Sonntag, 1. August 2010

Die dreizehnte Stunde von Richard Doetsch

Klappentext:
Nicholas Quinn sitzt im Verhörraum der Polizei. Seine Frau wurde ermordet, und man hält ihn für den Täter. Doch er ist unschuldig. Ihr Tod ist mit dem Schicksal von 212 Menschen verbunden, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind – denn eigentlich sollte Nicholas’ Frau an Bord dieser Maschine sein. Doch aus irgendeinem Grund hat sie die Maschine in letzter Minute verlassen. Dieser Grund ist für den Absturz verantwortlich. Und für ihren Tod.
Ein Fremder betritt das Verhörzimmer. „Ihre Frau lebt noch“, sagt er. „Sie können sie retten und die 212 Passagiere des Flugzeugs.“ Er überreicht Nicholas eine goldene Uhr, auf der die Zeit rückwärts zu laufen scheint. "Sie haben dreizehn Stunden."
Der Countdown läuft.



Meine Meinung:
Ich verrate nicht mehr als in der Leseprobe; die man im Netz findet, schon zu erfahren war.
Die Hauptfigur des Buches kann mithilfe einer magischen Taschenuhr in die Zeit zurück reisen und so versuchen das Leben seiner Frau zu retten, die erschossen wird für den Mord wird er verantwortlich gemacht.
So weit so langweilig, wenn es denn so wäre wie in den meisten Zeitreiseromanen, der Held reist in die Vergangenheit er erlebt ein paar Abenteuer und rettet die Frau.
Hier ist es ein wenig anders, er reist immer nur ein Stück weit zurück, und verändert jedes mal die Zukunft etwas anders, es ist ganz interessant zu sehen was im weiteren Verlauf geschieht, je nachdem was er unternimmt.

Der Roman wäre ein Thriller mit leichtem Fantasyeinschlag wie es viele gibt, würde er eben nicht rückwärts laufen, das macht ihn lesens- und empfehlenswert.

Sonntag, 20. Juni 2010

Rattentanz von Michael Tietz

kLAPPENTEXT:

23. Mai, 7 Uhr: Was als Schülerstreich begann, führt zum globalen Alptraum …


Wellendingen, ein idyllisches Dorf im Südschwarzwald: Eva Seger hat Frühdienst im Donaueschinger Krankenhaus. Ihr Mann Hans ist beruflich in Schweden unterwegs, ihre Tochter, die siebenjährige Lea, ist bei Nachbarn. Dass Eva wieder schwanger ist, will sie ihrem Mann erst bei seiner Rückkehr sagen. Eigentlich scheint alles in bester Ordnung – bis plötzlich der Strom ausfällt. Die Telefone stehen still, Supermarkttüren öffnen sich nicht mehr, der Verkehr bricht zusammen, Flugzeuge stürzen ab. Der wirksamste Computervirus, der je ersonnen wurde, schleudert die Welt zurück ins Mittelalter. Langsam dämmert der Dorfgemeinschaft, dass der normale Alltag Vergangenheit geworden ist.

Innerhalb weniger Stunden zerbricht das so stabil scheinende Gerüst unserer modernen Gesellschaft. Jetzt ist sich jeder selbst der Nächste, und bisherige Werte zählen nichts mehr – es kommt nur noch darauf an zu überleben.

Für Eva und Hans Seger beginnt ein Überlebenskampf, auf den sie niemand vorbereitet hat. Alles andere wird unwichtig und tritt hinter einem Ziel zurück: Rückkehr nach Wellendingen, zu ihrer Tochter Lea. Der Weg nach Hause wird sowohl für Eva als auch für Hans zur Reise durch die Hölle.

Meine Meinung:

Ich habe mir, nachdem ich die Leseprobe gut und interessant fand, das Buch gekauft.

Immer noch gefiel mir der Schreibstil, der selten Langeweile aufkommen lies und doch mag ich das Buch nicht wirklich weiterempfehlen, auch wenn es sich um einen Roman handelt mit einer selbstverständlich erfundenen Geschichte sind mir die Guten zu gut und die Bösen zu Böse.

Dem was wäre wenn Szenario hätte meiner Meinung nach etwas mehr Realismus gut gestanden, wie schon aus der Leseprobe zu erfahren war, bricht nur Stunden nach dem Weltweiten Stromausfall alles zusammen, Ärzte und medizinisches Personal verlassen sofort die Kliniken, ebenso die Polizeikräfte und Soldaten ziehen plündernd und mordend durch die Gegend, all dies mag passieren aber sicher nicht in den ersten Stunden nach so einer Katastrophe.

Selbst Herr Tietz spricht in seinem Nachwort davon, was trotz Stromausfall alles weiter funktionieren würde, da stellt sich mir die Frage, warum er das nicht ansatzweise eingearbeitet hat? Ich mag Romane in denen eine düster Zukunft beschrieben wird eigentlich gerne auf diesen hätte ich gerne verzichten können, schade.

Sonntag, 6. Juni 2010

Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus

Ich habe mal wieder ein durchaus empfehlenswertes Buch von Vorablesen bekommen.

Klappentext:
An einem regnerischen Novembertag werden Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein vom Hofheimer K 11 zu einem mysteriösen Verkehrsunfall gerufen: Eine Frau stürzte von einer Fußgängerbrücke auf ein fahrendes Auto.

Ein Zeuge glaubt beobachtet zu haben, dass die Frau von der Brücke gestoßen wurde. Die Ermittlungen führen Pia und Bodenstein in das kleine Taunusdorf Altenhain, in dem das Unfallopfer Rita Cramer früher gelebt hat. Elf Jahre zuvor verschwanden dort an einem Abend im September zwei siebzehnjährige Mädchen spurlos. In einem reinen Indizienprozess wurde damals der jährige Tobias Sartorius, Rita Cramers Sohn, zu zehn Jahren Haft verurteilt. Bodenstein und Pia Kirchhoff erfahren, dass Tobias nach Verbüßung seiner Haftstrafe vor kurzem in seinen Heimatort Altenhain zurückgekehrt ist. Hat der Angriff auf seine Mutter etwas mit seiner Rückkehr zu tun? Im Dorf stoßen Pia und Bodenstein auf eine Mauer des Schweigens. Als wieder ein Mädchen verschwindet, scheinen sich die Ereignisse der Vergangenheit auf unheilvolle Weise zu wiederholen. Die Ermittlungen werden zu einem Wettlauf gegen die Zeit, denn für die Dorfbewohner steht sofort fest, wer der Schuldige ist und sie sind entschlossen, dieses Mal die Sache selbst in die Hand zu nehmen.



Es ist nicht alles wie es scheint, das zeigt uns dieser Roman, von Nele Neuhaus, egal ob es um Tobias geht,der 10 Jahre lang wegen Mordes an 2 Mädchen im Gefängnis saß oder um diverse Dorfbewohner die dann doch anders sind als sie sich am Anfang geben. Nele Neuhaus schafft es, den Leser durch den Roman zu führen ohne das Langeweile aufkommt, auch wenn viel passiert und man immer wieder neue Informationen bekommt.

Das gut eingespielte Ermittlerteam Pia und Oliver, soll eigentlich einen Verkehrsunfall aufklären, der sich als Mordversuch entpuppt, aufklären, dabei stoßen sie auf die alten Mordfälle wegen denen Tobias berurteilt wurde. Pia stösst dabei auf Ungereimtheiten und ermittelt halboffiziell erneut, im Dorf stösst sie dabei auf eine Mauer aus Schweigen und Lügen.

Die Dorfbewohner schrecken nicht mal vor Gewalt zurück um Tobias wieder zu vertreiben, schnell erfahren wir das sie einiges zu verbergen haben. Tobias versucht herauszufinden was damals in der Mordnacht wirklich geschah da er sich an nicht erinnern kann unterstützt wird er dabei von seiner Jugendfreundin Nadja und Amelie einem jungen Mädchen, das einem der Mordopfer sehr ähnlich sieht.

Als auch Amelie verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse.

Mein Fazit, trotz vieler Wendungen, vieler verschiedener Verbrechen, es geht nicht nur um Mord sondern auch um Erpressung und Vergewaltigung, verliert man nie den Faden und das Buch bleibt immer spannend.
06.06.2010 14:51:06

Donnerstag, 18. März 2010

Entrissen von Tania Carver

Klappentext:

Der Serienkiller hat zum dritten Mal zugeschlagen. Die Wohnung ist in Blut getränkt,die Tote liegt gefesselt in ihrem Bett. Ihr Körper ist bizarr entstellt.


Wieder ist das Opfer eine schwangere junge Frau. Die Profilerin Marina übernimmt den Fall – und ist entsetzt von der Grausamkeit der Morde. Indizien deuten auf eine Täterin. Aber kann eine Frau so etwas tun? Plötzlich schlägt der Killer wieder zu. Für Marina beginnt ihr ganz persönlicher Alptraum.

Meine Meinung:

Ich bin zu 96% von dem Buch begeistert.

Ohne Vorwarnung stürzt uns die Autorin in die Abgründe des Horrors, mit klaren Worten und ohne Schnörkel beschreibt sie grausame Verbrechen, begangen an wehrlosen schwangeren Frauen, von einem Menschen der die Bezeichnung *Mensch* eigentlich nicht verdient hat, der im Auftrag eines weiteren Opfers ( das selber seit frühster Kindheit die Hölle erlebte) und aus purer Mordlust handelt.

Die Ermittlungen kommen nicht wirklich voran da das Ermittlerteam um Phil Brennan zuerst keine Verbindung der einzelnen Opfer untereinander findet.

Nach und Nach finden sich allerdings alle Handlungsstränge zusammen und als gesamtes ist der Thriller völlig schlüssig.

Besonders gut gefallen haben mir die Kapitel, die aus der Sicht des Mörders und denen des Auftraggebers geschrieben wurden, da diese einen besonders tiefen Einblick in die Hintergründe der Taten liefern.

Nicht ganz so gut gefiel mir die. wohl in Thrillern mittlerweile obligatorische, Liebesgeschichte zwischen Phil und der Psychologin Marina, die ebenfalls schwanger, von Phil, ins Visier des Mörders gerät, ich hatte am Ende das Gefühl das diese Liebesgeschichte nur eingebaut wurde um einen spannenden Schluss schreiben zu können, ich bin allerdings davon überzeugt das die Autorin das auch anders hin bekommen hätte.

Tania Carver ist eine Autorin von der wir sicherlich noch mehr lesen werden, ich freu mich drauf.

Montag, 8. März 2010

Das große Tier von Veit Etzold

Klappentext:
Ein unheimlicher Investor, der durch Mord die Märkte bewegt … Eine digitale Welt, in der globale Vernetzung globale Kontrolle bedeutet … Und ein uralter Plan mit einem schrecklichen Ziel.


Erster Januar: Stuart Hill, Chef von Promethean Industries, einem internationalen Konzern für Satellitentechnik, kommt nach durchfeierter Silvesternacht in seiner Berliner Adlon-Suite auf rätselhafte Weise ums Leben. Tags darauf stürzen die Aktienkurse in die Tiefe. Irgendjemand verdient gigantische Summen an Hills Tod.

Sarah Jakobs, junge Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität am LKA Berlin, wird mit den Ermittlungen betraut, als sich ein weiterer Mord ereignet. Die Opfer sind in einer rätselhaften, skulpturalen Weise angeordnet – und: Wieder handelt es sich um ranghohe Manager, wieder fehlt von den Tätern jede Spur. Bis auf eine mysteriöse Botschaft, die am Tatort hinterlassen wurde.

Gemeinsam mit Vincent Wagner, einem Bremer Doktoranden der Kunstgeschichte, versucht die junge Kommissarin, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Einem Rätsel, das in ihr die unheilvolle Ahnung wachsen lässt, etwas Großem auf der Spur zu sein. Vielleicht etwas zu Großem. Die Spur führt über Dantes »Inferno« und den mittelalterlichen Satan zum altgriechischen Gott Kronos, Gott der Zeit und Vater des Zeus. Und zu einer uralten Vereinigung, die seit Jahrtausenden auf ihr Ziel hinarbeitet. Ein Ziel, das fast erreicht ist.


Mein Fazit:
Die Kinder des Kronos, ein Geheimbund der seit Urzeiten existiert und schon genauso lange versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen, steht kurz vor der Vollendung des Plans, einige Gegner werden auf grausame Art ermordet, Firmen mittels Insider Wissens und kriminellen Machenschaften übernommen. Doch dann übernimmt Hauptkommissarin Sarah Jakobs, die Ermittlungen zum Mordfall am Wirtschaftsboss Stuart Hill, mit unkonventionellen Methoden und unter der inoffiziellen Hinzuziehung ihres Freundes, einem Kunststudenten und der Hilfe eines Professors taucht sie immer tiefer in die Mythologie die hinter den Firmen steht.Mit jedem der kurzen Kapitel fügt sich ein Puzzelteilchen zum anderen und am Ende fügt sich alles schlüssig zueinander, der Roman ist sehr spannend und auch informativ geschrieben, Aktienhandel muss kein staubtrockenes und langweiliges Thema sein, wenn er mit Mord und Mythologie zusammen serviert wird.