Sonntag, 23. Juli 2023

Düsteres Fichtelgebirge Die Mine von Sarina Wood

Klappentext:

Ein gebrochenes Versprechen. Unerklärliche Vorgänge. Ein Familiengeheimnis. Eine alte Goldmine. 1952: Als drei Kinder den Eingang einer verlassenen Goldmine entdecken und sich Zugang verschaffen, ahnen sie nicht, welches Unheil ihr Handeln heraufbeschwört. Eine dunkle Macht wird befreit und hegt nur ein Ziel: Rache. 2010: Diana musste ihrer Mutter versprechen, niemals nach Goldhain zurückzugehen. Doch als ihre Tante im Sterben liegt, muss Diana als letzte Verwandte ihr Versprechen brechen und mit ihren drei Kindern in das Elternhaus ihrer Mutter zurückkehren. Die Menschen im Ort verhalten sich merkwürdig abweisend. Nur Michael, der sich um ihre Tante kümmerte, ist freundlich. Zu freundlich? Eine dunkle Präsenz streckt bereits die Hände nach ihnen aus.

Vielleicht muss ich ab hier etwas spoilern.
Die Geschichte beginnt mit einem Rückblick ins Jahr 1952, als die 3 Freunde Peter, Karl und Uwe nach dem Eingang einer seit Urzeiten stillgelegten Mine suchen. Ihr Ziel ist es, das dort vermutete Gold zu finden und damit die Sorgen ihrer Familien zu beenden. Doch ihr Abenteuer endet tragisch.

Im Jahr 2010 wird die verwitwete Diana ans Sterbebett ihrer Tante Sophie gerufen, was sie zwingt, das Versprechen zu brechen, niemals nach Goldhain zurückzukehren, das sie einst ihrer Mutter gegeben hatte. Gemeinsam mit ihren Kindern Toni, Jona und Leah zieht sie vorübergehend in das Haus ihrer Tante. Die Dorfbewohner begegnen ihr größtenteils mit Ablehnung, aber Michael, der sich um ihre Tante gekümmert hatte, und Paul, in den sich ihre Tochter Toni verliebt, sind freundlich zu ihr.

Bald darauf gerät die Familie in Gefahr, als seltsame und bedrohliche Ereignisse sie heimsuchen. Allerdings dauert es eine Weile, bis sowohl die Leser als auch die Familie dem Geheimnis auf die Spur kommen, da die Protagonisten nicht offen über ihre Erlebnisse sprechen. Die Grundidee der Geschichte ist großartig und verspricht eine Gänsehautatmosphäre, besonders mit der verlassenen Mine als unheimlichem Schauplatz und dem langsam enthüllten Familiengeheimnis, das für angenehme Spannung sorgt.

Allerdings gibt es einen Aspekt, der mir persönlich nicht so gut gefallen hat: Die Liebesbeziehung zwischen Diana und Michael, die meiner Meinung nach zu viel Raum in der Handlung einnimmt. Ich hätte es bevorzugt, wenn mehr Zeit der Entdeckung des Familiengeheimnisses und der schaurigen Atmosphäre gewidmet worden wäre.

Dennoch muss ich die Stärken der Geschichte anerkennen, insbesondere die gelungene Grundidee und die Fähigkeit der Autorin, eine gruselige Atmosphäre zu schaffen. Die mysteriösen Ereignisse und das langsam enthüllte Familiengeheimnis halten die Spannung bis zum Ende des Buches aufrecht. Die Charakterentwicklung ist insgesamt gut, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Protagonisten offener miteinander kommunizieren und ihre Erlebnisse teilen würden, um Missverständnisse zu vermeiden und die Handlung effizienter voranzutreiben.

Ich persönlich empfand die zusätzliche Liebesgeschichte als überflüssig, da sie meiner Meinung nach nichts zur Geschichte beitrug. Doch Geschmäcker variieren, und andere Leserinnen und Leser schätzen wahrscheinlich gerade die Mischung aus Horror und Liebe.


  • Herausgeber ‏ : ‎ Low, Torsten; Erstausgabe Edition (27. April 2023)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 370 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3966290286
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3966290289




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