Freitag, 14. Februar 2020

Qube von Tom Hillenbrand

Der Journalist Doyle wird auf offener Straße angeschossen, eigentlich wäre die Verletzung tödlich, hätte sich Doyle nicht nach einer Frau umgedreht, so zerstörte die Kugel *nur* wichtige Hirnregionen, aber dafür hat der Journalist Vorkehrungen getroffen.
Kurz vor dem Vorfall ließ er einen Gehirnscan machen, so das fast all seine Erinnerungen wieder aufgespielt werden konnten.
Nur woran er zum Zeitpunkt des Anschlags gearbeitet hatte, daran kann er sich nicht erinnern und so macht sich Doyle auf die Suche, um sich selbst auf die Spur zu kommen. Seine Recherchen lassen ihn vermuten, dass es eine künstliche KI gibt und das darf auf gar keinen Fall sein. Welch verheerende Folgen so eine KI haben kann, wenn die Menschen die Kontrolle darüber verlieren, hat der Turing-Zwischenfall gezeigt.

Zunächst einmal. Man sollte den Vorgängerband Hologrammatica gelesen haben, sonst fällt der Einstieg in die Geschichte etwas schwer, oder man sollte wie ich jemanden haben der das Buch kennt und der bereit ist darüber zu erzählen, ich musste aus Zeitmangel leider auf die zweite Möglichkeit zurückgreifen.
Mit hoffentlich ausreichendem Vorwissen ausgestattet, konnte ich das Buch dann genießen, das Glossar am Ende war dann auch eine große Hilfe.
Künstliche Intelligenz ist doch eigentlich eine schöne Sache, sie bringt unsere Autos irgendwann dazu selbstständig zu fahren, sie schaltet das Licht ein und bestellt Milch nach...
Moment, das ist keine Intelligenz, das sind Algorithmen. KI echte KI wären in der Lage zu lernen und wirklich selbstständig zu handeln, um beim Autofahren zu bleiben und auf ganz niedrigem Niveau, eben so wie ich es verstehe, wenn die KI mich nicht leiden kann, dann weicht sie dem Baum nicht aus auf den mein Auto zufährt, sondern hält, darauf zu, eben weil sie es will.
Die Welt im Jahr 2091 ist vollkommen anders als die, die wir kennen. Die Menschen können ihr Bewusstsein in andere Körper übertragen, um für eine begrenzte Zeit völlig anders auszusehen, sie können ihr Erscheinungsbild durch Holographien verändern und niemand erkennt es.
Der UNO Agent Fran Bittner, dessen Spezialgebiet die KI Abwehr ist, heftet sich an Doyles Fersen, denn wie es scheint, gibt es neue KI.

Ich mochte die Mischung aus Kriminalfall und SF schon seit ich Drohnenland gelesen hatte, den ich immer gern als SF für Einsteiger bezeichne. Qube ist da schon komplexer und eher etwas für Leser die schon immer gern SF gelesen haben und die auf der Suche nach  Literatur sind, die nicht im Weltall spielt, sondern eine Zukunft zeigen die von Technik geprägt ist und die man sich mit etwas Fantasy auch durchaus vorstellen kann.

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: KiWi-Taschenbuch; Auflage: 1. (13. Februar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462054406
  • ISBN-13: 978-3462054408






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hier dürft ihr mir eure Kommentare hinterlassen. Bitte beachtet: DATENSCHUTZ: Mit dem Abschicken des Kommentars nehme ich zur Kenntnis und bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden!