In Malum I
Das Böse & Madeleine
Zitat: Sie wusste nichts davon, wie es spielt und umgarnt; wie es sich tarnt, um töten zu können.
Das Böse
In Malum II
Das Böse & Melanie
Zitat: Aber da war nichts Lebendiges - und doch war da was.
Neun Jahre nach dem ungeklärten Mord an ihrer Tochter Madeleine zieht Dolly in das alte Haus ihres geliebten Großvaters im abgelegenen Waldviertel. Sie braucht Ruhe und hofft die Trauer um ihr endlich ein wenig loslassen zu können. Doch die Vergangenheit lässt nicht locker. Ein fremder Mann, der mit seinem scharfen, beobachtenden Blick und seinem Kleidungsstil unweigerlich an Hercule Poirot erinnert, macht rätselhafte Andeutungen und werfen bei Dolly und bei mir als Leserin viele Fragen auf.
Als Dolly in der kleinen Stadt nach dem Mädchen fragt, trifft sie auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung, einzig ein Mitglied des Gemeinderats begegnet ihr von Beginn an freundlich.
Schließlich findet sie das Grab des Mädchens und lernt dort Hermi, die Schwester von Melanie, kennen. Gemeinsam wollen sie den Mörder finden, denn schnell wird klar: Der Mord an Madeleine könnte mit Melanies Schicksal verbunden sein. Immer tiefer geraten sie in ein Geflecht aus Lügen und alten Geheimnissen, das weit über die Grenzen des kleinen Ortes hinausreicht, hin zu mehreren Mädchen, die aus einem Heim im nahen Tschechien verschwunden sein sollen. Welche Verbindung besteht zwischen ihnen? Und warum will niemand darüber sprechen?
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die Mischung aus Krimi und Mystery. Der Autor schafft eine düstere, dichte Atmosphäre. Zwischen den Zeilen spürte ich den Zorn, die Schuld, die schweren Geheimnisse, die tief im Dorf verborgen liegen. Das ist kein reiner Rätselspannungskrimi, sondern eine Geschichte über Trauma, Verlust und die Suche nach Wahrheiten, die lange verborgen bleiben sollten.
Der Schreibstil ist teilweise fast poetisch, diese sprachliche Schönheit verleiht der Handlung eine besondere Tiefe. Die Mysteryelemente fügen sich stimmig ein und machen das Buch zu einem echten Leseerlebnis.
Manchmal hatte ich leichte Schwierigkeiten mit dem Sprachgebrauch. Einige österreichische Ausdrücke waren mir nicht geläufig. Aber der poetische Einschlag und die starke Atmosphäre des Buches haben das für mich mehr als ausgeglichen.
Ich habe dieses Buch gerne gelesen. Besonders die Verbindung aus spannender Krimihandlung, geheimnisvoller Stimmung und emotionaler Tiefe hat mich gepackt. Für Leser, die düstere Geschichten mögen, ist „Dies irae: Tag des Zorns" ein wirklich lesenswertes Buch.
- Herausgeber : Verlag Federfrei
- Erscheinungstermin : 20. Mai 2026
- Auflage : 1.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 214 Seiten
- ISBN-10 : 3990743732
- ISBN-13 : 978-3990743737




