Donnerstag, 19. Februar 2026

Thomas Hofmann & Petra Hartmann: DAS INTERGALAKTISCHE BESTIARIUM


Was verbirgt sich hinter dem Tor des Krkt-jinn und warum verliert der Planet Light Lady seine Schwerkraft? Kann die Heimat der Regenbogenkatzen noch gerettet werden? Gibt es das sagenhafte Tier der Unordnung wirklich? Sind die irrsinnigen Prophezeiungen über das Wiedererwachen des unheiligen Urgottes Chthonio möglicherweise doch ernst zu nehmen? Und ist wirklich jeder dem Tod geweiht, der der Wurzel allen Übels begegnet?

Das Universum hat viele Wunder hervorgebracht, aber keines ist größer als das Leben. Ein paar der ungewöhnlichsten Lebewesen aller Welten sind in diesem intergalaktischen Bestiarium zu finden. Thomas Hofmann und Petra Hartmann haben sie aufgespürt.



Bevor ich zu den einzelnen Storys komme, erzähle ich etwas darüber, wie dieses Buch  entstanden ist. Normalerweise ist zuerst die Geschichte da und dann erst kommen die Illustrationen dazu. Das es auch anders herum geht beweisen Petra Hartmann und Thomas Hofman.  Zuerst zeichnete Hofmann seine skurrilen, intergalaktischen Kreaturen: gruselige, verspielte Wesen, die nicht niedlich, sondern eindringlich und einzigartig wirken von Sternendrachen bis zu Regenbogenkatzen, dann erst schrieb Petra Hartmann diesen Kreaturen Geschichten auf den Leib.

Die Storys präsentieren sich als Erinnerungen eines  alten Weltraumforschers und ja ich hatte die Stimme des Tierschützers Bernhard Grzimeks  im Kopf.

Petra Hartmann, ist eine SF- und Fantasy-Autorin, ihre pointiertenTexte passen hervorragend zu  Thomas Hofmanns,Illustrationen. Diese Kombination machen das gesamte Werk zu einem besonderen Lesevergnügen.  Die einzelnen Geschichten sind manchmal nachdenklich und sogar etwas traurig aber es gibt auch sehr humorvolle Momente. 

Ab hier könnten sich Spoiler verbergen.

Ich habe natürlich Lieblingsgeschichten, es sind vor allem die eine Pointe haben auf die alles hinsteuert, da wäre:

Das Tier der Unordnung 

Der Ich-Erzähler berichtet von einem Kommilitonen der besessen davon ist die Existenz des *Akosmische Tohuwabohu-Tier" zu beweisen  und  seine Doktorarbeit darüber zu schreiben.Da sonst niemand, außer seinem Doktorvater daran glaubt, bringt er sich mit seiner Besessenheit immer mehr ins Abseits.Eines Tages behauptet er den Ort gefunden zu haben und begibt sich mit dem Erzähler zu einem Miethaus, sein Ziel liegt im 3. Stock bei Familie .... Mehr verrate ich euch nicht. 

oder

Der Savannenplanet, der mit seiner einzigartigen Flora etwas ganz besonderes ist und der doch kurz vor seiner Zerstörung, er soll einem Vergnügungsort weichen, den der  Multi-Trilliadär Cashflow anstelle des Planeten errichten will. Als letzten Versuch den Mann umzustimmen, werden ihm die besondere Schönheit der Natur und die Malereien der Ureinwohner gezeigt. Doch umstimmen lässt sich der geldgierige und vollkommen empathielose Mann nicht. Mein Lieblingszitat aus dieser Geschichte " Geht nicht", flüsterte C.C.C.,"die Katze schläft"

Neben den humorvollen Geschichten gibt es auch sehr nachdenkliche wie „Erkunder“. Darin geht es darum, dass sich verschiedene Spezies trotz unterschiedlicher körperlicher Merkmale und kultureller Hintergründe gegenseitig ergänzen können. Dieses Thema lässt sich wunderbar auf die Menschheit übertragen: Wir könnten so viel mehr erreichen, wenn wir zusammenarbeiten, unser Wissen und unsere Fähigkeiten teilen  ohne die Unterschiede in den Vordergrund zu stellen sondern diese einfach zu aktzeptieren.


Jede der einzelnen Geschichten hat ihren eigenen Charme und durch die interessanten Illustrationen hatte ich immer wieder Bilder im Kopf, diese aber in Farbe, die Zeichnungen sind alle in schwarz-weiß gehalten, das macht sie zu etwas besonderem, denn so kann sich jeder Leser und jede Leserin die Farben vorstellen die er mag. Die Geschichten zeigen Empathie für das Fremde und betonen, dass Leben  in welcher Gestalt auch immer  schützenswert ist.

Erschienen ist das Buch als Privatdruck in der Edition Dunkelgestirn in limitierter Auflage von 100 Exemplaren.

2 Kommentare:

  1. So weit so gut. Wer allerdings, so wie ich, das Glück hatte, Petra Hartmann selbst ihre Texte lesen zu hören, der hat DIESE Stimme beim Lesen des Buches im Kopf. Einfach großartig. Wunderbare Vorstellung des Buches von Petra Hartmann und Thomas Hofmann im Literaturcafé vom Haus der Buches in Leipzig.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das glaube ich dir gern, vielleicht habe ich ja mal die Gelegenheit ihr zuzuhören.

      Löschen

Hier dürft ihr mir eure Kommentare hinterlassen. Bitte beachtet: DATENSCHUTZ: Mit dem Abschicken des Kommentars nehme ich zur Kenntnis und bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden!