Klappentext:
Chela ist eine Vagabundin in der eigenen Familie. Als Kind erfindet sie sich eine magische Welt, bevölkert von Katzen und Eidechsen, als Jugendliche rettet sie die Lektüre von Rilke, Gide, Wilde, Rimbaud vor den Erwachsenen. Sie ist hochbegabt und nicht zu bändigen.
Die Klosterschule erweist sich als völlig falsche Entscheidung. Empört reißt Chela aus. Ihr Weg als Künstlerin beginnt, er führt sie nach Chile, Paris, Rom, Sizilien und auf die Osterinsel. Auf der Flucht vor einer Familie von Monstern, die Schildkröte Bertha in der Handtasche stets mit dabei.
Eine rasante und poetische Prosa, die alle literarischen Konventionen ins Wackeln bringt, ihresgleichen sucht und die Autorin zu einem internationalen Phänomen machte.
Das Cover und der interessante Klappentext weckten meine Neugier für dieses Buch.
Chela ist ein Kind, das sich seine eigene Welt erschafft, sich in Geschichten flüchtet und gegen alle Konventionen rebelliert, vornehmlich gegen ihre eigene Familie, von der sie abgelehnt wird. Ihre jüngere Schwester Lulu hingegen wird vergöttert und verwöhnt, sie ist im Gegensatz zu Chela, blond und niedlich. Als Chelas Mutter erneut schwanger wird und das Mädchen an Röteln erkrankt, wird sie in Quarantäne auf den Dachboden verbannt, dort verbringt sie von nun an den größten Teil ihrer Kindheit, umgeben von ihren Tieren und Büchern. Ihre Reisen führen sie nach Europa und dort trifft sie auf Menschen, die sie so annehmen, wie sie sind, vielleicht weil sie ebenso verrückt und unkonventionell sind wie sie selbst? Sie verliebt sich, doch auch diese Liebe bleibt unglücklich. Und sie trifft ihre italienische Großtante Angelina und erst bei ihr findet sie das, was dem Kind Chela wohl am meisten fehlte. Eine liebende Familie.
Die Geschichte besticht durch ihre sprachliche Form, es ist ein Vergnügen Chelas Lebensweg zu folgen, auch wenn mir ihre Taten und Gedankengänge oft fremd blieben, so wie mir Chela selbst auch etwas fremd blieb. Mir fehlte da ein wenig die eindeutige Erklärung für ihr Verhalten und besonders für das Verhalten ihrer Eltern. Dass ihre Hautfarbe dunkler als erwünscht und erhofft war oder ihre Größe zu klein, erklärt sicher nicht alles, eher schon, dass ihre Mutter sich durch das Kind ans Haus gefesselt fühlte. Aber das sind alles nur Spekulationen meinerseits.
Die Lektüre ist zugegeben etwas schwierig zu verstehen, trotz aller Leichtigkeit, in der sie geschrieben ist, ein wenig hilft das Nachwort der Übersetzerin, das unbedingt zum Verständnis gelesen werden muss. Es ist der Geschichte anzumerken, dass sie schon vor Jahrzehnten geschrieben wurde, die politischen und gesellschaftlichen Begebenheiten sind schon lange Vergangenheit.
Für mich ist: »Wir, die Familie Caserta« die Art Lektüre, die im Gedächtnis bleibt und lange nachhallt.
Die Geschichte besticht durch ihre sprachliche Form, es ist ein Vergnügen Chelas Lebensweg zu folgen, auch wenn mir ihre Taten und Gedankengänge oft fremd blieben, so wie mir Chela selbst auch etwas fremd blieb. Mir fehlte da ein wenig die eindeutige Erklärung für ihr Verhalten und besonders für das Verhalten ihrer Eltern. Dass ihre Hautfarbe dunkler als erwünscht und erhofft war oder ihre Größe zu klein, erklärt sicher nicht alles, eher schon, dass ihre Mutter sich durch das Kind ans Haus gefesselt fühlte. Aber das sind alles nur Spekulationen meinerseits.
Die Lektüre ist zugegeben etwas schwierig zu verstehen, trotz aller Leichtigkeit, in der sie geschrieben ist, ein wenig hilft das Nachwort der Übersetzerin, das unbedingt zum Verständnis gelesen werden muss. Es ist der Geschichte anzumerken, dass sie schon vor Jahrzehnten geschrieben wurde, die politischen und gesellschaftlichen Begebenheiten sind schon lange Vergangenheit.
Für mich ist: »Wir, die Familie Caserta« die Art Lektüre, die im Gedächtnis bleibt und lange nachhallt.
- Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 1. Edition (11. Januar 2024)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 240 Seiten
- ISBN-10 : 3423283602
- ISBN-13 : 978-3423283601




