Im Stadtwald wird die Leiche eines Jungen gefunden. Der Körper wurde auf eine Art zugerichtet, die selbst hartgesottenen Ermittlern wie Jim Devcon das Blut in den Adern gefrieren lassen. Nur wenige Tage später wird ein Mädchen als vermisst gemeldet. Es besteht der Verdacht auf Entführung. Doch Devcon befürchtet einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen. Er setzt alles daran, das Mädchen lebend zu finden - und trifft auf eine Gegnerin, die ihn an seine Grenzen bringt.
Das ist der Klappentext zu Schwarzes Herz, dem neusten Buch von Eva Lirot, er weckt in mir als begeisterte Thrillerleserin natürlich bestimmte Erwartungen und ein gewisses Maß an Vorfreude auf spannende und schlaflose Lesenächte. Lesenächte wurden es dann nicht, nur eine Nacht brauchte ich für das knapp 180 Seiten starke Buch. Es war eine Nacht voller Spannung und voller Emotionen und voller Fragen an mich selbst. Jetzt nicht zu spoilern fällt mir sehr schwer.
Wie weit darf man gehen, um das Leben eines anderen zu retten?
Das ist die zentrale Frage, um die sich in diesem Buch im Endeffekt alles dreht.
Aus der Distanz heraus ist sie für mich persönlich natürlich einfach zu beantworten:
Ich würde alles tun um einen geliebten Menschen und besonders eines meiner Kinder vor Schaden zu bewahren, zumindest in der Theorie.
Doch wie sieht es mit der Polizei aus, wie weit dürfen Menschen, die sich dem Gesetz verschrieben haben gehen? Die Gesetze sind klar.
Niemand darf jemandem Schaden zufügen um an Informationen zu gelangen.
Punkt, aus Ende, da gibt es keine Diskussionen, hätten wir nicht diese Gesetze, würde ich in diesem Land nicht leben wollen.
Und dann steht Jim Devcon vor diesem Fall, in dem er absolut nicht weiterkommt, bisher reichte es die Gesetze schon mal etwas zu beugen um den Opfern zu ihrem Recht zu verhelfen. Muss er es diesmal brechen?
Beim Lesen spürt man die seelischen Qualen, die Jim in diesem Fall erleiden muss, bis er die Entscheidung welches Leben höher zu bewerten ist treffen kann und am Ende bleibt die Frage, ob es die richtige war.
Es geht in diesem Fall nicht vorrangig darum den Täter Dingfest zu machen, nicht darum welche Schritte gemacht werden müssen, um ihn zu ergreifen, sondern darum was danach geschieht, denn
mit der letzten Seite ist diese Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt, die Entscheidung, die Jim traf, hat weitreichende Folgen für ihn und auch für die Menschen in seinem Umfeld und ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht.
Schwarzes Herz ist ein Buch das zum Nachdenken zwingt, wie weit wollen wir das andere für uns gehen?
Man kann den 13. Band der Reihe für sich lesen, ich empfehle aber auch die anderen Bücher der Reihe zu lesen, um ein Gespür für Jim Devcon zu bekommen.
- Herausgeber : Independently published (7. Mai 2021)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 198 Seiten
- ISBN-13 : 979-8746756213

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