Die tiefempfundene Zuneigung zu ihr lässt ihn schließlich ungeahnte Kräfte entwickeln: Er tritt eine Reise an, die ihn nicht nur zu Elena ans Meer führt, sondern in seine eigene, schmerzliche Vergangenheit, die das Geheimnis seiner Sehnsucht birgt.


Nach der Leseprobe hatte ich einen Roman in der Art von:

Er trifft sie, Missverständnisse, Trennung, Happy End, erwartet, so eine Geschichte hätte mir in diesem Schreibstil sicherlich auch gefallen. Aufgrund der Erzählweise mochte sich die Idee, die Hauptfigur könne ein Stalker sein, nicht in in mir festsetzen.

Erst kurz vor Schluss eröffnete sich der wahre Inhalt der Geschichte, die Geschichte einer vergangenen Liebe und nicht die einer aktuellen.

In schönen klaren Worten und kurzen Kapiteln führt uns der Autor durch sein Buch, das leider nur ca.150 Seiten umfasst und darum auch nicht viel Raum lässt etwas dazu zu sagen, ohne zu viel zu verraten.

Alles in Allem ist es ein Buch das mich bewegt hat und das ich gerne weiterempfehle