Berlin 2046: Die Innenstadt ist eine glitzernde Metropole, separiert von Außenbezirken, in denen die »Aus-dem-Netz-Gefallenen« ihr erbärmliches Dasein fristen. Diejenigen, die früher zur Mittelschicht gehörten, sind aufgrund fehlender Jobs zum größten Teil erwerbslos. Um soziale Unruhen zu verhindern, werden sie zur »Virtual Work« verpflichtet.Als der visionäre Erfinder des »Virtual-Work-Gesetzes« brutal ermordet wird, übernehmen Mitglieder einer Spezialeinheit die Ermittlungen. Auf dem Weg zur Lösung des Falls durchstreifen sie das dystopische Berlin. Eine gefährliche Jagd beginnt.
Echte Beschäftigung ist 2046 Mangelware, darum werden die Menschen zur Virtual Work verpflichtet, diese Jobs in der virtuellen Realität , sind die Grundlage für die Auszahlung des sogenannten Bürgergelds, wer sich weigert oder aus irgendeinem anderen Grund dieser *Arbeit* nicht nachgeht, ohne sich freizukaufen, fällt aus dem System und wer aus dem System gefallen ist dem droht die Verelendung.
Eine *schöne* neue Welt die beängstigend vorstellbar ist.
Die Kriminalkommissare Mia Babic, Hensen und DiMario, ermitteln in dem Mordfall an Arthur Mallman, dem Erfider der Virtual Work und designierter Parteivorsitzender der Erneuerungspartei für Deutschland (EPD) und das führt sie nicht nur tief in die virtuelle Welt, sondern auch in die Elendsgebiete in der realen.
Ich liebe Dystopien, es ist immer spannend zu lesen wie sich andere Menschen unsere Zukunft vorstellen und seien wir ehrlich, es ist nicht allzu schwer sich auszumalen wie die Menschheit einen Großteil ihrer Lebenszeit vor Computerbildschirmen verbringt und in der virtuellen Realität lebt, mit allem was dazu gehört:
Leben, lieben, lachen und Mord. Morde die erst im Netz und dann in der echten Welt geschehen.
Die Aufklärung der Morde, sowohl in der virtuellen als auch in der realen Welt, sind an sich sehr spannend, gemeinsam mit den Ermittlern herauszufinden wie sie zusammenhängen und was genau dahinter steckt, hat mich am Buch gehalten. Es gibt aber leider einen Kritikpunkt, der mir das Lesevergnügen etwas schmälerte, die teilweise allzu detaillierten Beschreibungen der Personen und Orte, wenn ich schon Bilder im Kopfe hatte wie diese wohl aussehen mögen und mehr als bereit war in der Handlung weiterzugehen, beschrieb der Autor immer noch. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Für viele mag das hilfreich sein, mich brachte es leider dazu die eine oder andere Passage querzulesen. Aber das sind natürlich ganz persönliche Befindlichkeiten.
- Herausgeber : Gmeiner-Verlag; 2021. Edition (4. August 2021)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 505 Seiten
- ISBN-10 : 3839200652
- ISBN-13 : 978-3839200650

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