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Inhalt:
Der Erfolgsautor Aaron Tristen lässt nach einer aus dem Ruder gelaufenen Lesung, auf der er sich mit als Orks verkleideten Fans prügelte, sein altes Leben hinter sich. Schon länger fühlt er sich, als Autor einer Fantasyreihe bei der es nicht um Qualität, sondern um Verkaufszahlen geht nicht mehr wohl, zu absurd sind seine Geschichten um Vampire, Zombies und Engel.
Aaron taucht in Leipzig in einer kleinen heruntergekommen Pension unter, um sich darüber klar zu werden, was er mit seinem Leben und seiner Karriere in Zukunft anfangen will. Als er auf seinen alten Freund Jan trifft und dieser ihm den Kontakt zu einem Mann vermittelt der Schreiblehrgänge gibt, ahnt Tristen noch nicht, das damit die Weichen für ein vollkommen anderes Leben gestellt sind.
Meine Meinung:
So und jetzt? Ich sitze hier und versuche euch ein Buch nahe zubringen, das mich extrem beeindruckt hat.
Nach den ersten Seiten dachte ich: Das ist schräg, das ist lustig, manchmal ein klein wenig böse, also genau mein Humor. Nur ist das Buch viel mehr als ein amüsanter Roman über einen ausgebrannten Autor, der keine Lust mehr dazu hat, Geschichten über absurde Liebesbeziehungen zwischen Fantasywesen oder ähnliches zu schreiben.
Es ist ein Buch über den modernen Literaturmarkt, über Marketingstrategien, distanzlose Fans und Rezensenten, die hartnäckig *Rezessionen* verfassen und *Triologien* lesen (an dieser Stelle entschuldige ich mich für etwaige Rechtschreibfehler) 😅.
Christian von Aster entführt seine Leser, nicht in eine fremde Welt, die einzigen Fantasy und Märchenwesen die Aaron Tristen während seiner Zeit in Leipzig begegnen sind Medikamenten geschuldet, die Tristen nach einem Unfall von seinem Freund Jan bekommt. Er lernt die verschiedensten Menschen kennen, die alle eines gemeinsam haben: Die Liebe zur Literatur und den Wunsch Geschichten zu erzählen. Keinem dieser Menschen traut man es auf den ersten Blick zu auch nur drei lesbare Zeilen zu Papier zu bringen und keiner von ihnen würde es sich wohl zutrauen etwas zu veröffentlichen. Nach und nach erkennt sich Tristen in seinen neuen Freunden wieder, er sieht in ihnen sein früheres Ich, das geschrieben hat, um etwas zu bewegen.
Ich habe mich wiedererkannt in den Menschen die Geschichten lieben, viele vergessene Geschichten hat Christian von Aster wieder in mir zum Leben erweckt, die Vorfreude auf ein neues Buch das ich mir als Kind aus der öffentlichen Bücherei ausgeliehen hatte, das Gefühl der Verbundenheit mit den Protagonisten und den leichten Anflug von Trauer nach der letzten Seite.
Hinter all dem Witz und der gehörigen Portion Sarkasmus, verbirgt sich eine sehr intelligente und am Ende eine sehr emotionale Geschichte.
Mir fehlen die richtigen Worte, ich verfüge nicht über das Talent diese Rezension so zu schreiben, das ich diesem Buch gerecht werde.
Vieles von dem was ich empfand während ich das Buch las, spiegelt sich in der Besprechung von Tanja wider, die das Buch ebenfalls schon gelesen hat.
http://www.buchstaebliches.de/wohnzimmer/christian-von-aster-fantasy/
Mir dürft ihr einfach glauben, wenn ich sage: Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle die Literatur auf höherem Niveau lieben und die sich trotzdem amüsieren wollen, manchmal schließt sich das ja aus.
Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.
- Taschenbuch: 352 Seiten
- Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1 (10. März 2018)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3608981217
- ISBN-13: 978-3608981216



