Mittwoch, 7. März 2018

Der Orkfresser von Christian von Aster

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Inhalt:
Der Erfolgsautor Aaron Tristen lässt nach einer aus dem Ruder gelaufenen Lesung, auf der er sich mit als Orks verkleideten Fans prügelte, sein altes Leben hinter sich. Schon länger fühlt er sich, als Autor einer Fantasyreihe bei der es nicht um Qualität, sondern um Verkaufszahlen geht nicht mehr wohl, zu absurd sind seine Geschichten um Vampire, Zombies und Engel.
Aaron taucht in Leipzig in einer kleinen heruntergekommen Pension unter, um sich darüber klar zu werden, was er mit seinem Leben und seiner Karriere in Zukunft anfangen will. Als er auf seinen alten Freund Jan trifft und dieser ihm den Kontakt zu einem Mann vermittelt der Schreiblehrgänge gibt, ahnt Tristen noch nicht, das damit die Weichen für ein vollkommen anderes Leben gestellt sind.

Meine Meinung:
So und jetzt? Ich sitze hier und versuche euch ein Buch nahe zubringen, das mich extrem beeindruckt hat.
Nach den ersten Seiten dachte ich: Das ist schräg, das ist lustig, manchmal ein klein wenig böse, also genau mein Humor. Nur ist das Buch viel mehr als ein amüsanter Roman über einen ausgebrannten Autor, der keine Lust mehr dazu hat, Geschichten über absurde Liebesbeziehungen zwischen Fantasywesen oder ähnliches zu schreiben.
Es ist ein Buch über den modernen Literaturmarkt, über Marketingstrategien, distanzlose Fans und  Rezensenten, die hartnäckig *Rezessionen* verfassen und *Triologien* lesen (an dieser Stelle entschuldige ich mich für etwaige Rechtschreibfehler) 😅.
Christian von Aster entführt seine Leser, nicht in eine fremde Welt, die einzigen Fantasy und Märchenwesen die Aaron Tristen während seiner Zeit in Leipzig begegnen sind Medikamenten geschuldet, die Tristen nach einem Unfall von seinem Freund Jan bekommt. Er lernt die verschiedensten Menschen kennen, die alle eines gemeinsam haben: Die Liebe zur Literatur und den Wunsch Geschichten zu erzählen. Keinem dieser Menschen traut man es auf den ersten Blick zu auch nur drei lesbare Zeilen zu Papier zu bringen und keiner von ihnen würde es sich wohl zutrauen etwas zu veröffentlichen. Nach und nach erkennt sich Tristen in seinen neuen Freunden wieder, er sieht in ihnen sein früheres Ich, das geschrieben hat, um etwas zu bewegen.
Ich habe mich wiedererkannt in den Menschen die Geschichten lieben, viele vergessene Geschichten hat Christian von Aster wieder in mir zum Leben erweckt, die Vorfreude auf ein neues Buch das ich mir als Kind aus der öffentlichen Bücherei ausgeliehen hatte, das Gefühl der Verbundenheit mit den Protagonisten und den leichten Anflug von Trauer nach der letzten Seite.
Hinter all dem Witz und der gehörigen Portion Sarkasmus, verbirgt sich eine sehr intelligente und am Ende eine sehr emotionale Geschichte.
Mir fehlen die richtigen Worte, ich verfüge nicht über das Talent diese Rezension so zu schreiben, das ich diesem Buch gerecht werde.

Vieles von dem was ich empfand während ich das Buch las, spiegelt sich in der Besprechung von Tanja wider, die das Buch ebenfalls schon gelesen hat.

http://www.buchstaebliches.de/wohnzimmer/christian-von-aster-fantasy/

Mir dürft ihr einfach glauben, wenn ich sage: Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle die Literatur auf höherem Niveau lieben und die sich trotzdem amüsieren wollen, manchmal schließt sich das ja aus.

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1 (10. März 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608981217
  • ISBN-13: 978-3608981216

Dienstag, 6. März 2018

Was koche ich heute? XXL Rezeptbuch DIN A4 Selberschreiben

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Heute gibt es eine Rezension zu einem völlig anderen Thema, als von mir gewohnt. Kein Krimi, kein Thriller, kein Fantasy. Aber irgendwie auch spannend.
Unter meinen Freunden gibt es immer mehr Vegetarier und so stehe ich häufger vor dem Problem. Was koche ich?
Klar ich könnte mir ein Kochbuch kaufen und dann 1000 verschiedene Zutaten die man gefühlt nur einmal braucht.
Darum habe ich mir überlegt, das eben diese Freunde mir Rezepte schicken, einfach und schnell gemacht sollten sie sein.
Zunächst einmal beschreibe ich euch aber kurz das Buch.
Es ist im DinA 4 Format und hat 164 fast leere Seiten, am unteren Rand befinden sich jeweils nette Zeichnungen, so das man die Seiten komplett selbst gestalten kann, mit Fotos von den Zutaten und vielleicht dem Endprodukt und natürlich dem Rezept und der Zutatenliste. Das Inhaltsverzeichnis am Ende des Buches rundet das Ganze noch ab.Wenn dann alle Seiten gefüllt sind, sollte  ein Kochbuch mit vielen neuen Lieblingsrezepten entstanden sein.




Das erste Rezept habe ich von Jenny bekommen, die schon einmal eine ganze Woche meine nicht vorhanden vegetarischen Kochkünste ertragen musste. Wahrscheinlich hat sie sich deshalb so schnell bereit erklärt, mir Rezepte zu überlassen.
Da meine Handschrift nicht wirklich vorzeigbar ist, habe ich das Rezept ausgedruckt und eingeklebt. 



Erschienen ist das Buch im Logbuch Verlag, es wiegt 830 g und die genauen Maße sind 30 x 21 x 2 cm.

Rotes Rauschen von Cornelia Lotter

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Inhalt:
Während einer Therapie mit bewusstseinserweiternden Drogen, kommt die 45jährige Susanne den Geheimnissen ihrer Kindheit auf die Spur.Einer Kindheit von der sie viele Teile verdrängt hat. Gegen den Willen ihrer Lebensgefährtin Gudrun nimmt sie an einem Seminar teil, in dem die Teilnehmer sich öffnen und gegen ihre Ängste angehen sollen.
Was Susanne dadurch von sich erfährt, sprengt jedes Vorstellungsvermögen.

Meine Meinung:
Mit Drogen wurde gerade in der Psychotherapie schon viel experimentiert und sicherlich wurde damit auch schon sowohl Gutes als auch Schlechtes bewirkt. Cornelia Lotter greift dieses Thema auf um in ihrer Protagonistin Susanne die Erinnerung an ihre Kindheit zu wecken. Ich persönlich weiß nicht ob ich mich an solch eine Kindheit erinnern wollte, zu grausam ist das, was Susanne erfährt.
Susanne schien mir zu Beginn etwas zickig,ihre Einschätzung der anderen Teilnehmer des Seminars war meiner Meinung nach vorschnell und voruteilsbehaftet , aber das legte sich bald und zurück blieb eine zutiefst traumatisierte Frau die mir immer sympathischer wurde, die nur glaubt ihr Leben selbstbestimmt zu leben, ich wüsste zu gern ob sie ohne die schrecklichen Erlebnisse nicht mittlerweile verheiratet und Mutter wäre oder ob sie auch mit einer anderen Kindheit eine lesbische Beziehung hätte. (Wobei der zweite Punkt ja völlig irrelevant ist, wichtiger ist ob sie glücklich geworden wäre). Susanne ist nicht allein mit ihrem Schicksal, wie sie und damit auch ich als Leser nach und nach erfahre, wobei ich nicht ganz nachvollziehen kann, das sie die Erinnerung an ihre Schicksalgenossen komplett verdrängte, denn es muss ja auch unbeschwerte und glückliche Momente gegeben haben, an die man sich doch eher erinnert, aber ich verstehe nicht genug von dem Thema um das beurteilen zu können.
Mir hat sehr gefallen wie sie nach und nach dem Geheimnis auf die Spur kommt und das der Anstoß dafür die Drogen waren, die hier ja als Medikament eingesetzt wurden, wenn auch mit üblen Folgen.
Nicht so gut gefallen hat mir die Sexszene direkt zu Beginn des Buches, das braucht es nicht um mich an ein Buch zu fesseln und ich muss zugeben, wäre die Autorin mir unbekannt gewesen, ich weiß nicht ob ich weitergelesen hätte.
Aber da das mein einziger ernsthafter Kritikpunkt ist, kann ich für
Rotes Rauschen eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Autorenseite.

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2797.0 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 168 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B07B5363ZQ


Montag, 5. März 2018

Zwentibolds Rache von Jürgen Schmidt

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Inhalt: Claudia und Bernd Bödecker feiern ihren Hochzeitstag, Freunde und Bekannte sind zum gratulieren geladen unter ihnen Andreas Mücke der beste Freund Bödeckers und seines Zeichens Privatdedektiv und der Bestsellerautor Philipp Scharner der angetrunken von der Party fliegt weil er jede Frau die nicht bei drei auf dem Baum war, anbaggerte.
Noch in der Nacht wird Bödecker niedergeschlagen und der Hauptverdächtige ist Philipp Scharner, der ausgerechnet Andreas Mücke um Hilfe bittet.

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf den neuen Fall Mückes gefreut, das Debüt des Autors hatte mich schon überzeugt. Lesereise in den Tod.
Ums so höher waren meine Erwartungen an das zweite Buch Jürgen Schmidts und ich kann schon vorausschicken, das ich nicht enttäuscht wurde, im Gegenteil die eine oder andere stilistische Falte wurde noch ausgebügelt.
Amüsant ohne ins alberne abzudriften, unblutig und trotzdem spannend. Andreas Mücke ist immer noch ein ganz normaler Mann mit Stärken und Schwächen und einem sehr scharfsinnigen Verstand.
Besonders gefallen hat mir, das Andreas vorurteilsfrei die Ermittlungen aufnimmt, für ihn ist Scharner nicht automatisch der Täter, auch wenn ihn das vielleicht die Freundschaft zu Claudia Bödecker kostet.
Nicht nur die Handlung überzeugt, auch der Schreibstil ist sehr angenehm, kurze knappe Sätze, keine unnötigen Beschreibungen, kurz kein Geschwafel, der Beruf des Privatdetektivs wird recht authentisch dargestellt und hat so gar nichts mit den einschlägig bekannten amerikanischen Serien ala Magnum oder Rockford zu, auch das empfinde ich persönlich als Pluspunkt.

Ich vergebe für Zwentibolds Rache eine absolute Leseempfehlung.

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  • Taschenbuch: 220 Seiten
  • Verlag: edition oberkassel; Auflage: 1 (15. Februar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 395813128X
  • ISBN-13: 978-3958131286



Sonntag, 4. März 2018

Die Heimsuchung von Grayson Manor von Cheryl Bradshaw

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Inhalt:
Addison Lockhart erfährt kurz nach dem Tod ihrer Mutter das sie ein Anwesen in der Nähe von New York geerbt hat. Weder hat ihre Mutter jemals von diesem Anwesen gesprochen, noch hat sie ihrer Tochter erzählt, dass sie dort ihre Kindheit verbracht hat.
Als Addison das Anwesen sieht, ist sie begeistert. Sie engagiert Luke Flynn, einen jungen Restaurator, die gröbsten Mängel an dem herrschaftlichen Haus zu beseitigen und es bewohnbar zu machen.
Schon bald merkt Addison, dass in diesem Haus nicht alles mit normalen Dingen zugeht. Sie sieht eine Erscheinung, eine junge Frau, die sie verzweifelt um Hilfe bittet. Als Kind hatte Addison eine besondere Gabe, doch je älter sie wurde, desto mehr hat diese geleugnet und verdrängt.
Jetzt, in Grayson Manor, tritt diese Gabe wieder hervor und gemeinsam mit Luke versucht Addison, dem Geheimnis der Erscheinung auf die Spur zu kommen.
Meine Meinung:
Ein einsames, heruntergekommenes Anwesen. Gespenster, die ihr Unwesen treiben. Eine junge Frau, die mit Geister kommunizieren kann. Familiengeheimnisse und seit Jahren verschwundene Personen. Das alles verspricht einen spannenden Gruselroman und eine unterhaltsame Geschichte. Aber das Versprechen wird nicht gehalten.
Leider ist die Übersetzung absolut nicht gelungen. Ich bin sicher kein Rechtschreibprofi und weit entfernt von fehlerfreiem Schreiben, aber ich muss damit auch nicht mein Geld verdienen.

Hier ein paar Beispiele:

"Raus hier", sagte sie und deutete.
Wohin deutet sie, auf was deutet sie?
"Ich kam mir vor, als würde ich darauf zugewinkt."
Er legte seine Finger um ihre Arme.
Addison streckte ihre Hand aus und legte sie auf Addisons Arm????
Seine beiden Hände waren jetzt hart an der Arbeit.

Dazu kommt, dass die Protagonisten nicht wirklich überzeugen können und die Geschichte vorhersehbar ist. Ein Plot, wie es ihn schon oft gab, nur wesentlich besser.
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Ich kann nicht beurteilen, ob der Roman im Original genauso konfus geschrieben ist, wie er in unsere Sprache übersetzt wurde. Ich kann nur die deutsche Übersetzung beurteilen, was gegenüber der Autorin eventuell unfair ist. Aber "Die Heimsuchung von Grayson Manor bekommt von mir keine Leseempfehlung.


  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Mantikore-Verlag; Auflage: Deutsche Erstauflage (12. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3945493757
  • ISBN-13: 978-3945493755
  • Originaltitel: Grayson Manor Haunting




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