Freitag, 10. März 2023

Die indische Kugel von Matthias Hübner

 


Das Böse ist nur ein Gedanke. Eine funkelnde Kugel rollt durch die Welt und schlägt die Menschen auf unerklärliche Weise in ihren Bann. Ihr Radius ist weit gespannt und reicht in die verschiedensten Ecken der Welt und der Zeit. Die Kugel verführt ihre Besitzer, entfacht Böses. Und sie rollt in jeden Winkel. Für die meisten ist sie unwiderstehlich, magisch und oft tödlich. Nur wenige erkennen ihre Gefahr und die Notwendigkeit, die Menschen vor ihr zu schützen. Zu ihnen gehört Graham Yeomans, ein ebenso begnadeter Schachspieler wie großer Indienreisender - und außerdem heimlicher Hüter der Kugel und liebevoller Beschützer von Paul und Lynn, den Kindern seiner verstorbenen Schwester. Bis zum Tag seines Unfalls.

Kann man das Böse in der Welt stoppen, wenn nur jeder nichts Böses mehr denkt?
Laut den Erkenntnissen, die man als Leserin und Leser dieses Buchs gewinnt, könnte dem so sein. Aber natürlich ist es nicht so einfach und der Autor macht es uns auch nicht so einfach. Eingebettet in die Geschichte um Paul und Lynn, die unter einfachsten Verhältnissen in New York aufwuchsen und nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Onkel Gram nach England geschickt werden, erfahren wir von der »Indischen Kugel«, die seit langer Zeit durch die Welt rollt und die dunkelsten Seiten in den Menschen, die sie in die Hände bekommen, zum Vorschein bringt. Paul findet die Kugel kurz vor dem Tod seiner Mutter und wird von ihr gezwungen sie wieder abzugeben, auf Umwegen gelangt sie in die Hände seines Onkels Gram.

Ich glaube, dies war das erste Buch mit philosophischem Hintergrund, das ich jemals gelesen habe, dementsprechend schwer fällt mir auch die Rezension, ich habe von Philosophie keine Ahnung. Wahrscheinlich war es aber auch genau das, was mich so neugierig machte. 
Der Autor animiert seine Leserinnen und Leser dazu, das eigene Verhalten zu reflektieren und in meinem Fall, tatsächlich auch zu versuchen, bösen Gedanken keinen Raum mehr zu geben, das ist tatsächlich leichter gesagt als getan. 

Matthias Hübner hat einen wunderbaren Schreibstil, der mich an jede Seite fesselte, mich gebannt die Entwicklung Pauls verfolgen ließ und kopfschüttelnd von der Gier nach Erfolg lesen ließ, die durch die Manipulation seiner Arbeitgeber immer mehr befeuert wurde, die Frage, was geschieht, wenn ohnehin schon skrupellose Menschen die Kugel in die Hände bekämen, ließ mich nicht mehr los.

Lynn ist das genaue Gegenteil ihres Bruders, wo er introvertiert ist, ist sie aufgeschlossen, mit inniger Zuneigung hängt sie an ihrem Onkel und ist auch gedanklich sehr mit ihm verbunden, sie ist auch diejenige, die alles daran setzt, das Versteck der Kugel zu finden und die Aufgabe ihres Onkels zu übernehmen, die Kugel vor der Welt zu verbergen.

Mich hat das Buch vollkommen überzeugt, die liebevoll beschrieben Protagonisten, die Handlung und vor allem die Denkanstöße, die mir das Buch gegeben hat, das alles ergibt ein tolles Gesamtbild und verdient eine absolute Leseempfehlung.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Äquatorkind Verlag; New Edition (15. September 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 472 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3948959048
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3948959043




Donnerstag, 9. März 2023

Banksy und der blinde Fleck von Bernhard Jaumann (Kunstdetektei von Schleewitz ermittelt, Band 3)

 




Mit einer Ratte fängt es an, schnell folgen weitere Graffiti in der ganzen Stadt: Ist Banksy in München unterwegs? Auf der Suche nach dem mysteriösen Sprayer stößt die Kunstdetektei von Schleewitz auf immer weitere Rätsel.



Als plötzlich überall in München Graffiti auftauchen, die verblüffende Ähnlichkeit mit denen des berühmten Streetartkünstlers Banksy aufweisen, steht erst die Presse Kopf und dann die Kunstwelt. Banksy in München, das wäre die Sensation. Eine reiche Kunstsammlerin beauftragt die renommierte Kunstdetektei von Schleewitz mit dem Auftrag herauszufinden, ob das Graffiti »Love is in the Bin«, das an der Wand ihrer Villa prangt, wirklich ein Banksy ist oder ob es sich um das Werk eines Nachahmers handelt. 

Für 300 Euro schwatzt der Kunsthändler Tony von der Au, einem Imbissbudenbetreiber, die Tür seiner Bude ab, die kurz darauf für 700000 Euro im Auktionshaus versteigert wird. Klara, die bei der Auktion anwesend ist, hat Zweifel daran, dass alles mit rechten Dingen zu geht.
Ruupert, lernt den jungen Streetartkünstler Adil kennen, der ihm die Welt der Graffitikünstler erklärt, die 
Graffiti, könnten unmöglich von einem echten Sprayer stammen. Währenddessen schlägt Max sich die Nächte um die Ohren, mit der festen Überzeugung, dass es der echte Banksy ist, der seine charakteristischen Bilder auf die Wände von Industriebauten, Brückenpfeiler und Wände sprüht. Und er will dessen Identität unbedingt lüften.


Bald schon muss sich Rupert, der Chef der Agentur, die in einer finanziellen Krise steckt, entscheiden, ob er weiterhin für zahlungskräftige Kunden oder für die Wahrheit arbeitet.



Dies ist schon der 3. Band um die Kunstdetektei von Schleewitz und wie auch in den beiden vorigen Bände, steht ein bekannter Künstler oder eines seiner Werke im Mittelpunkt der Ereignisse, in diesem Fall um Banksy, um dessen Identität sich die wildesten Gerüchte ranken und genau dieses Geheimnis macht wohl einen Großteil seines Erfolges aus und den Preisen die für seine Werke schadet das Mysteriöse um den Künstler sicher auch nicht. 


Bernhard Jaumann hat es wieder einmal geschafft, einen äußerst spannenden Kriminalroman zu schreiben, dessen Auflösung mich an Ende wirklich überrascht hat. Was mir aber besonders an den Romanen des Autors gefällt, er bringt mich dazu, mich mit der Kunst und in diesem Fall auch mit der Kunstwelt zu beschäftigen, die auch ihre Schattenseiten hat.


Ich vergebe für die komplette Reihe eine absolute Leseempfehlung, man kann die Bücher unabhängig voneinander lesen, aber um ein Gefühl für die Charaktere zu bekommen, ist es empfehlenswert, mit dem ersten Band zu beginnen.


  • Herausgeber ‏ : ‎ Galiani-Berlin; 1. Edition (9. März 2023)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Broschiert ‏ : ‎ 320 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3869712732
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3869712734

Dienstag, 7. März 2023

Das Liebespaar des Jahrhunderts von Julia Schoch

 

Eine Frau will ihren Mann verlassen. Nach vielen Jahren Zusammenleben und Ehe ist sie entschlossen und bestürzt zugleich: Wie konnte es nur dazu kommen? Während sie ihr Fortgehen plant, begibt sie sich in ihren Gedanken weit zurück. Da waren die rauschhaften Jahre der Verliebtheit, an der Universität, zu zweit im Ausland und später mit den kleinen Kindern, aber da gab es auch die Kehrseite – Momente, die zu Wendepunkten wurden und das Scheitern schon vorausahnen ließen. Doch ist etwas überhaupt gescheitert, wenn es so lange dauert? Julia Schoch legt frei, was im Alltag eines Paares oft verborgen ist: die Liebesmuster, die Schönheit auch in der Ernüchterung. Ein Loblied auf die Liebe. 

Die Ich-Erzählerin ist noch sehr jung, als sie ihren Partner kennenlernt, der so anders ist als die Kommilitonen, er hält sich nicht an Regeln und stellt sich gern in den Mittelpunkt, aber auf zurückhaltende Weise, das ist schwierig zu beschreiben. Und immer scheint die Ich-Erzählerin die zu sein, die gibt und wartet. Sie beginnt ein Leben mit ihm, das aus Filmen zu stammen scheint, sie selbst schreibt bereits zu Beginn »Diese Erzählung erscheint mir wie eine Zusammenfassung eines Films« Mir erscheint es, als hätte sie Szenen aus Filmen und Büchern gesammelt, die sich wohl jeder für sein Leben wünscht. Da sind die Nachtfahrten über Land in einem alten Auto, die Treffen, wenn sie für das Studium weit entfernt voneinander sind, das Einrichten einer Wohnung mit Möbeln vom Sperrmüll in Paris, ausschweifende Partys bis in die Morgenstunden und natürlich will die Erzählerin Schriftstellerin werden.  Mit diesen Szenen schafft sie ein Gefühl von Leichtigkeit, wären da nicht Situationen, die wieder zeigen, dass diese große Jahrhundertliebe vielleicht gar nicht so groß ist, sie ist diejenige, die weite Wege auf sich nimmt, um ihn zu treffen. Aber der Hauptgrund, warum ich an dieser Liebe von Beginn an zweifelte, war die Tatsache, dass sie nicht miteinander sprechen, sie reden zwar über die Dramaturgie von Filmen z. B., aber nicht über Probleme und beim ersten Mal auch darüber, dass sie fremdgegangen sind, aber nicht einmal der Betrug, scheint ein Grund zum Reden. Die Ich-Erzählerin zweifelt bald an der Beziehung und denkt sich Szenarien aus, wie sie sie diese beendet und dass ihr Leben vielleicht glücklicher wäre ohne ihn und doch bleibt sie, bekommt zwei Kinder und ich habe mich die ganze Zeit nach dem Warum gefragt, ohne eine Antwort zu finden.
Ich konnte nur spekulieren, was für eine Art Mensch ihr Mann außerhalb des wenigen, das sie von ihm erzählt, wohl ist. Gründe dafür, die Beziehung aufrechtzuerhalten, konnte ich in seiner Person also auch nicht finden.

Ein Loblied auf die Liebe
So heißt es im letzten Satz des Klappentextes, das ist dieses Buch eher nicht der Satz der besser das gelesene umschreibt, wäre wohl
Drum prüfe, wer sich ewig bindet...

Mochte ich das Buch?
Selten fiel mir die Antwort auf diese Frage so schwer, ich bin beeindruckt von der Atmosphäre, die die Autorin schafft, sie hat es auch geschafft Erinnerungen wach zu rufen u. a. an durchgefeierte Nächte und Autofahrten ohne Ziel nur um den Abschied voneinander hinauszuzögern.
Ich feiere ihren Schreibstil und ihre Wortwahl, beides macht das Buch zu einem wirklichen Lesevergnügen, dass mir die Protagonistin nicht sonderlich sympathisch war, ich mich überhaupt nicht in sie hineinversetzen konnte steht auf einem ganz anderen Blatt. Es liegt in der Natur der Sache einer Ich-Erzählung, dass die Leserinnen und Leser nur eine Seite hört, interessant wäre es zu erfahren, was der andere Partner zu sagen hat. Da es sich bei dem Buch um eine auto-fiktionale Biografie handelt, die also nur teilweise das Leben der Autorin beinhaltet, hoffe ich für sie, dass sie im realen Leben weiß, dass eine Beziehung nicht nur von der Liebe lebt, sondern dass man daran arbeiten muss, wobei mir der Begriff Arbeit im Zusammenhang mit Liebe nicht gefällt. 
Vielleicht fehlt mir einfach der Vorgängerband, um die Protagonistin besser zu verstehen.

  • Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 3. Edition (16. Februar 2023)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 192 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423283335
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423283335

Freitag, 3. März 2023

Angst um Alafair Ein Dave Robicheaux-Krimi, Band 20 von James Lee Burke

 

Der mittlerweile 20. Band der Reihe um Dave Robicheaux und Clete Purcel hat es wieder einmal in sich. Daves Tochter Alafair hat das Gefühl, dass der Serienmörder Asa Surette nicht wie vermutet bei einem verunglückten Gefangenentransport ums Leben kam, sondern noch lebt und sie beobachtet. Alafair hatte nach Besuchen bei ihm im Gefängnis sehr kritische Artikel über Asa veröffentlicht. Gleich zu Beginn des Buchs wird Alafair fast von einem Pfeil getroffen und zunächst verdächtig ist Wyatt Dixon, der später auch im Mittelpunkt der Ermittlungen steht, als die Enkeltochter des Ölunternehmers Love Younger ermordet aufgefunden wird. Aber sogar Dave bezweifelt ihre Behauptung, dass der Mörder noch am Leben ist, doch Alafair vertraut auf ihr Bauchgefühl, das sie bei ihren Studien über ihn gewonnen hat. 

James Lee Burkes Romane haben eines gemeinsam, sie sind sehr umfangreich und komplex. Wer sich einen Krimi für zwischendurch erhofft, wird schnell merken: Nicht mit Burke, denn der gehört zu den Meistern der Erzählkunst, seine Personen und Landschaftsbeschreibungen sind wohl einzigartig und ich persönlich liebe sie wirklich, mit ihm kann man beim Lesen auf Reisen durch die faszinierenden Landschaften Amerikas reisen. Das sind die leichten Momente in den Krimis. Schwieriger und die volle Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser fordernd, sind die Krimi-Elemente. Alles ist miteinander verwoben und es dauert seine Zeit bis jedes Geheimnis gelüftet ist und bis dahin geraten unsere liebgewordenen Protagonisten in die eine oder andere verzwickte Situation.Burke hat mit Asa Surette seinen wohl abscheulichsten Kriminellen erschaffen. Auch wenn ich manchmal denke, es geht um viel mehr als die spannenden Kriminalfälle, und dieses Gefühl hatte ich schon bei meinem ersten Robicheaux-Krimi. Burke zeigt das Gute und das Böse in der Welt auf, das untrennbar miteinander verbunden ist. Auch Dave und Clete haben ihre dunkle Seite und wagen sich oft an den Rand der Legalität, um der Gerechtigkeit zu ihrem Recht zu verhelfen. Und es geht um die Freundschaft der beiden, die schon so manche Prüfung überstehen musste. Ihre Beziehung ist kompliziert, ich war mir, wie auch schon in den vorigen Bänden oft nicht ganz sicher, ob sich die Beiden überhaupt mögen, aber eines ist sicher, sie würden für sich und die Familie des anderen durchs Feuer gehen, da ist mehr als Freundschaft, denn eine Freundschaft kann zerbrechen, diese Beziehung für die ich kein Wort finde, wird das niemals.


Mit Wehmut habe ich dieses Buch aus der Feder »Der Stimme des Südens«, wie er schon früh in seiner Laufbahn von Literaturkritikern genannt wird, denn bald endet die Reihe um Dave Robicheaux und Clete Purcel. 


  • Herausgeber ‏ : ‎ Pendragon; Deutsche Erstausgabe Edition (15. Februar 2023)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 672 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3865327540
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3865327543
  • Originaltitel ‏ : ‎ Light of the World



Mittwoch, 1. März 2023

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel von Richard Osman




Der Donnerstagsmordclub ermittelt nun schon zum dritten Mal und auch dieser Fall hat es wieder einmal in sich. Vor 10 Jahren stürzt Bethany Waites mit ihrem Auto von einer Klippe, ihre Leiche wurde nie gefunden. Die junge Journalistin war einem riesigen Steuerbetrug auf der Spur. Doch kaum beschäftigen sich Elisabeth, Joyce, Ron und Ibhraim mit dem Fall, wird Elisabeth entführt und wird vor eine unmögliche Entscheidung gestellt, wenn sie nicht tut, was ihre Entführer verlangen, wird ihre beste Freundin Joyce getötet.

Endlich wieder Donnerstag, endlich wieder ein Besuch in der Coopers Chase Seniorenresidenz bei Elisabeth, Joyce, Ron und Ibhraim. Die Senioren sind mir während ihrer bisherigen Fälle ans Herz gewachsen und ich empfehle vorab jedem, die vorigen Bände um die ehemalige Agentin Elisabeth, die Krankenschwester Joyce, Gewerkschaftsführer Ron und Psychiater Ibrahim, zu lesen. Es ist eine besondere Beziehung, die die vier untereinander haben.


Wir treffen einige Bekannte aus den Vorgängerbänden wieder, Bogdan, der sich um Elisabeths an Demenz erkrankten Mann Stephen kümmert, Constable Donna de Freitas, Detective Chief Inspector Chris Hudson und wir treffen auch wieder auf Connie Johnson, die mittlerweile in Haft auf ihren Prozess wartet und auf die Rache, die sie nehmen will.
Richard Osman lässt uns wieder einmal teilnehmen an den Ermittlungen, die zwischendurch immer wieder neue Wendungen nehmen und mich damit immer wieder überraschte. Ich mag diesen besonderen Humor, den der Autor an den Tag legt und dem auch die Übersetzung nichts anhaben konnte, ein Kompliment an die Übersetzerin Sabine Roth. Mit leichter Hand spannt Richard Osman einen Handlungsbogen aus der Vergangenheit in die Gegenwart, in die verwirrende Welt der Kryptowährungen, Finanzen und Steuern.


Verbrechen wurden noch nie so amüsant gelöst wie vom Donnerstagsmordclub


Herausgeber ‏ : ‎ List Hardcover; 2. Edition (23. Februar 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 432 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3471360522
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3471360521
Originaltitel ‏ : ‎ The Bullet That Missed