Montag, 9. April 2018

Nachtwild von Gin Phillips

Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung
Inhalt: Joan hat mit ihrem kleinen Sohn Lincoln einen schönen Tag im örtlichen Zoo verbracht, abseits vom Trubel haben sie mit Lincolns Spielfiguren Abenteuer erlebt, wie sie sich nur Kinder ausdenken können. Erst als es Zeit wird nach Hause zu gehen bemerken sie welche Katastrophe sich gerade auf dem Gelände abspielt. Einer oder mehrere Schützen töten unschuldige Menschen. Wahl und skrupellos.Joan versucht verzweifelt, den Amokläufern aus dem Weg zu gehen und damit das Leben ihres Kindes und ihr eigenes zu retten.

Meine Meinung:
Vor einigen Jahren las ich ein Buch, das die Geschichte eines Amokläufers aus der Sicht der Mutter erzählte, ein Buch das mich sehr beeindruckt hatte um so neugieriger war ich beim Lesen des Klappentextes zu Nachtwild. Was empfindet ein Opfer, besonders eine Mutter, während des Amoklaufes, welche Entscheidungen trifft sie, da sie nicht nur für sich sondern in diesem Fall auch für ihr Kind entscheiden muss. Schafft es die Autorin mir die Gefühle und Ängste der Mutter nahe zubringen.
Joans Leben dreht sich um Lincoln, das Kind ist ihr Mittelpunkt, ihre Sonne um den sich alles dreht, das ist während des Lesens ein klein wenig nervig, zu genau beschreibt die Autorin die Bedürfnisse des Kindes auf die Joan sofort und kompromisslos eingeht. Sie versucht den Schrecken von ihrem Kind fernzuhalten, was in dem Moment sinnlos erscheint, vielleicht wäre es angebracht gewesen dem Kind die Situation klar zu machen, das hätte meiner Meinung nach eher geholfen Lincoln ruhig zu halten, ich hatte immer Angst das Kind plärrt jeden Moment los, weil eines seiner Bedürfnisse nicht wie gewohnt gestillt wird.
Ich verstand zwar die Angst die Joan empfand aber sonderlich sympathisch war sie mir nicht, sie erinnerte mich zu sehr an die Helikopter Mütter in meiner Umgebung.
Kurz stellt die Autorin einen der Amokläufer vor, das war der Moment in dem ich wirkliche Beklemmung empfand, was bringt einen jungen Menschen dazu so etwas schreckliches zu tun? Laut der Aussage einer ehemaligen Lehrerin des Amokläufers, die ebenfalls zufällig im Zoo ist, hat er schon immer getan was andere von ihm wollen.
Richtige Spannung kam leider erst zum Ende des Buches auf, als der Focus nicht mehr nur auf Joan und Lincoln lag.
Vielleicht fehlte der Blick von außen, was tut die Polizei, wie kommt die Befreiungsaktion in Gang, passiert überhaupt etwas? Die war dann am Ende plötzlich da.
Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, die Ausführung nicht ganz so.

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (29. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342326196X
  • ISBN-13: 978-3423261968



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