Montag, 25. Oktober 2021

FBM2021 oder Seltsam und anders schön.

 Kennt ihr das noch, das Hinfiebern auf ein bestimmtes Jahresereignis? Als Kind war das Weihnachten, Ostern und natürlich der eigene Geburtstag, im Laufe der Jahre wich die Vorfreude darauf mehr und mehr, dem Gedanken an Stress und *Oh je, schon wieder ein Jahr älter* 
Wenn man Glück hat, findet man andere Termine, auf die man sich ein Jahr freuen kann, für Bücherjunkies sind das Buchmessen, besonders die beiden großen Messen FBM und LBM ziehen tausende von Besuchern an, man trifft sich, plaudert, knüpft Kontakte und schwelgt in Büchern über Büchern. Und dann kommt so ein blödes Virus und macht alles kaputt. Zum Schutz aller Menschen fallen Groß und Kleinveranstaltungen aller Art aus: Lockdown, Stillstand, Messen nur noch Online, Treffen mit Freunden: Fehlanzeige.
Dieses Jahr aber fand die FBM wieder statt: 


25000 Besucher waren aufgrund der herrschenden Bestimmungen zum Besuch der Messe zugelassen, das klingt erst einmal viel, aber wie man auf dem Bild sieht, die verlaufen sich in den weiten der Hallen, gut an den Fachbesuchertagen, waren es sicher keine 25000 Menschen, ab Freitagmittag wurde es schon etwas voller, aber so ein richtiges Messegedrängel kam wohl auch nicht auf.
Das ging ein bisschen auf Kosten der Atmosphäre, aber es gab auch viele Vorteile:

Die breiten Gänge dürfen gern beibehalten werden, etwas mehr Platz kann nie schaden. Und es gab ganz viel Zeit für Gespräche. Ich habe die erste Stunde der Messe am Stand der *Mörderischen Schwestern* verbracht, die Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen unterstützt sich gegenseitig mit Vorträgen, Workshops; Expertinnenwissen und Gesprächen über alle Themen, die mit dem Schreiben und Lesen von Krimis zu tun haben. Bei einem Gläschen Sekt, mit dem das 25-jährige Bestehen des Vereins gefeiert wurde, sprach ich mit der 

Autorin Mareike Fröhlich

 

der Schatzmeisterin des Vereins über die Wichtigkeit von Korrektorat und Lektorat und dass das leider oftmals nicht sorgfältig ausgeführt wird, mich persönlich ärgert es ja sehr, wenn ich beim Lesen merke, dass nur mal schnell die Rechtschreibprüfung über den Text gejagt wurde und das das leider kein Phänomen ist, das einzig die weniger bekannten Autoren betrifft oder nur SPLer, sondern das das wohl auch bei großen Verlagen vorkommt.
Schade aber nicht zu ändern.
 Weiter ging es durch die Hallen der Messe, ich hatte mir mit Absicht keinerlei Termine gemacht und liess mich einfach treiben, mal hier hin mal dort hin und vor allem an die Stände der Verlage die ich sonst vielleicht einfach übersehen hätte.
So stieß ich auch auf den jmb-Verlag, der es sich auf die Fahnen geschrieben hat, das alte Geschichten nicht verloren gehen und in seiner Kabinett der Phantasten Reihe, viele Geschichten bekannter und weniger bekannter Phantastik Autoren neu auflegt. Mir gefällt das Konzept und ich habe mir den ersten Band: Ein wahrheitsgetreuer Bericht von Daniel Defoe zum Probelesen mitgenommen, wenn es mir gefällt habe ich wieder ein Sammelgebiet mehr, immerhin sind schon fast 100 Heftchen erschienen, da wünschte ich mir doch einen Sammelschuber.



Und schon war der erste Tag der Messe auch schon wieder vorbei, der von einem sehr leckeren Abendessen mit meinen  wunderbaren Gastgebern Jasmin von buch-leben und ihrem Mann gekrönt wurde. Auch auf diesem Weg nochmal ein herzliches Dankeschön.

Der zweite Tag auf der Messe auf der Messe startete *upps* schon wieder mit einem Gläschen Sekt am Stand der *Mörderischen Schwester* 25 Jahre können gern länger gefeiert werden.
Diesmal hatte ich ein tolles Gespräch mit Fenna Williams Auerbach, 



die mir ihren neuen Krimi Viel Erben verderben das Sterben vorgestellt hat. Ich bin schon sehr gespannt, was mich erwartet, wenn ich das Buch lesen darf.
Es gab auch Geschenke, damit hatte ich ja überhaupt nicht gerechnet. 



Den Rest des Tages verbrachte ich mit Lieblingsmenschen, endlich mal wieder gab es die Gelegenheit sich mit anderen Bloggern auszutauschen, bei Kaffee, Kuchen und Currywurst über Bücher, Autoren, Verlage und das Wetter ( das am Messefreitag herrlich war) zu plaudern.




Den Abschluss dieses Tages bildete eine Lesung von Andreas Winkelmann, der seinen neuen Roman
Die Karte vorstellte und uns den einen oder anderen Einblick in sein Leben als Schriftsteller auf dem platten Land in Niedersachsen gab, das war ein sehr amüsanter und unterhaltsamer Abend.


Und dann war die Messe für mich auch schon wieder vorbei, am Samstag hieß es schon wieder:

Tschüss Frankfurt bis zum nächsten Jahr.

Aber wie früher auf Weihnachten steigt bei mir die Vorfreude auf die LBM2022.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hier dürft ihr mir eure Kommentare hinterlassen. Bitte beachtet: DATENSCHUTZ: Mit dem Abschicken des Kommentars nehme ich zur Kenntnis und bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden!