Dienstag, 8. Mai 2018

Meet & Greet mit Astrid Korten

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Einige von euch haben es vielleicht mitbekommen, ich habe ein Treffen mit der Thrillerautorin Astrid Korten gewonnen. Am 03.05. ging es für mich früh morgens mit dem Zug in Richtung Essen.
Nach einer reibungslosen Fahrt (das muss man bei Reisen mit der Bahn ja dazu sagen wenn mal alles klappt) erreichte ich um kurz nach 9 Uhr den Kettwiger S-Bahnhof, wo schon ein Taxi auf mich wartete, das mich ins Hotel Sengelmanns Hof brachte. Das Bild gibt euch einen kleinen Eindruck davon, wie sehr wir in den kommenden Tagen verwöhnt wurden.


Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem ersten Gespräch mit Astrid Korten trafen so nach und nach die weiteren Teilnehmer des Meet&Greet ein. Der Treffpunkt zum Abendessen war der gemütliche Wintergarten des Restaurants.


Auf dem Tisch seht ihr die Vorspeise: Original spanische Tapas und original Currywurst mit Pommes aus dem Ruhrgebiet ;o).

Astrid Korten las uns Passagen aus ihrem neuen Thriller vor. Ich kann euch sagen, es wird spannend und ungewöhnlich, leider dauert es noch etwas bis das Buch erscheint.
Da die Teilnehmer der Runde alle bei Lovelybooks sind kannte ich die eine oder andere vom Namen, andere waren mir total unbekannt. Auch wenn es mir nicht so vorkam, es war als hätte ich mich mit guten Freunden getroffen. Wir haben viel geredet und noch mehr gelacht.

Am folgenden Tag ging es dann mit einem Bus auf Fahrt, die uns Astrid Korten wieder mit einer kleinen Lesung versüßte.



Wir besuchten einige Orte die in den Büchern Astrids eine Rolle spielten. Unter anderem das beeindruckende Schloss Hotel Hugenpoet. Nicht nur von außen ein Traum, auch das Ambiente ist einfach wunderschön, wie wir bei einer kleinen Führung sehen durften.
Nach einem kurzen Abstecher zur Turmruine Burg Luttelnau am Nordufer der Ruhr besuchten wir den amerikanischen Soldatenfriedhof Margraten, der uns kurz etwas nachdenklich werden ließ. Einer der emotionalsten Momente an diesem Tag, nicht nur wegen des schrecklichen Leids das der Friedhof repräsentiert, sondern weil dort Kinder friedlich in der Sonne spielten. Selten ist der Kontrast zwischen Vergangenheit und Zukunft so sichtbar.

Und dann kamen wir nach Maastricht, welch schöne Stadt. Besonders sehenswert ist die wohl schönste Buchhandlung der Niederlande Bookstore Dominicanen, untergebracht in einer profanierten Kirche, ist sie einen Besuch auf jeden Fall wert. Ebenfalls in einer ehemaligen Kirche untergebracht ist das 5 Sterne Designhotel Kruisenhotel, sieht man vom Eingangsbereich ab (den ich persönlich nicht so schön finde) ist der Umbau der gotischen Kirche und dem angrenzenden Kloster absolut gelungen, alles passt zueinander oder ergänzt sich auf spannende und außergewöhnlich Weise (solltet ihr mal nach Maastricht kommen, geht im Krusienhotel auf jeden Fall einen Kaffee trinken und die Nase pudern, dann werdet ihr sehen was ich meine). Ich weiß nicht wie Astrid Korten es geschafft hat, auch hier bekamen wir eine Führung und durften uns sogar eines der Zimmer ansehen. So eine entspannte und gastfreundliche Atmosphäre wie in Maastricht, habe ich selten erlebt und dabei war es völlig egal ob wir in einem 5 Sterne Haus oder in einem Straßencafe waren.
Immer wieder hatte Astrid Spannendes zu den Örtlichkeiten zu berichten, die oft einen Bezug zu ihren Romanen haben.



Von links nach rechts: Wir beim Essen.Wir beim Kaffee trinken. Restaurant des Kruisherenhotels in Maastricht, Bookstore Dominicanen. Wir vor dem Essen. Schloss Hotel Hugenpoet.

Wir haben nicht nur gegessen, aber diese Bilder beweisen wie wohl ich mich in der Gesellschaft gefühlt habe, ganz privat vermeide ich Bilder von mir ;o)



Wieder zurück im Hotel Sengelmanns Hof, war das gemeinsame Abendessen ein krönender Abschluss, mit interessanten und witzigen Gesprächen.
Ich bedanke mich nochmals bei Astrid Korten für eine wundervolle Zeit mit wundervollen Menschen, die ich alle sofort nach der Abreise schon vermisst habe.

Jetzt freue ich mich auf das neue Buch: Gleis der Vergeltung
Hier könnt ihr schon mal das Cover bewundern und wenn ihr draufklickt, werdet ihr zur Facebookseite der Autorin weitergeleitet.




Montag, 7. Mai 2018

Ostermorde von Martina Arnold (Hrsg.) Ulrike Bliefert,Andreas M. Sturm, Frank Kreisler u.a.


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Dreizehn Autoren haben ein besonderes Osterei ausgebrütet, das man auch nach Ostern noch ohne Reue genießen kann. Mal witzig, mal historisch, skurril und ausgefallen erzählen sie uns Geschichten vom Osterhasen.
Nicht vom Osterhasen Stups, der die Kinder erfreute, sondern von denen die morden oder gemordet werden.

Ulrike Bliefert: Risus Paschalis (Das Osterlachen-Tod)
Schwieriger Titel aber eine tolle Geschichte, die uns in den Haushalt Martin Luthers führt in dem einzig Katharina das Sagen hat, die ihren Gatten dazu bringt seinen 95 Thesen noch einige hinzuzufügen, leider kamen weder Luther noch sein Käthchen dazu diese zu veröffentlichen und so das Leben der Protestanten etwas mehr mit Freude zu erfüllen. Doch Käthchen kam nach Luthers Tod bei einem tragischen Unfall ums Leben, wenn es denn ein Unfall war.

Patricia Holland Moritz: Des Hasen letzte Zigarette
Eine bitterböse Geschichte, die davon erzählt wie sich ein Muttersöhnchen von seiner Mama befreien und in der Ferne ein selbstbestimmtes Leben beginnen will, fernab vom langweiligen Job als Kassierer. Ich sag nur eins: Armer Osterhase

László I. Kish: Vollpascha
Böser Hase, zurecht schreitet der Weihnachtsmann ein und der kann ja nichts dafür das der Osterhasen einen selten dämlichen Bruder hat.
Diese Geschichte hat mich sehr amüsiert.

Horst Bosetzkyi: Tatwaffe Osterei
Eine eher klassische Kriminalgeschichte, die aber zeigt das es durchaus nützlich sein kann Fremdsprachen zu beherrschen.

Angela Temming: Ti amo, du Sack
Merke: Niemals alleine zu einer Wohnungsbesichtigung gehen, auf jeden Fall nicht am Karfreitag, man könnte auf einen verliebten Osterhasen treffen.

Andreas M.Sturm: Friedlich wie im Paradies
Das es im Paradies nicht immer friedlich ist, beweist Andreas M. Sturm in seiner Story  um den Polizisten Benjamin, der nur auf dem Lande lebt, weil er bis über beide Ohren in die Bäuerin  und die Tierschützerin Laura verliebt ist. Das er beim Joggen über die Leiche eines bekannten Kriminellen stolpern könnte hätte er nicht gedacht, gut das der Täter schnell gefunden ist, oder nicht? Lasst euch überraschen, ich war es.

Regine Röder-Ensikat: Glaube, Liebe, Hoffnung
Anne-Maria Seidel, liebt Ostern und Ostersüßigkeiten und Essen überhaupt, Und wenn ich ein Motive nachvollziehen kann, dann ihres. Daumen hoch.

Astrid Ann Jabusch: Ende mit Hase
Kurz und knackig, ist diese Kurzgeschichte, auch wenn sich die Ermittlungen für die Kriminalkommissarin Felden als langwierig herausstellen und sie nur durch Zufall auf das Motiv des Mörders kommt und damit auf seine Identität stößt. Manchmal findet man nicht nur ein Osternest.

Hughes Schlueter: Badeleiche in Bunnywood
Die Ähnlichkeiten der Protagonisten und der Örtlichkeiten zu einem bekannten Playboy und seinem Domizil sind sicher nicht ganz zufällig, aber sehr amüsant. Sie zeigt das eine ausgeprägte Beobachtungsgabe bei der Lösung eines Mordfalls von Vorteil ist.

Gisela Witte: Unwiderstehlich weiblich
Hier fehlte mir leider der Bezug zu Ostern, nur Schokoladeneier in einer Confiserie die der Protagonist am Ende kauft und nach Hause rettet nachdem er der Auslöser für einen blutigen Ehestreit, reicht mir nicht ganz. Trotzdem war die Story an sich gut erzählt.

Frank Kreisler: Plötzlich taucht er wieder auf

Ungern kehrt Maria Freikranz an den Ort ihrer Kindheit zurück, der Erinnerungen an den geliebten Vater weckt, der seine Familie vor Jahren ohne ein Wort verließ. Wirklich?

Martina Arnold: Ei Ei Ei?
Ich glaube die Geschichte sofort, die der Polizist Kevin Schulze in der Kneipe zum Besten gibt, die ist so abstrus das kann sich niemand ausdenken. An dieses Osterfest wird sich der Hase noch lange erinnern. Armer Hase. ;O)

Swenja Karsten: Deadline
Die Qualen eines Autors kurz vor Abgabeschluss, werden hier anschaulich erzählt. Arme Autoren.

Meine Meinung:
Jede dieser Geschichten hat ihren eigenen Reiz, teilweise amüsant, teils bitterböse und niemals langweilig.

Ich vergebe für die Ostermorde eine absolute Leseempfehlung auch zu Pfingsten.

Mit einem Klick auf das Cover seid ihr direkt beim Verlag.

  • Taschenbuch: 210 Seiten
  • Verlag: edition krimi; Auflage: 1 (2. Februar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3946734197
  • ISBN-13: 978-3946734192


Sonntag, 6. Mai 2018

Nora Webster Colm Tóibín

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Nora Webster, verliert viel zu früh ihren Mann und muss sich und ihre 4 Kinder im Irland der Sechzigerjahre durchbringen. Gegen alle Konventionen und immer unter Beobachtung der Familie und der Nachbarn emanzipiert sie sich und findet den Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

So habe ich den Klappentext verstanden. Ich hatte mich auf eine interessante Geschichte gefreut, ich hatte mich darauf gefreut etwas mehr über das Irland der Sechziger Jahre zu erfahren und dem Leben der Frauen in dieser Zeit.
Eins vorweg, ich mochte das Buch wirklich, ich konnte Noras Sorgen um ihre finanzielle Existenz und um das wohlergehen ihrer Kinder und die Sehnsucht nach ihrem Mann und ihr früheres Leben, absolut mitfühlen und damit auch die Entscheidungen die sie teilweise treffen musste.
Dafür gebe ich schon mal eine absolute Leseempfehlung, das Buch ist schön, anders kann ich es gerade nicht beschreiben. Es erzählt die Geschichte vieler Frauen, ob sie nun in der Vergangenheit lebten oder im hier und heute.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt.
Jetzt kommt aber das große Aber, das ihr sicher schon erwartet habt.
Achtung Spoiler

Mittwoch, 2. Mai 2018

Sklavin und Königin von Alexander Röder u.a.


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Inhalt:
Als Kara Ben Nemsi auf der Rückreise nach Deutschland zufällig auf die Niederländerin Marijke van Beverningh trifft, die nach den brutalen Morden an ihrem Mann und ihren Schwager verschleppt und in die Sklaverei verkauft wurde, zögert er nicht lange und befreit sie aus der Gewalt ihres aufgezwungenen Ehemanns. Nach der geglückten Flucht aus dem Orient und einem erholsamen Aufenthalt in der deutschen Heimat erreicht Kara Ben Nemsi ein Brief der Niederländerin. Sie will mit seiner Hilfe eine Sklaven Karawane stoppen und die Sklavinnen befreien.
Die Wegefährten zu denen auch Hatschi Halelf Omar, der Magier Haschim und der Brite Sir David Lindsay gehören, machen sich auf um das Abenteuer ihres Lebens zu bestehen, denn sie müssen nicht nur gegen Sklavenhändler und Dämonen kämpfen, sondern sie betreten das Sagenumwobene Königreich Saba.

Meine Meinung:
Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar sie gehören in die abenteuerliche Welt Karl Mays, der zwar seinen Heimatort Radebeul erst spät für so eine weite Reise wie in den Orient verlassen hat, diesen aber trotzdem in die Träume seiner Leser zu bringen vermochte.
Die Originaltexte scheinen heute angestaubt und nicht mehr zeitgemäß und zugegebenermaßen, ich habe schon als Kind weder den Shut noch durch das wilde Kurdistan oder einen seiner anderen vielen Orientromane gelesen, ich war wie so viele eher ein Fan von Winnetou und Old Shatterhand ( diesen Namen trägt Kara Ben Nemsi wenn er in Amerika weilt).
Und gerade der Gedanke: Das liest doch heute niemand mehr. Hat mich dazu gebracht das vorliegende Buch zu lesen. Ich war neugierig ob es heutigen Autoren gelingt mich in den Orient zu versetzen und mir den Zauber der Fantasie Karl Mays zu vermitteln.
Sie haben es geschafft, in einer Modernen Sprache, die niemals ungeschliffen oder gar grob daher kam, ließen sie die Personen und Örtlichkeiten vor meinem inneren Auge entstehen und zum Leben erwachen. Besonders die Rolle der Frau wurde in diesem Buch entstaubt, sie sind stark und unabhängig ein weiterer Pluspunkt für das Buch.In Unkenntnis der Original Werke kann ich nicht sagen ob auch dort Magie und Zauberei eine Rolle spielt, hier tut sie es definitiv und ist ein fester und wichtiger Bestandteil der Handlung. Sklavin und Königin ist ein fesselndes Fantasywerk, das seine Leser für einige Stunden Träumen lässt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Mit einem Klick auf das Cover, seid ihr direkt beim Verlag.

  • Verlag: Karl-May-Verlag; Auflage: 1 (19. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3780225050
  • ISBN-13: 978-3780225054


Akte Kronos von Matthias Bürgel

http://www.matthias-buergel.de/
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Inhalt:Als die Leiche es Wissenschaftlers Professor Wilberg in seinem Hotelzimmer aufgefunden wird, deutet alles auf einen Selbstmord hin. Hauptkommissar David Sprenger zweifelt an der Selbstmordtheorie und ermittelt auf eigene Faust, dabei wird er unterstützt von der Assistentin des Professors Sina Forget, die nur knapp einem Mordversuch in ihrer Wohnung entkommen konnte.
Bald schon müssen die beiden feststellen, dass sie niemandem trauen können, denn die Auftraggeber für den Mord, kommen aus den höchsten und einflussreichsten Kreisen.

Meine Meinung:
Zunächst einmal: Akte Kronos ist das zweite Buch rund um Hauptkommissar David Sprenger, allerdings ist es nicht zwingend notwendig das erste * Projekt Goliath* zuvor gelesen zu haben.
Kurze Erinnerungen des Hauptprotagonisten Sprenger als Rückblenden, geben Einblicke in die Handlung des ersten Bandes und erklären seine persönliche Situation, ohne aufdringlich zu sein. Mir persönlich gefällt es am Besten wenn ich von den privaten Problemen der Ermittler verschont bleibe, es gelingt selten eine ausgewogene Mischung. In dem Punkt hat Matthias Bürgel schon mal alles richtig gemacht.Aber auch die Handlung seines Krimis hat mich überzeugt. In kurzen Kapiteln vermittelt der Autor ein klares Bild der Geschehnisse. Die Suche nach Motiv und Täter treibt Sprenger und Sina quer durch Deutschland bis nach Paris zum Elysee-Palast wo diese Suche in einem Atemlosen Showdow endet.
Akte Kronos erinnert stark an bekanntere Werke, was der Spannung allerdings keinen Schaden zuteil werden ließ.
Da hat mich schon eher die fehlende Distanz zwischen Sprenger und einigen anderen Protagonisten gestört, z.B. trifft er bei seinen Ermittlungen auf eine Kollegin Sinas und sie bietet ihm gleich das Du an, es mag sein das das realistisch ist aber, da denke ich an mich in der Position und für mich wäre es unvorstellbar einem Fremden noch dazu einem Polizeibeamten das Du anzubieten (hier hört man die Stimme meiner Tochter: Mama in zehn Jahren duzen sich sowieso alle, das Sie stirbt aus).
Zur Distanzlosigkeit gehört auch die eine Sexszene zwischen David und Sina, ich habe nichts gegen Sex in Bücher aber sie müssen einen Sinn haben und den sehe ich hier überhaupt nicht, andere mögen das anders sehen oder mit Stressabbau argumentieren, aber meiner Meinung nach tat diese Szene nicht für die Handlung.
Nichtsdestotrotz: Akte Kronos ist ein spannender und rasanter Verschwörungstheorie Thriller, bei dem ich mir durchaus vorstellen kann das es ein weiteres Buch geben wird.

Mit einem Kick auf das Cover, seid ihr direkt auf der Autorenseite.

  • Taschenbuch: 428 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (15. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3744810372
  • ISBN-13: 978-3744810371