Montag, 9. Dezember 2019

FAAR Am Seelenbrunnen von Christian Günther

Inhalt: Band 3 beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung, der früheren Geschehnissen, so dass kleine Gedächtnislücken schnell wieder gefüllt sind.
Harmis ist auf dem Weg zum Seelenbrunnen um Hilfe für Gor zu finden, der im letzten Kampf alle Seelen, die in ihm wohnten, verlor.
Nicht ahnend das sich auch sein Schicksal dort entscheiden wird.
Währenddessen tobt der Kampf um FAAR, das immer mehr sowohl vom wachsenden Wald als auch von den Meermenschen bedroht wird.

Meine Meinung:
Viel mehr möchte ich euch zum Inhalt gar nicht erzählen. Ein bisschen was kommt sicher noch im Text.
Ich habe mich auf die Rückkehr nach FAAR gefreut, tatsächlich sind mir die Charaktere mit all ihren Stärken und Schwächen ans Herz gewachsen. Hyron z.B. der als gnadenlosen Krieger und Anführer der Brüder der Schande im Laufe der Zeit seine etwas weichere Seite entdeckt, er persönlich schiebt das auf sein Alter, ich sehe das aber etwas anders.
Wieder einmal ließ Christian Günther scheinbar mühelos Bilder in meinem Kopf entstehen, ich sah den Seelenbrunnen und den stetig wachsenden Wald vor mir und ich litt mit Alix während ihrer grausamen Visionen. Kopfkino vom Feinsten.
In schnellem Wechsel erzählt der Autor mal von Alix, Hyron oder Harmis so das ich immer das Gefühl hatte, ich bin gerade direkt dabei, mir wird nichts im Nachhinein erzählt. Ich mag diese Art eine Geschichte zu erzählen sehr.
Am Ende blieb die eine oder andere Frage noch unbeantwortet, das ist auf der einen Seite etwas frustrierend auf der anderen Seite schürt das natürlich die Hoffnung auf einen weiteren Teil, die Gerüchteküche erzählt auch schon davon.
Aber ob es nun einen weiteren Band geben wird oder nicht. FAAR AM SEELENBRUNNEN bekommt  wie schon die Vorgängerbände eine absolute Leseempfehlung von mir.

  • Broschiert: 290 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (29. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958693784
  • ISBN-13: 978-3958693784


Freitag, 6. Dezember 2019

Das offizielle Kochbuch zum Original KRIMIDINNER®: 13 mörderisch gute Menüs

Der eine oder andere von euch hat es sicher mitbekommen:
Ich liebe Krimidinner Veranstaltungen.
Die Kombination aus gutem Essen und Krimitheater ist für mich die perfekte Abendunterhaltung.
Im Ullmann Verlag ist nun ein Kochbuch erschienen, dem ich einfach nicht widerstehen konnte.
Das in schwarz-weiß gehaltene Cover mit rotem Schriftzug zog mich fast magisch an.
Das original Krimidinner Kochbuch, ist nun aber weitaus mehr als ein schnödes Kochbuch. Der Leser kann, während er darauf wartet das die Kartoffeln und der Braten gar werden, im Buch schmökern und dabei einige Tatorte kennenlernen, z.B. das Schlosshotel Hugenpoet in Essen, da war ich tatsächlich schon einmal und kann euch sagen, es ist auf jeden Fall einen Besuch wert und wem das zu weit ist, das Rezept für das Menü aus der Schlossküche ist wie 13 weitere natürlich im Buch enthalten. Auch die weiteren Tatorte werden vorgestellt nicht nur mit Text, sondern auch mit wunderschönen Bildern.

Der Leser erfährt auch einiges über die legendäre Familie Ashtonburry, in Porträts werden die einzelnen Familienmitglieder vorgestellt, die so ziemlich genau jedem Klischee entsprechen das man sich vorstellen kann, der steife in Traditionen verhaftete Lord, die dekadente und vergnügungssüchtige Lady um nur zwei zu nennen. Aber das ist genau das was ich sehen, bzw. lesen will.

In der 7-teiligen Ashtonburry Chronik werden Kriminalfälle vorgestellt und das ist auch mein einziger Kritikpunkt am Buch, die einzelnen Fälle werden kurz angerissen, das ist als Appetitthäppchen ganz nett, mir persönlich wäre aber eine durchgehende Story lieber gewesen, so erfahre ich ja nie wer der Mörder ist, da ist Frustessen angesagt.
Womit wir zu den Rezepten kommen.
                                 
                                                           

Auf den ersten Blick erscheinen sie etwas kompliziert, aber mit etwas Übung und Geduld bekommt man auch als Hobbykoch ein durchaus leckeres Menü auf den Tisch gezaubert. Hier könnte ich euch jetzt ein Bild aus meiner Küche zeigen, aber den Anblick erspare ich euch, ich bin kein Foodblogger der stundenlang immer wieder dasselbe kocht, um am Ende die perfekten Bilder zu präsentieren. Anders kann ich mir die perfekten Ergebnisse nicht vorstellen. Das überlasse ich den Profis.
Ich hatte mir am als ersten Versuch ein eigenes Menü zusammengestellt.

Es gab
Den Salat aus Menü Nr. 8
Wildkräutersalat an Himbeervinaigrette

Schwarze Linsensuppe (ohne Wachtelkeule) aus Menü Nr. 1 und ebenso aus Menü 1, 
Schweinefilet an Kräutersauce mit gebratenem Gemüse und Rosmarinkartoffeln.

Und mein Highlight, 
Creme Brûlée mit Vanille und Tonkabohne, Kompott von karamellisierter Ananas und Milchschokoladeneiscreme


In der nächsten Auflage könnte gern noch die eine oder andere vegetarische Alternative vorgestellt werden.

Ich vergebe für das Buch 5 Kochlöffel, ne Quark.
Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung nicht nur für Krimi Liebhaber.

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Ullmann Medien GmbH; Auflage: 1.Auflage 2019 (31. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3741524239
  • ISBN-13: 978-3741524233

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Fressen oder gefressen werden von Thomas Williams


Deutschland ist immer noch komplett von der Außenwelt abgeriegelt, auf den Straßen herrscht das Recht des Stärkeren.
Nathalie und ihre Zufallsbekanntschaft Lars folgen einem Gerücht: Es soll einen Weg nach draußen geben. Auf dem Weg zur Grenze begegnen sie den Bluthunden, die unter der Herrschaft des Imperius, einen Staat des Schreckens aufbauen wollen und sie fressen Menschen.

Auf die neueste Novelle der ZZG Reihe, habe ich schon lange gewartet, es ist immer wieder interessant zu lesen wie unterschiedlich die Autoren das Thema umsetzen.
Thomas Williams lässt seine Geschichte zu einer Zeit spielen, zu der die Lebensmittel knapp werden und der Wahnsinn bei dem einen oder anderen Überhand gewinnt.
So auch bei Imperius, der Menschenfresserkönigin, mit gnadenloser Gewalt und kaum zu überbietender Grausamkeit hält sie ihre Anhänger zusammen, die von Bielefeld aus immer weitere Kreise ziehen um “Nahrung" zu finden.
Während Lars in Bad Oeynhausen in Gefangenschaft gerät, findet sich Nathalie unter Prepern wieder, die einen waghalsigen Plan gegen Imperius schmieden.

Thomas Williams spart nicht mit Gewaltszenen und was er nicht explizit beschreibt, entsteht als Bild unweigerlich im Kopf seiner Leser, abgemildert wird das durch die eine oder andere humorvolle Szene, wobei ich mir nicht immer sicher war, ob Leser, die die Gegend nicht kennen auch so witzig finden, vielleicht kam da aber auch ein klein wenig Heimweh in mir auf. Wer kennt schon Bad Oeynhausen.
Dass sich einer der Hauptprotagonisten teilweise unbekleidet durch die Geschichte schlagen muss, kann man witzig finden, muss man aber nicht ;o)
Ich neige ja dazu auch in Horror Storys eine Botschaft hineinzuinterpretieren, bei dieser fällt es mir sogar sehr leicht.
Gemeinsam ist man stark, sei es nun ein Zusammenschluss zum Bösen oder in der Absicht Gutes zu tun und möglichst vielen Menschen die Gelegenheit zu geben zu überleben.

Mir hat das Lesen dieser Novelle durchaus Spaß gemacht und ich bin wieder sehr gespannt was es demnächst neues gibt, aus der Zombie Zone Germany

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (15. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958691293
  • ISBN-13: 978-3958691292



Dienstag, 3. Dezember 2019

Hass stirbt nie von Steintór Rasmussen


In der kleinen färöischen Küstenstadt Nordvik ist das Leben noch einfach, man kennt und versteht sich, der gemeinsame Glaube verbindet die Menschen seit Generationen.
Bis ein Mord die Gemeinde erschüttert.

Meine Meinung:
Steintór Rasmussen erzählt die Geschichte des Mordes an Hallvin Tróndarson ruhig und ohne Effekthascherei, in Rückblenden lässt er die Geschehnisse, die zu dem Mord führten, wieder aufleben. So erfährt der Leser auch viel über das Leben der Färöer und das ist ein sehr interessanter Aspekt des Buches, der für meinen Geschmack gern noch tiefer hätte ausgeführt sein können.
Als Leser erfährt man nur durch kurze Passagen wie behütet die Färoer doch leben, der Aufschrei in der Gemeinde ist groß als die Zeitungen zu ausführlich über den Mord berichten. Solche Berichte würden die Frauen und Kinder verstören.
Hier hoffe ich auf die weiteren Bücher rund um den Stricknadelclub, von denen wohl schon 4 Bände erschienen sind. Rasmussen stellt die Damen des Strickclubs sehr ausführlich vor, jede kommt zu Wort, ebenso wie die Täterin, dies allerdings führt dazu, das mir schon recht bald klar war, warum sie keinen anderen Weg sah sich von ihren inneren Dämonen zu befreien.
Sie ist eine zerstörte Seele, der durch die Tat ihres späteren Opfers das  Leben genommen wurde, das sie sich als Kind und Jugendliche ausgemalt hat, wie es wohl jeder von tut. Ohne die Chance sich jemandem anzuvertrauen, fraß sich der Hass so tief in die Seele der Frau, das für nichts anderes mehr Platz blieb. Diesen Aspekt kann man sicherlich als Kritik an allzu tiefer Bibeltreue verstehen.
Manchmal erschien mir die Sprache des Autors nicht unbedingt passend zu einem Mord, in Verbindung mit meinem Wissen wer die Tat begangen hat, konnte nicht allzu viel Spannung aufkommen
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gern gelesen und das gerade wegen der manchmal fast poetischen Wortwahl Rasmussens. Ich mag es mich in der Sprache eines Buches zu verlieren.
Am Ende gibt es ein Personenverzeichnis und das ist schon allein wegen der vielen Personen mit für deutsche Ohren schwierigen Namen sehr wichtig.

  • Taschenbuch: 344 Seiten
  • Verlag: edition krimi; Auflage: 1 (1. November 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3946734723
  • ISBN-13: 978-3946734727

Montag, 2. Dezember 2019

„Nachdem du Poppy gelesen hast, möchtest du das Mädchen nie wieder allein lassen .“Tim Robbins – Regisseur/Schauspieler. Ein Interview mit Astrid Korten



Liebe Astrid, herzlich willkommen im Bücherhaus. Ich freue mich sehr das du dich bereit erklärst hast, ein paar Fragen zu beantworten. Kaffee und frisch gebackene Torte stehen bereit.


1.) Für die Leser, die dich vielleicht noch nicht kennen, magst du dich mit 5 Worten beschreiben?

Ideenreich, humorvoll, zuverlässig, großzügig, ungeduldig.
(Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen, Astrid Korten gehört zu den nettesten und großzügigsten Menschen die ich kenne, am Ende des Interviews, werdet ihr das auch selber sehen können)

2.) Wenn du nicht schreibst, was tust dann am liebsten?
Ich male Öl auf Leinen, treibe ein bisschen Sport und bin Familienmensch.

3.) Hast du einen Lieblingsschriftsteller, wenn ja, was fasziniert dich an ihm oder ihr?

Ja, die Geschwister Brontee. Sie begleiten mich schon mein ganzes Leben. Mir gefällt es, wie sie ihr Können in der viktorianischen Zeit und unter schwierigsten Bedingungen unter Beweis stellen konnten und SchriftstellerInnen wurden. In der Kindheit haben sie ihre Geschichten auf Toilettenpapier geschrieben, weil nichts anderes da war.


4.) Bald erscheint dein zweites Buch um den Ermittler Ibsen, hast du geplant ihm eine längere Reihe zu widmen?

So ist es. Ibsen wird meine Reihe für den Piper-Verlag. Es gibt weitere spannende Fortsetzungen.

5.) Ibsen ist ein sehr spezieller Charakter, was hat dich inspiriert ihn gerade so zu erschaffen wie er ist?

Ich finde viele Ermittler so „abgenutzt“. Deshalb wollte ich einen besonderen Charakter schaffen. Ich mag ihn sehr. Er ist so abseits vom Mainstream. Das beginnt schon mit seinem Namen.


6.) Diese Fragen waren zum warm werden, jetzt kommen wir zu dem Punkt über den wir bei unserem viel zu kurzen Treffen auf der FBM19 gesprochen haben. Du hast mich ja sehr neugierig gemacht.

Du hast mir erzählt, dass du in die USA fliegst und zwar für etwas ganz besonderes. Was kannst und darfst du mir und meinen Lesern denn verraten?




Letzte Woche ist mein brandneuer Psychothriller „Poppy“ erschienen. Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit um einen Kindesmissbrauch. Ich schreibe oft zuerst ein Drehbuch und reiche es dann in USA bei meinem Agenten oder im Drehbuchwettbewerb ein. In USA wurde der Roman nominiert. Aber dann geschah noch etwas. Ich hatte vorher für Piper einen Thriller geschrieben, der in USA spielt, dort auch nominiert wurde, und der im Herbst 2020 im Piper-Verlag veröffentlicht wird.
Mit diesem Drehbuch ist Tim auf mich aufmerksam geworden. Warum …? Das darf ich leider nicht verraten. Aber wenn das Buch auf dem Markt ist, wird jeder es verstehen. So kam auch Poppy zu ihm. Jedenfalls hat mein Agent einige Tage später das Drehbuch angeboten und ich wurde eingeladen. Man darf gespannt sein, wie dieses schwierige Thema umgesetzt wird.


                                          


Mittlerweile ist das Buch erschienen und es gibt schon viele Stimmen dazu, allein die Rezensionen auf Amazon zeigen wie tief die Leser durch Poppys Geschichte erschüttert sind und da ich das Buch auch gelesen habe, kann ich die Emotionen, die es hervorruft absolut nachvollziehen.
Da das kleine Mädchen aus dem Buch keine Fiktion ist, interessierte mich natürlich auch ihr weiteres Schicksal, so das es doch noch eine 7. Frage gab.

7.) Wie geht es Poppy heute, wie konnte sie die Erlebnisse in ihrer Kindheit verarbeiten.

Ich habe per Zufall Poppys Akte gelesen, weil ich in den Semesterferien bei einem Psychiater gearbeitet habe. Poppy hat als Teenager eine Therapie gemacht. Ich habe sie nie darauf angesprochen, weil mir das untersagt wurde. Wir haben uns Jahre später mal zum Essen getroffen und da hat sie mir von sich aus davon erzählt. Poppy hat einen sehr netten Mann kennengelernt (da war sie 32) und vier Kids bekommen. Sie lebt heute im Norden des Landes. Ihr Mann ist früh gestorben.

Poppy ist eines von vielen Kindern auf der ganzen Welt, die täglich unter Missbrauch zu leiden haben, umso wichtiger sind Bücher wie dieses, denn vielleicht öffnet es dem einen oder anderen die Augen. Es kostet nicht mehr als ein bisschen Überwindung seltsame Vorkommnisse in der Familie oder Nachbarschaft beim Jugendamt  zu melden, lieber schauen die Mitarbeiter dort einmal zu viel nach dem Rechten als einmal zu wenig.
Auch Betroffene finden dort Hilfe.
Astrid Korten selbst unterstützt den Kinderschutzbund, terre de femme und den Verein Lebenshilfe e.v.


Ihr könnt auch etwas gewinnen, mir wurden von Astrid 3 Sets bestehend aus Buch, Kugelschreiber Taschenlampe und einer Autogramm Karte zur Verfügung gestellt, die ich unter euch verlosen darf.







Beantwortet mir hier oder auf meiner Facebookseite folgende Frage:
Unterstützt ihr gemeinnützige Vereine, die sich speziell für Menschenrechte einsetzen?

Das Kleingedruckte:
wichtig. LESEN.
Teilnahmebedingungen
-das Gewinnspiel endet am 07.12.2019 um Mitternacht.
- den Beitrag auf dem Blog und/oder auf Facebook kommentieren
- Teilen wäre lieb, ist aber kein Muss
- Teilnahme ab 16 (oder mit Erlaubnis der Eltern) und mit Wohnsitz in Deutschland
- Kein Ersatz, wenn der Postbote lieber selbst das Buch lesen möchte
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung nicht möglich
- Die Adresse wird nur für den Versand des Buches an die Autorin weitergegeben

- Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook

Das Gewinnspiel ist beendet und die Gewinner sind ausgelost, Toldi du hast gewonnen,
Allen anderen Danke ich fürs Mitmachen.