Dienstag, 17. Mai 2011

Staubige Hölle von Roger Smith

Roger Smith:
Staubige Hölle
331 Seiten, € 19,95 (D) gebunden mit Schutzumschlag

Eine Hetzjagd quer durch ein Land, das von AIDS, Korruption und blutigen Stammesfehden zerrissen ist. Ein weißer Politaktivist und sein rassistischer Vater werden von Jägern zu Gejagten. In greller Härte zeigt uns Roger Smith die Abgründe des neuen Südafrika.


Tropen bei Klett-Cotta
ISBN:
978-3-608-50210-7

Erscheint am 24. Mai 2011

Robert Dell ist auf der Flucht. Seine Frau und Kinder sind auf grausame Weise umgebracht worden, er selbst steht plötzlich unter Mordverdacht.Dells einziger Verbündeter ist sein verhasster Vater, ein ehemaliger CIA-Killer und überzeugter Rassist, der gerade aus dem Gefängnis entlassen ist. Auf einem blutigen Roadtrip, der sie tief ins Landesinnere führt, machen Dell und sein Vater Jagd auf den wirklichen Mörder – und decken dabei eine Verschwörung auf, die bis in die höchsten Regierungskreise reicht. Immer weiter eskalieren Gewalt und Vergeltung, denn im Zeitalter der Post-Apartheid scheint ein Menschenleben nicht mehr viel wert zu sein.


Meine Meinung:

Südafrika: Traumland, paradiesische Landschaften, Toleranz,freundliche Menschen. So stellen sich viele das Land nach der Apartheid vor, die Realität sieht anders aus, eher so, wie Roger Smith, das Land und seine Menschen in seinen Büchern beschreibt, besonders sein neuestes Werk *staubige Hölle* zeichnet ein hartes und brutales Bild des von Aberglauben und Korruption geprägten Landes, eine der häufigsten Todesursachen ist Aids.

Vor diesem Hintergrund spielt die Story.
Rosie wird Zeugin des Mordes an ihrem Geliebten Bakers, sie kann entkommen, wird aber erkannt und stirbt mit ihren Kindern bei einem provozierten Autounfall, einziger Überlebender des Mordanschlags ist ihr Mann Dell, als die Mörder erkennen das es einen Überlebenden gibt, versuchen sie ihm den Mord anzuhängen, doch Dell kann fliehen und sinnt auf Rache unterstützt von seinem Vater einem ehemaligen Söldner und vorzeitig entlassenem Sträfling begibt er sich auf die Suche nach Inja, dem wahren Mörder, dem machthungrigen Handlanger eines Politikers, der skrupellos alle tötet die ihm im Wege stehen.

Am Ende des Buches ist klar das es keine Gewinner geben kann, in diesem Land haben alle verloren die Jenseits des Geldes leben, die sich keine Ausbildung und Medizin leisten können. Mir ist bewusst das es sich natürlich um einen fiktiven Thriller handelt, allerdings rückte bei mir diese Handlung etwas in den Hintergrund, was dem Lesevergnügen keinen Abbruch tat, im Gegenteil das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite spannend.
Schreibstil, Thema und Umsetzung haben 5 Sterne verdient, in Anbetracht der Tatsache das ein so teures Buch vor Schreibfehlern nur so wimmelte, ziehe ich einen ab.

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