Eine ungleiche Seilschaft, die den Mount Everest auf der schwierigen Nordroute bezwingen will. Gefährliche Geheimnisse, die allen zum Verhängnis werden können. Und ein Achttausender, der keine Fehler verzeiht ...
Je näher die Bergsteigergruppe der Todeszone kommt, desto mehr gerät das soziale Gefüge ins Wanken. Zwischen Fels, Eis und gähnender Leere beginnt für die Frauen und Männer ein erbitterter Kampf ums Überleben.
Martin Moltzau plant eine Expedition rund um den Äquator, vier Jahre soll diese Abenteuerreise dauern, doch für seine Sponsoren wäre er mit diesem Abenteuer zu lange aus dem Sichtfeld der Kunden verschwunden, das wäre nicht Geschäfts fördernd.
»Äquator, Äquator« seufzte Mendler. „Im Pazifik verkaufen wir keine Autos. Eis, Schnee und Kälte sind die Parameter...«
Martins unüberlegte Antwort darauf
»Ich kann ja kurz am Mount Everest vorbeischauen.«
Löst einen Begeisterungssturm aus und so sieht sich der Abenteurer unvermittelt in einer Gruppe von erfahrenen Bergsteigern wieder, mit denen er den Achttausender bezwingen will.
Auf dem Berg entwickelt sich schon bald ein Psycho Krieg und ein Überlebenskampf, den nicht jeder der Teilnehmer überleben wird.
Dieser Psycho Krieg wird auch für die Leserinnen und Leser deutlich spürbar, der Autor hat es geschafft, die Atmosphäre zwischen den Expeditionsteilnehmer an seine Leserschaft zu bringen, ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken könnte. Man spürt die Anstrengungen und auch die Ängste und Zweifel, die sie begleiten. Nach und nach kommen die wahren Beweggründe für die Tour bei den einzelnen Teilnehmern zutage und diese schüren die unterschwelligen Rivalitäten untereinander. Das gemeinsam mit den glaubwürdigen Beschreibungen der örtlichen Begebenheiten am Mount Everest, machen dieses Buch, obwohl es kein Krimi ist, wie man nach dem Klappentext vermuten könnte, besonders spannend. Der Zusatz Thriller, trifft es da schon viel besser, ich litt mit Martin, spürte die Kälte und den Sauerstoffmangel.
Odd Harald Hauge, weiß, wovon er schreibt, der Extremsportler bestieg 2007 den Mount Everest und kennt den Berg und seine Gefahren, die sicherlich von vielen Bergsteigern unterschätzt werden. Schaut man sich Bilder von den Camps an, könnte man meinen, der Aufstieg sei ein Spaziergang, es reiht sich Zelt an Zelt. Doch seit der Erstbesteigung kamen über 300 Menschen ums Leben.
Ich habe mich bisher nie für Extremsport interessiert und Berge sind mir schon immer zu hoch gewesen. Der Autor allerdings hat mich in die raue und unwirtliche Gegend geführt und er hat mich dazu gebracht mich ein klein wenig mehr mit den Bedingungen am Berg zu befassen. Schon allein dafür hat das Buch eine Leseempfehlung verdient, dazu kommt noch die sehr spannende Handlung. Mein Fazit lautet also:
Lasst euch entführen in eine rundum gelungene Story.
- Herausgeber : Benevento; 1. Edition (17. November 2022)
- Sprache : Deutsch
- Broschiert : 400 Seiten
- ISBN-10 : 3710901529
- ISBN-13 : 978-3710901522
- Originaltitel : Everest
- Übersetzer: Justus Carl

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