Sonntag, 13. Dezember 2020

Hoffnung von Hanna Nolden Eine ZZG Novelle Hrsg. Claudia Rapp

 


Klappentext: 

So eine Zombie-Apokalypse ist eine prima Sache, solange man genug Kaffee und ein Regal voll ungelesener Bücher hat. Das redet sich Dany zumindest ein. Trotzdem fällt es ihr mit jedem Tag schwerer, aus dem Bett zu kommen. Doch dann treibt sie der Versorgungs-Notstand aus dem Haus und sie stolpert unversehens über einen Hoffnungsschimmer, der ihr ganzes bisheriges Leben gründlicher auf den Kopf stellt, als die Apokalypse es vermochte. Ich werde sterben. Für eine Handvoll Tampons.


Hanna Nolden greift ein Thema auf, das meiner Meinung nach sowohl in Büchern als auch in Filmen sträflich vernachlässigt wird. Im Normalfall schlägt sich die versammelte Menschheit ohne Körperfunktionen durch die Apokalypse, sie benötigt weder Toilettenpapier noch Tampons, doch das wahre Leben sieht anders aus, das muss auch Dany feststellen, die sich mit vielen Vorräten in ihrer Wohnung verschanzt hat und das Haus nur verlässt, wenn es unbedingt sein muss. Es geht ihr recht gut, mit genügend Büchern und Kaffee lässt es sich aushalten. Dany verzweifelt nicht, das macht sie sehr sympathisch, da gibt es kein hysterisches Geheule oder Selbstmitleid, natürlich vermisst sie ihre Familie und Freunde, aber Jammern würde ja eh nichts nutzen. Bis eben zu dem Tag an dem ihr die Tampons auszugehen drohen. An diesem Tag *findet* sie eine Aufgabe, die sie zunächst zu überwältigen droht und sie zwingt ihr Leben umzukrempeln. Dany muss  sich auf den Weg  machen in eine ungewisse und doch hoffnungsvolle Zukunft.
Hoffnung ist viel tiefgründiger als man bei einer Zombie-Novelle erwarten würde, es stellt sich die Frage ob reines Überleben reicht oder ob man nicht irgendwie versuchen sollte sein Leben auch zu Leben und dafür Risiken einzugehen.

Ich möchte euch gar nicht viel mehr über die Handlung verraten, die gerade mal 108 Seiten starke Novelle  ist sonst ruckzuck nacherzählt.
Hoffnung ist der 10. Band der ZZG Reihe, die allerdings auch wie alle anderen unabhängig  gelesen werden kann, denn die Grundidee ist immer gleich nur die Protagonisten und ihre Schicksale variieren. Ich mag das sehr, weiß man doch nie was einen erwartet, bluttriefendes Gemetzel, Verderben und Tod oder Hoffnung.

Hoffnung von Hanna Nolden bekommt eine ganz klare Leseempfehlung.

Und wer nicht genug bekommen kann:
ZZG: Die Anthologie
ZZG: Trümmer (Simona Turini)
ZZG: Tag 78 (Vincent Voss)
ZZG: Letzter Plan (Jenny Wood)
ZZG: Zirkus (Carolin Gmyrek)
ZZG: Blutzoll (Matthias Ramtke)
ZZG: Fressen oder gefressen werden (Thomas Williams)
ZZG: XOA (Lisanne Surborg)
ZZG Anthologie: Der Beginn
ZZG: Hoffnung (Hanna Nolden)

  • Taschenbuch : 108 Seiten
  • ISBN-10 : 3958691536
  • ISBN-13 : 978-3958691537
  • Abmessungen : 12.6 x 1.2 x 18.8 cm
  • Herausgeber : Amrun Verlag; 1. Edition (12. November 2020)






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