Mittwoch, 17. März 2021

Jonathan Strange & Mr. Norell von Susanna Clarke

 


Wir schreiben das Jahr 1806. Seit Jahrhunderten gibt es keine Zauberei mehr in England. Doch während auf dem Festland der Krieg gegen Napoleon tobt, entdecken die Zaubereihistoriker, dass es noch einen praktizierenden Magier gibt: Mr. Norrell, ein Einzelgänger, der zurückgezogen in Hurtfew Abbey in Yorkshire lebt. Noch ehe sich Regierung und High Society von dieser Überraschung erholt haben, taucht ein zweiter Zauberer auf: der junge, charismatische Jonathan Strange. Die beiden Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, schließen sich im Dienste der Krone zusammen, um in den Krieg einzugreifen. Doch Strange wird von der dunklen, mysteriösen Magie des Rabenkönigs angezogen, des größten Zauberers aller Zeiten. Um mehr über ihn zu erfahren, riskiert er sogar die Freundschaft zu seinem Mentor. Doch Mr. Norrell hat ebenfalls ein magisches Geheimnis, das ihn und alles, was er sich aufgebaut hat, zerstören könnte, wenn es jemals ans Licht käme.

Worauf habe ich mich da nur eingelassen.

Das war mein erster Gedanke als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt.

1000 Seiten sind eine Herausforderung, auch für Vielleser für mich, ein Buch mit weniger Seiten zu beenden, wenn es einem nicht zu 100 % zusagt, ist eine Sache, sich durch einen Wälzer dieses Ausmaßes zu ackern, eine ganz andere.

Was für ein Glück, das ich auf jeden Fall von der ersten Seite an den Schreibstil der Autorin sehr mochte, hier gebührt gleich zu Beginn ein großes Lob der Übersetzerinnen Rebekka Göpfert und Anette Gruber. Es braucht eine ganze Weile bis das Buch Fahrt aufnimmt, hier half mir dann wirklich nur die grandiose Sprache am Buch zu bleiben, denn erschwert wird das Lesen auch noch durch zahllose Fußnoten, die teilweise die Hälfte einer Seite einnahmen und die man wirklich nicht ignorieren sollte (und ich mag keine Fußnoten).
Hat man sich auf dieses Buch eingelassen, lässt es den Leser nicht wieder los. 
Die Geschichte ist vor dem historischen Hintergrund des Krieges zwischen England und Frankreich angesiedelt und hält sich an bekannte Fakten, die manchmal der Story geschuldet, etwas abgewandelt sind.

Die Story an sich ist recht schnell erzählt:
Es gibt Zauberei in England, auch wenn sie schon lange nicht mehr praktiziert wird, aber die Gentlemen der englischen Gesellschaft beschäftigen sich intensiv damit, sie lesen Zauberbücher und Bücher über Zauberei und sie diskutieren in Zirkeln darüber.
Die Gilde der Zauberer von York trifft auf Mr. Norell von dem eines ihrer Mitglieder Mr. Segundus, behauptet er hätte die größte Sammlung an Zauberbüchern in England, wenn nicht der Welt und er würde Zauberei praktizieren. Das dies den Tatsachen entspricht, muss die Gilde bald nach den ersten Kontaktaufnahmen feststellen. 
Der zweite Titelgebende Protagonist Jonathan Strange betritt  erst spät die Bühne der Geschichte  und bis dahin tauchen die Leser tief in die Zeit des Englands des 19. Jahrhunderts ein, am Ende hatte ich das Gefühl das Zauberei nicht nur in der Fantasie, sondern dort wirklich existiert, wer weiß das schon so genau.

Ich vergebe für dieses Meisterwerk der Fantasy eine absolute Leseempfehlung.

  • Herausgeber : Heyne Verlag; Neuausgabe Edition (14. Dezember 2020)
  • Sprache : Deutsch
  • Broschiert : 1056 Seiten
  • ISBN-10 : 3453424743
  • ISBN-13 : 978-3453424746
  • Originaltitel : Jonathan Strange & Mr. Norrell

1 Kommentar:

  1. Schönen guten Morgen!

    Der Wälzer wartet auch schon auf meinem SuB - ich bin echt gespannt drauf und freu mich auf die vielen Seiten :) Schön dass es dir so gut gefallen hat!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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