Mittwoch, 10. Februar 2021

2,5 Grad - Morgen stirbt die Welt von Noah Richter


 Die Welt steht in Flammen. Wer kann sie retten? Es ist wärmer als je zuvor. In der Antarktis bricht ein Milliarden Tonnen schwerer Gletscher ab. Die deutsche Forschungsstation Neumayer III versinkt im Meer und mit ihr der Glaziologe Jakob Richter. Doch vor seinem Tod konnte er seiner Freundin Leela noch Dokumente schicken, die beweisen, wie große Konzerne die Klimakatastrophe befördern. Leela nimmt den Kampf gegen die Mächtigen auf, erleidet Niederlage um Niederlage, und weiß am Ende nur noch einen Ausweg … Jahrtausendhochwasser, wochenlang mörderische Hitze, Monsterstürme - eine junge Frau im Kampf gegen die Klimakatastrophe, gegen übermächtige Verschwörer und ums nackte Überleben.

2030, der Klimawandel scheint kaum mehr aufzuhalten und die Mächtigen der Welt sehen bis auf wenige Aufnahmen auch keine Veranlassung die Maßnahmen zu ergreifen, die vielleicht noch etwas retten könnten.
Geld regiert immer noch die Welt.
Leela die im Besitz brisanter Papiere ist, muss vor einem Auftragskiller der mächtigen 7 Konzernchefs fliehen und Entscheidungen treffen, die nicht nur ihre Zukunft nachhaltig ändern können.

Der Klappentext hatte mich überzeugt das Buch lesen zu wollen und zu Beginn war ich auch zu 100 % überzeugt, der Schreibstil ist flüssig und der Autor schafft ein Szenario, das zunächst auch der Realität entsprechen kann, Gletscher brechen ab, Dauerregen im Norden und Dürren im Süden, all das kündigt sich schon lange an. Doch dann verliert sich der Autor in Verschwörungstheorien und vielen Handlungssträngen, die allein schon Stoff für mehrere Romane bilden könnten.
Ich hätte mir hier wirklich etwas weniger gewünscht. Denn diese vielen Handlungsstränge nehmen die Spannung aus der Geschichte, da helfen leider auch die vielen Verfolgungsjagden und etliche Gewaltszenen nicht.
 Bücher und besonders Bücher, die uns unterhalten wollen über  Themen wie hier der Klimawandel, sind wichtig, sie können aufrütteln und jedem einzelnen vielleicht die Augen noch ein Stück mehr öffnen, für das was um uns herum geschieht. Um so wichtiger ist Realismus gepaart mit Fiktion, die vorstellbar ist und nicht wie im vorliegenden Roman völlig überzogen.
2,5° Morgen stirbt die Welt, hat mich leider nicht wirklich überzeugt, aber ich kann es nur wieder betonen
Weniger wäre hier mehr gewesen.

  • Herausgeber : Ullstein Taschenbuch; 2. Edition (1. Februar 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Taschenbuch : 464 Seiten
  • ISBN-10 : 3548063209
  • ISBN-13 : 978-3548063201

1 Kommentar:

  1. Hallo Manuela,
    leider hat auch mich das Buch nicht überzeugt.
    Wie Du bin ich auch vom Klappentext, Leseprobe und auch dem tollen Cover angelockt worden. Aber nachdem ich das Buch beendet hatte, war ich nicht wirklich glücklich. Alle Bereiche, sowohl die Protagonistin und die wirtschaftlichen Verflechtungen und auch die Thematik des Klimawandels blieben zu sehr an der Oberfläche. Vielleicht, weil der Autor zu viele Themen ins Buch gepackt hat. Es gibt sicher bessere Vertreter des Genres.
    Ich hab Deine Rezension übrigens gleich mal bei mir verlinkt.
    Liebe Grüße
    Gabi

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