Dienstag, 31. Mai 2022

Das Ferienhaus von C.M.Ewan

 


Als Tom Sullivan nachts um zwei ein Fenster zerbrechen hört, werden seine schlimmsten Albträume Wirklichkeit: Jemand ist ins Haus eingedrungen und trachtet ihm und seiner Familie nach dem Leben. Sein Feriendomizil mitten im schottischen Nirgendwo, das eigentlich für ein paar Wochen zu einem beschaulichen Urlaubsort werden sollte, bietet keinen Ausweg. Eine atemberaubende Verfolgungsjagd beginnt, während der sich Tom mehr als einmal fragt, ob er denen, die ihm am nächsten sind, wirklich vertrauen kann. Seine Ehefrau Rachel beispielsweise scheint irgendetwas vor ihm zu verbergen.

Toms Familie hat es nicht leicht in letzter Zeit, erst stirbt ihr minderjähriger Sohn bei einem selbstverschuldeten Autounfall, dann wird ihre Tochter Holly nach einer Feier bei einem Überfall verletzt. Seine Ehe mit Rachel droht nach dem Tod des Sohnes zu zerbrechen, Sprachlosigkeit hat sich breit gemacht. Als Toms Chef ihnen anbietet, ein paar Tage in seiner Hütte in den Highlands zu verbringen, um auszuspannen und als Gelegenheit den Tod ihres Sohnes wenigstens ein klein wenig aufzuarbeiten.

Die erste Überraschung, die die Familie erlebt, ist die "Hütte", die sich als luxuriöses, gut gesichertes Ferienhaus entpuppt, doch alle Sicherheitsmaßnahmen nutzen nicht. Nachts wecken Einbrecher die Familie und ein tödliches Katz und Mausspiel beginnt.

Die Geschichte wird aus Toms Sicht erzählt, er erzählt von seinen Gefühlen nach dem Tod seines Sohnes, an dem er sich selbst die Schuld gibt, weil er dem Minderjährigen das Autofahren beibrachte und dem er nicht verzeihen kann, im jugendlichen Leichtsinn nicht nur sich selbst, sondern auch seine Freundin bei einem selbstverschuldeten Unfall in den Tod gerissen zu haben. 
Tom ist mir absolut unsympathisch, er versinkt in Selbstmitleid und statt um seine Familie zu kämpfen zieht er aus dem gemeinsamen Zuhause aus, um seine Frau, die in eine tiefe Depression verfallen ist, dazu zu zwingen endlich das Gespräch mit ihm zu suchen. Das war ja mal ein toller Plan.
Was er nicht weiß, Rachel hat ein Geheimnis, das sie ihm in der Ruhe des Ferienhauses erzählen will, doch bevor es dazu kommt, werden sie überfallen und gejagt, denn die Einbrecher haben es nicht auf Wertgegenstände abgesehen.

Dem Roman fehlt es definitiv nicht an Action, eine lebensbedrohliche Situation jagt die nächste, aber es fehlt leider an Spannung, denn Tom, der sich eigentlich selbst als Feigling sieht, wächst fast übermenschlich über sich hinaus, er laviert sich und seine Familie aus jeder noch so bedrohlichen Situation, das droht auf Dauer langweilig zu werden. Aufgebrochen wird diese drohende Langeweile allerdings dadurch, dass wir immer wieder in kurzen Kapiteln erfahren, was wirklich in der Nacht von Michaels Tod geschah und dass wir als Leser dadurch nach und nach feststellen, dass der Überfall unmittelbar mit dem Unfall zusammenhängt.
Die Auflösung versöhnte mich ein wenig mit der teils hanebüchen Action. Weniger wäre hier mehr gewesen. 

  • Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (11. April 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Broschiert ‏ : ‎ 480 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3764507365
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3764507367
  • Originaltitel ‏ : ‎ A Window Breaks





Montag, 30. Mai 2022

Verfall (Die Erben Abaddons 4) von Vanessa Kaiser, Thomas Karg, Thomas Lohwasser


Mit dem 4 Band der Reihe kehren wir zurück zu Nele, die wir schon im 2. Teil der Reihe "Remedium" kennenlernen durften, damals suchte sie gemeinsam mit ihrem Gefährten Gazael vergebens ihr Glück in Neu Babel, nach viel Leid und Entbehrungen gelingt ihr nun die Flucht aus der Stadt.


Nele flieht als Superiatin verkleidet aus Neu-Babel, in den freien Städten soll das Leben für alle lebenswert sein, unabhängig von ihrem gesellschaftlichen Stand und ihren finanziellen Mitteln. Und es soll dort ein Heilmittel gegen den "Verfall" geben, unter dem auch Nele leidet. Doch bevor sie dort ankommt, wird der Zeppelin, mit dem sie reist, angegriffen und vor der Stadt Messara zur Landung gezwungen. Auf Hilfe aus Pheistos oder Kommos, den zwei weiteren freien Städten hoffen sie vergeblich, im Gegenteil jeder der in der Stadt Messara angetroffen wird, zahlt dies mit seinem Leben. Nele und Palef, der sie in Neu-Babel erst verriet und diesen Verrat jedoch wiedergutmachen will, erfahren von Überlebenden, was in Messara geschehen ist.


Mehr erzähle ich euch nicht, denn auch dieser Band umfasst gerade mal 150 Seiten und zu schnell wäre die Geschichte um Nele nacherzählt und dann müsstet ihr das Buch nicht mehr lesen, das wäre dann sehr schade für euch.

Wieder einmal ist es dem Autorentrio gelungen mich in eine fremde Welt zu entführen, in eine Zukunft, die nicht wirklich lebenswert ist, weder in Sünden-Babel, wo der Mammon regiert und der Überfluss zu Langeweile und Verdruss führt noch in Lumpen-Babel, wo ein täglicher Kampf ums Überleben die Menschen auszehrt. Über die freien Städte erfahren wir in diesem Band zum größten Teil aus Palefs Erzählungen, der das Leben dort in den buntesten Farben schildert, durch die Vorfälle in Messara dringen weder Nele noch wir als Leser weiter in die Städte vor, so müssen wir also noch warten bevor wir uns dort umsehen können.
Was wir aber hautnah miterleben dürfen, ist Neles Entwicklung, nach vielen Enttäuschungen, die sie davon überzeugten, dass alles, was in ihrem Leben schiefgehen könne, auch schiefgehen würde, fasst sie allmählich wieder Vertrauen, aber bis dahin ist es ein langer Weg.

Die Romane können unabhängig voneinander gelesen werden, da sie jeweils eine abgeschlossene Episode erzählen. So steht es im Klappentext und das stimmt auch so, aber ich kann jedem nur empfehlen alle bisher erschienen Bände zu lesen um die Orte und Personen kennen und lieben zu lernen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für alle bisher erschienen Bände.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Low, Torsten; Erstausgabe Edition (11. Mai 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 156 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3966290227
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3966290227


Samstag, 28. Mai 2022

Wie cool war das denn?! Eine Zeitreise in die 80èr mit Oliver Bartkowski

 


Die Achtziger Jahre - das Jahrzehnt der Wende, des Walkmans und der Dauerwelle. Eine Zeit, in der Raider noch nicht Twix hieß und Frauen ihre Hände in Palmolive badeten. Eine Dekade, deren Alltag Geschichte schrieb und die uns bis heute prägt. In seinem autobiografische Roman nimmt uns der ehemalige DJ Oliver Bartkowski mit in die kollektive Erinnerungen an die Jahre 1980 bis 1989, die - trotz Digitaluhren - noch so viel analoger waren als die 90er oder das folgende Jahrtausend. Immer im Mittelpunkt: Olivers Liebe zum Ruhrpott, zum Fußball und zur Musik. 

Die 80er, eigentlich muss man dabei gewesen sein, um mit einem vielleicht etwas verklärten Blick auf sie zurückblicken zu können. Ein Teenager gewesen zu sein, schadet sicherlich auch nicht. Ein Teenager mit ganz viel Zeit, denn die Schultage endeten bei uns um 13 Uhr, selten musste man an einem Nachmittag in der Woche noch einmal hin, nach den Hausaufgaben war also Freizeit angesagt. 
Freizeit, die wir meist ohne Elternkontrolle verbringen konnten.
Olli und Gunnar nutzen sie zum Musikhören und Fußballspielen und ich war beim Lesen froh, dass er sich in seinen Erzählungen doch mehr auf die Musik konzentrierte. Olli wuchs behütet bei seinen Großeltern auf, die ihn in allem unterstützen, sie sind sein Netz und sein sicherer Hafen, das wird in und zwischen den Zeilen mehr als deutlich. 
Wir begleiten Olli und seine Freunde durch die vielleicht wichtigsten Jahre seines Lebens, in denen er auf jedes erreichbare Konzert seiner Helden ging, von 
Pekka Pohjola über Kiss und Chris Rhea kein Interpret und keine Band, die er nicht versuchte live zu hören. Dass er im Umfeld der Konzerte noch das eine oder andere besondere Erlebnis hatte, zeugt von unwahrscheinlichem Glück und macht sicherlich so manchen Fan etwas neidisch, was er alles erlebte müsst ihr schon selber lesen. Ich darf ja nicht alles verraten.
 Musik war etwas, das man genoss, und nur selten nebenbei hörte (das Küchenradio, das eigentlich immer lief mal ausgenommen). Neue Platten wurden zelebriert und über Tage, manchmal Wochen immer wieder gehört, da ging es wohl niemandem anders als Olli. Aber natürlich geht es in dem Buch nicht nur um Musik, es geht auch um ein Lebensgefühl, ein Kapitel ist z.B. der Bravo und den verschiedenen Jugendkulturen gewidmet, neben Rockfans in Jeans und Leder gab es ja auch noch andere, Punks z.B., die mit bunten Haaren und zerrissenen Klamotten so manches Stadtbild prägten und es gab Popper, bei denen ich immer noch nicht weiß was schlimmer war, abgesehen von ihrer Attitüde, die Klamotten oder die Frisur, wer sie nicht kennt, im Netz sind einige Bilder zu finden und falls ihr euch wundert, das man heute keine Popper mehr auf der Straße sieht. Die sind alle an Genickbruch gestorben.
Ach ja, die Bravo, geliebt von der Zielgruppe und verteufelt von vielen Erwachsenen, war man mit einem Exemplar die Heldin oder der Held auf dem Schulhof. 

Ich könnte jetzt noch über jedes Kapitel schreiben, und doch würden meine Zeilen nicht dieses Lebensgefühl in euch wecken, wie es Oliver Bartkowski schafft, er weckte Erinnerungen an eine Zeit in mir, die fast völlig frei war vom Druck, den die Teenager heute ausgesetzt sind, natürlich waren auch die 80er nicht rosarot, es gab Licht und Schatten doch in meinen subjektiven Erinnerungen war mehr Licht. Keine Muttizettel für die Disco, ob nun 16 oder 18, war dem Türsteher egal und die FSK Angaben im Kino waren eher Makulatur, ob das nun immer so gut war, sei dahingestellt, aber wir haben die Zeit genossen und manchmal, wenn ich die Kinder und Jugendlichen sehe, die von ihren Eltern zur Schule gefahren werden, oder von einem Termin zum anderen um ihnen soviel Bildung und Fähigkeiten zuteilwerden zu lassen wie es irgendwie geht, bedaure ich sie ein wenig, von den schwerwiegenden Problemen mal ganz abgesehen. 

Von mir aus hätte das Buch gern noch mehr Seiten umfassen können, ich war etwas traurig, dass die Zeitreise nach nur 200 Seiten schon zu Ende war. Und jetzt lege ich Queen auf den Plattenteller und begebe mich auf meine eigene Zeitreise.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Pinguletta Verlag; 1. Edition (23. Mai 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 205 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 394806329X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3948063290


Donnerstag, 26. Mai 2022

The ‰-Files: Die Promille Akten





 Er gurgelt und schmeichelt, sprudelt und prickelt. Er beißt, brennt, zischt und knallt: Alkohol. Mal Freund, mal Feind, immer aufregender Begleiter. Womit aber wehrt man sich gegen volltrunkene Orks? Wie viel Champagner vertragen Wunschfeen? Und kann der richtige Fusel einem einfachen Menschen vielleicht sogar ungeahnte Kräfte verleihen? In 11 Geschichten enthüllen die Promille-Akten feuchtfröhliche Wahrheiten über die beschwipste Seite der phantastischen Welt. Hier werdet ihr erblinden – äh, quatsch, alles finden: Zunder und Wunder. Wermut und Schwermut. Schein, Sein und … ach ja: Wein. 11 im Vollrausch geschriebene Geschichten von Olivia Meyer, Thomas H. Demian, Laurence Horn, Hanna Nolden, Dennis Frey, Claudia Rapp, Tina Skupin, Mark G. Rummel, Anna Holub, Jörg Fuchs Alameda und Nele Sickel. Der Verlag spendet außerdem alle Gewinne aus dem Verkauf dieser Anthologie für einen guten Zweck.

Eine Anthologie mit Storys über Alkohol? Funktioniert das? Oder muss man sich die schön trinken?

Sie funktioniert, definitiv. Mal sind die Geschichten albern, mal stimmen sie nachdenklich, manchmal vereinen sie beides. Es gibt Krimis, Fantasy und Märchen, es ist also für jeden etwas dabei. Was aber schreibt man nun über Kurzgeschichten, ohne zuviel zu verraten? 


Oliver Meyer
Die Legende vom verfluchten Einhorn

Auf der Suche nach einem Snack stößt ein Kelpie auf einen Ork, der ihn leicht angetrunken für ein Pony hält und seine letzten Alkoholvorräte mit ihm teilt. Mit einem Trick wollen die neuen Saufkumpane Reisende um ihre Schnapsvorräte erleichtern. 

Thomas H. Demian
Auge um Auge

Es gibt Trinkspiele, da sollte man sich dreimal überlegen, ob man sie wirklich spielen möchte.


Laurence Horn
Thronstürzer

*Letztendlich siegte er immer* das traurige Fazit einer amüsanten Geschichte.

Nele Sickel
Blackout

Melanie wacht mit einem kompletten Blackout auf, vielleicht war der letzte Drink nicht ganz in Ordnung? Oder steckt doch etwas ganz anderes hinter ihrem Filmriss.

Drunken Dragon Tattoo
Hanna Nolden

Bernd lässt sich im Vollrausch ein Tattoo stechen, wohl wissend das seine Verlobte, auf gar keinen Fall damit einverstanden sein wird. 
Vielleicht hätte er in nüchternem Zustand noch ein mal darüber nachgedacht, bevor er sich im 
Drunken Dragon Tattoo Studio das Tattoo stechen lässt das verdiente, aber nüchtern war Bernd ja eigentlich nie.

Blutdurst 
Dennis Frey

Grausame Morde erschüttern Mallorca und am Ende der Geschichte wissen wir wie Faen entstehen.

Der blaue Stein der Weisen
Claudia Rapp

Ein alkoholisches Getränk, das die Tore zu anderen Welten öffnen soll, sucht der Protagonist dieser Geschichte, ob er fündig wird?

Prager Absinth
Tina Skupin

Paranoia ausgelöst durch zu viel Absinth oder liegt in diesem Fall doch Wahrheit am Grund des Glasses? Der Starviolinist Pavel kehrt nach Jahren in seine Heimatstadt Prag zurück und erlebt schreckliches.

Dinner for six
Mark G. Rummel

Vielleicht habt ihr schon mal einem Sommelier zugehört, der von der Lebendigkeit eines Weines sprach, oder dem Geist des Gins? Vielleicht ist da ja mehr dran als ihre bisher glaubtet? 

Die blaue Fee
Anna Holub

Eigentlich sollte die Fee in offiziellem Auftrag an der Tauffeier der Prinzessin teilnehmen, ihr kennt das. Königskind, gute Wünsche und so. Dumm nur, wenn die Fee nach der Party nur einen Kater und das diffuse Gefühl hat, dass nicht alles so ablief wie geplant.

Die letzte Schlacht der Alkohelden
Jörg Fuchs Alameda

Superhelden kennen wir alle, Batman, Superman, Wonder Woman und wie sie alle heißen, aber wer kennt schon die deutschen Superhelden aus der Vulkaneifel, der letzten Bastion gegen die Übernahme der Weltherrschaft durch die Satanik-Superschurken? Chicken Man, Veggie Man und all die anderen, die sich für die Menschheit opfern? Bis zum letzten Tropfen.

Mein Fazit:
Die Herausgeber Nele Sickel und  Markus Heitkamp hatten ein gutes Händchen bei der Auswahl der Storys, ich vergebe für die Anthologie eine absolute Leseempfehlung. Vor allem auch, weil die Gewinne aus dem Verkauf einem guten Zweck zugutekommen sollen.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Talawah Verlag (21. Mai 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 222 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3947550642
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3947550647





Dienstag, 24. Mai 2022

Gwendys letzte Aufgabe: Roman (Gwendy-Reihe, Band 3)

 

Gwendy, inzwischen in einem hohen politischen Amt und für Klimafragen zuständig, begibt sich zu wissenschaftlichen Zwecken in die Erdumlaufbahn. Dabei ist sie aber auf ihrer eigenen geheimen Mission unterwegs. Der Wunschkasten ist zu ihr zurückgekehrt, mächtiger und zerstörerischer denn je. Die Aufgabe, die Welt zu retten, könnte für sie zu einer Reise ohne Rückkehr werden.


Gwendy begibt sich auf eine äußerst ungewöhnliche Mission, sie reist ins All, vorgeblich um Daten zu sammeln, allerdings hat sie ein ganz anderes Ziel. Mr. Farris, der so etwas wie ein Hüter des Wunschkastens ist, trägt ihr auf, diesen ein für allemal zu zerstören, damit er nicht in die falschen Hände fällt. Denn der Kasten erfüllt nicht nur Wünsche und verteilt Silberdollar und Schokolade, er fordert seinen Tribut, von ihren Besitzern und von der Welt. 

Gwendy wollte sich eigentlich nur noch ihrem Mann und ihren Romanen widmen bis sie von Farris diesen letzten Auftrag erhielt und um diesen erfüllen zu können muss sie auf die politische Bühne zurückkehren. Mit viel Unterstützung von ihren Freunden und mithilfe des Wunschkastens gewinnt sie die entscheidende Wahl, doch der Preis dafür ist hoch, Gwendy leidet unter einer Frühform der Alzheimer-Krankheit, die sie vor der Welt verbergen muss, denn mit einer Erkrankung kann sie nicht ins All fliegen, besonders nicht mit einer, die sie die simpelsten Dinge vergessen lässt. 

Nach dem eher enttäuschenden Band 2, der Gwendy-Trilogie, habe ich mich sehr auf Gwendys letzter Auftrag gefreut, denn an diesem hat Stephen King wieder aktiv mitgeschrieben und das gibt der Geschichte alles, was sie braucht, um ihre Leser zu begeistern. Es gab so einige Szenen, die mich daran zweifeln, ließen, ob Gwendy ihren letzten Auftrag erfüllen kann, denn natürlich gibt es Mächte, die den Wunschkasten in die Hände bekommen, die Spannung kommt also wahrlich nicht zu kurz.

Natürlich muss man die Vorgängerbände gelesen haben, damit sich das volle Lesevergnügen entfalten kann. 

  • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (9. Mai 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 352 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 345342638X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453426382
  • Originaltitel ‏ : ‎ Gwendy’s Final Task








Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

Richard Chizmar ist Verleger von Cemetery Dance Publications und Autor von Kurzgeschichten. Als Herausgeber von Anthologien wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem »Bram Stoker Award«, mit dem »World Fantasy Special Award« und mit dem Preis der International Horror Guild. Zusammen mit Stephen King hat er bereits »Gwendys Wunschkasten« geschrieben.