Sonntag, 30. Dezember 2018

Roter Rabe von Frank Goldammer


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 Max Heller wartet vergeblich auf ein Telegramm seiner Frau Karin, die ihren Sohn Erwin in Westdeutschland besuchen darf. Hat sie ihn und die gemeinsame Ziehtochter Anni verlassen um im Westen zu bleiben? In dieser für ihn ohnehin schon schwierigen Zeit bekommt es Heller auch noch mit einigen Toten zu tun, zwei Zeugen Jehovas sollen in ihren Zellen Selbstmord begangen haben  und bei diesen Toten bleibt es nicht. Hellers Vorgesetzter Niesbach macht ihm unmissverständlich klar, das er zwar ermitteln soll aber nach Möglichkeit zu keinem Ergebnis kommen sollte, denn würde es sich doch um Mord handeln müssten sie alle nicht nur um ihre Posten fürchten. Und nicht nur Niesbach warnt Heller, auch sein alter Freund Alexej Saizev, der mittlerweile für den Geheimdienst arbeitet. Saizev ist auf der Spur eines Spions der woron genannt wird, Roter Rabe. Der rote Rabe soll hinter den vielen Toten und einer Explosion in einem Kraftwerk stecken. Es gehen Gerüchte um, nach denen die Amerikaner eine Atombombe auf Dresden abwerfen wollen.
Gemeinsam mit seinen Kollegen Oldenbusch und Salbach versucht Heller Licht ins dunkle zu bringen, doch jemand scheint ihn genau zu beobachten und beseitigt einen Zeugen nach dem anderen. Und auch innerhalb des Teams macht sich misstrauen breit, jeder könnte ein Spitzel der Russen oder der Staatsicherheit sein.

Frank Goldammer zeichnet ein bedrückendes Bild der damaligen Zeit, schwer nachzuvollziehen für jemanden wie mich, der diese Umstände nur vom Hören Sagen kennt, der immer das sagen durfte was er wollte und der seine Meinung zu den politischen und wirtschaftlichen Umständen im eigenen Land immer klar zu Ausdruck bringen durfte. Um so beeindruckender war es, das ich zumindest ansatzweise verstehen kann, wie die Atmosphäre damals war, auf der einen Seite voller Angst und auf der anderen die Hoffnung auf ein besseres Leben für alle.

Für mich der beste Teil der Reihe um Max Heller, sehr spannend und flüssig geschrieben, bekommt Roter Rabe von mir eine absolute Leseempfehlung.

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  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (21. Dezember 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423262095
  • ISBN-13: 978-3423262095





Samstag, 29. Dezember 2018

Die Sonne über Berlin Nebelwände von Carla Kalkbrenner

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Inhalt: Der Chefentwickler einer Kosmetikfirma, kommt bei einer Explosion in seinem Labor ums Leben, was zunächst nach einem tragischen Unfall aussieht entpuppt sich bald als cleverer Mord, allerdings nicht clever genug für Kommissar Dahlberg und sein Team. Dahlberg vermutet Industriespionage und staunt nicht schlecht als ihm der Fall schnell wieder entzogen wird. Kurz darauf tauchen zwei verstümmelte Frauenleichen auf. Währenddessen wartet Dahlbergs früher Kollege Alexander auf seinen letzten Auftrag für den Geheimdienst.

Meine Meinung: Bis ich in diesem Krimi alle Fäden die zueinander führen sollten um ein einheitliches Bild ergeben, in der Hand hielt, dauerte es etwas, viele Personen, viele Handlungsstränge und viele, manchmal überflüssige Informationen ( als Beispiel führe ich hier nur die Farbe des Hauses an in dem Dahlberg lebt an: es ist blau)  die dazu noch wiederholt werden machten es nicht einfach für mich, mich auf das Buch einzulassen. Auf der anderen Seite schaffte es die Autorin mir die Protagonisten allen voran Dahlberg und sein Team nahe zu bringen, sie kommen sehr authentisch rüber, ich mag ihre unterschiedlichen Charaktere und das nahezu perfekte zusammenspiel des Teams um die Fälle zu lösen, Dahlbergs Sturheit sich eben nicht aus den Ermittlungen herauszuhalten machten ihn mir sehr sympathisch. Die Sonne über Berlin Nebelwände ist eine Herausforderung, bei der es sich am Ende aber lohnt dran zubleiben, die Auflösung ist in sich schlüssig und ich bin mir sicher das viele Leser die ausführlichen Beschreibungen lieben, mir fehlte vielleicht der erste Teil, der Reihe,manchmal dauert es ja etwas bis man sich an einen Schreibstil gewöhnt. Auf jeden Fall habe ich selten einen Krimi gelesen der mich so lange nach der letzten Seite noch beschäftigte und ich bin gespannt wie es weitergeht.

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  • Gebundene Ausgabe: 387 Seiten
  • Verlag: Martini & Loersch Verlag; Auflage: 1 (13. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3981610733
  • ISBN-13: 978-3981610734



Freitag, 28. Dezember 2018

Kälter als die Angst von Christine Drews

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Inhalt: Hat Klaus Delbrück seine Frau Carla erschlagen und danach versucht die Leiche zu verbrennen? Alle Indizien weisen auf eine Beziehungstat hin.  Doch Carla bekam an ihrem früheren Wohnort, Drohbriefe, die auf einen längst aufgeklärten Mord hinweisen und auch ihre ehemaligen Nachbarn und ihre Nachmieterin wird bedroht.
Als Charlotte Schneidmann und Peter Käfer den Hinweisen nachgehen, müssen sie feststellen, dass Katrin Ortrup, die sie von einem früheren Fall kennen, ebenfalls bedroht wird, denn sie wohnt mittlerweile in dem Haus, in dem Carla früher lebte.

Meine Meinung: Ich wollte schon länger etwas von Christine Drews lesen, das ich nun mit dem letzten Band der Reihe um Charlotte Schneidmann und Peter Käfer begann, war reiner Zufall, dass düstere Cover, zog mich an. Häufig ist es ja nun so, das man bei Reihen tatsächlich mit dem ersten Band starten sollte um die Hauptcharaktere nach und nach kennenzulernen, oder die Autoren beschreiben in jedem neuen Buch die Personen und früheren Begebenheiten immer wieder neu und so detailliert, das man sich fragt, warum man nicht gleich mit dem letzten Buch begann, wenn da doch alles wieder neu erzählt wird. Christine Drews,allerdings hat es geschafft, das ich nie das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben und das mit nur kurzen Erwähnungen früherer Geschehnisse.
Die Ermittler haben es mit einem verzwickten Fall zu tun, der Hauptverdächtige Klaus Delbrück, weist jede Schuld von sich und am Tatort finden sich Spuren die auf einen anderen Täter hinweisen.
Christine Drews hat es geschafft von der ersten bis zur letzten Seite Spannung aufzubauen, immer wieder wartet sie mit überraschenden Wendungen auf und mit einem Ende, mit dem ich so nicht unbedingt gerechnet hätte. Sie spielt mit der Angst ihrer Protagonisten, besonders im Focus steht Katrin, als wüsste der anonyme Briefeschreiber von dem, was ihre Familie erleiden musste und als würde es ihm ein besonderes Vergnügen bereiten ihre Angst zu sehen.
Von mir bekommt Kälter als die Angst eine absolute Leseempfehlung. Ich mag den Schreibstil der Autorin, er ist flüssig und bildreich genug um, genügend Platz für die eigenen Vorstellungen zu lassen.
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  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1. Aufl. 2018 (21. Dezember 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404177886
  • ISBN-13: 978-3404177882

Samstag, 22. Dezember 2018

Station 8 Episode 1 von Dominique Stalder

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Inhalt: Heute gibt es ausnahmsweise den Klappentext, statt einer Inhaltsangabe. Ich würde viel zu viel verraten, denn das Büchlein umfasst gerade mal 78 Seiten.

In einer fernen Zukunft dreht sich die Erde nicht mehr. Einer Nacht von einem halben Jahr, folgt ein Tag von einem halben Jahr. Die Menschen haben sich in Stationen zurückgezogen, leben von Insekten und nutzen die kurze Zeit der Erwärmung, um spezielles Getreide und Gemüse anzubauen. In der Nacht muss Strom gespart werden, der tagsüber in die gigantischen Akkustationen gespeist wurde. Das Leben ist hart, aber man hat sich arrangiert und nur die Ältesten haben noch als kleines Kind eine andere Erde erlebt. Am Beginn der Dämmerung ist es Brauch, der Station, die gerade in die Nachtruhe geht, eine gute Nacht zu wünschen, doch Station 1 antwortet nicht. Als man auf eine Videobotschaft stößt, muss man das Schlimmste befürchten. Was ist mit Station 1 geschehen und können die Geschehnisse dort auch eine Gefahr für Station 8 bedeuten? Zu allem Überfluss entdeckt man Schwankungen im Stromhaushalt. Jemand Unbekanntes scheint sich am Strom der Station zu bedienen. Das Schicksal aller 1288 Menschen in der Station hängt vom Mut einiger weniger ab


Meine Meinung: Das klingt nicht nur spannend, das ist es auch.
Dominique Stalder, erzählt von dem Leben auf der Station, er beschreibt den begrenzten Raum mit dem die Menschen auskommen müssen, dem fehlen der Privatsphäre und wie sich die Menschen damit arrangiert haben. Er lässt uns teilhaben an Leben der Menschen, die arbeiten, feiern und lieben.
Das Hauptaugenmerk von Episode 1, liegt auf den Protagonisten. 
Henry Payton, dem Leiter des Kontrollraums von dem aus das erste Mal festgestellt wird das es ein Problem gibt. Seinen Kindern Vanessa und Valentine, die 17 jährigen Zwillinge, müssen sich wie alle Teenager mit diversen Problemen herumschlagen, aber Vanessa erfährt auch gerade die 1. Liebe zu Chris, genannt Bit, der mit ihrem Vater zusammenarbeitet.
Natürlich erfährt der Leser auch etwas über die Vorgänge auf der Station, mit kleinen Häppchen des Geschehens hat der Autor mich auf jeden Fall angefixt, wäre das Buch schon komplett erschienen, ich hätte wohl die Nacht zum Tag gemacht und es in einem Zug durchgelesen. 

Es ist natürlich kaum möglich eine Rezension zu schreiben, bevor die Geschichte in Gänze erzählt ist, denn eigentlich handelt es sich ja nur um die ersten Kapitel. Ich für meinen Teil bin schon sehr gespannt wie es weitergeht, der Cliffhanger am Ende ist wirklich gemein, im positiven Sinne natürlich.
Bleibt die Story so wie sie jetzt ist, spannend aber auch für jugendliche Leser geeignet, eignen sich die Taschenbücher hervorragend auch für jüngere Leser, die vor einem dicken Buch vielleicht zurückschrecken, aber immer mal wieder ein dünnes Buch durchaus gern lesen. Dafür spricht auch der günstige Preis. Station 8 bekommt man tatsächlich zum Taschengeldpreis, bei der Ausstattung fast geschenkt, die einzelnen Seiten sind sehr schön gestaltet und die Buchrücken in der richtigen Reihenfolge werden ein echter Hingucker.

Noch eine Stimme zum Buch

https://sarahlippasson.wordpress.com/2019/01/06/station-8-episode-1-rezension/#more-4330

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  • Taschenbuch: 104 Seiten
  • Verlag: Independently published (6. Dezember 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1790635411
  • ISBN-13: 978-1790635412


Freitag, 21. Dezember 2018

Die Liebenden von Wiesbaden von Susanne Konrad

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Inhalt: Im Sommerurlaub trifft die vierzigjährige Kirsten auf den 20 Jahre älteren Ernst und verliebt sich in ihn. Als Ernst nach 20 jähriger Ehe einen Schlaganfall erleidet und Kirsten ihn pflegt, blickt sie auf das gemeinsam Leben zurück.
Sie denkt an die schnellen Entscheidungen die sie im Hinblick auf ihr jeweiliges Alter getroffen haben. Die Entscheidung zusammen zu ziehen, zu heiraten und die Entscheidung für ein Kind. Kirsten denkt aber auch an die Probleme, die der große Altersunterschied mit sich brachte.


Meine Meinung:
Zunächst einmal. Doch ich lese auch Liebesromane, aber nur wenn ich mir mehr als das Übliche von ihnen verspreche. Die Liebenden von Wiesbaden geht weit über die Art Liebesgeschichte hinaus die man sonst in der Literatur findet, sie endet nicht mit einer weißen Kutsche und der strahlenden jungen Braut. Die Autorin erzählt sehr authentisch von der deutlich spürbaren Liebe zwischen Kirsten und Ernst, die sich durch nicht beirren ließen und allen Widrigkeiten und schiefen Blicken zum Trotz immer fest beieinander standen.
Diese Liebe war während des Lesens deutlich spürbar. Ernst war von der ersten Minute,in der er in ihr Leben trat, der wichtigste Mensch in Kirstens Leben. Das zu lesen war wunderschön und berührend, jeder wünscht sich einen Menschen an seiner Seite, der wirklich in Guten wie in Schlechten Tagen zu einem steht, auch wenn die Schlechten Tage "nur" Ernsts Alter und später seiner Gesundheit geschuldet waren, die Guten aber geprägt von Wohlstand und damit verbundener Sorglosigkeit. Kirsten steht zu ihrem Mann und pflegt ihn hingebungsvoll.
 Kirsten beschreibt die Einschulung ihr Tochter Daniela, sie denkt an die Bemerkungen der anderen, wie alt doch Daniela Eltern sind, betiteln sie als Großeltern. Zwar scheinen sich ihre Gedanken mit dem Kummer ihrer Tochter zu beschäftigen, ich hatte beim Lesen aber immer das Gefühl in Wahrheit ging es ihr wieder nur um Ernst, wie verletzt er war, wie er darunter litt schon so alt zu sein, das alle ihn für den Großvater seiner eigenen Tochter hielten. Ich hatte stets den Eindruck, das die Erfüllung des Kinderwunsches Kirsten absolut verständlich war, Kirsten und Ernst liebten ihre Tochter ohne Frage, Kirsten wehrte sich auch gegen die Einstellung eines Kindermädchens, aber doch stellte sie das Kind immer hintenan, wie sie alles und jeden hintenan stellte wenn es um Ernst ging, auch Besuche bei ihrer mittlerweile Pflegebedürftigen Mutter wurden immer wieder verschoben, wenn Ernst sie lieber bei sich hatte. Da ging mir die Liebe und Hingabe einen Tick zu weit, denn vor allen anderen sollte immer das eigene Kind stehen. Wie gesagt das war mein Gefühl beim Lesen und das ist natürlich subjektiv.
Was mich beim Lesen wirklich störte, waren die häufigen Hinweise auf die Sexualität der Beiden, unbestritten ist diese auch im Alter wichtig und hoffentlich auch bei den meisten Liebenden sehr lebendig und erfüllend, aber auf gerade mal 140 Seiten erwähnte Kirsten irgendeine sexuelle Handlung gefühlt auf jeder 5 Seite, ich habe nicht mitgezählt. Als hielte hauptsächlich der Sex zwischen ihnen sie zusammen.
Ich mochte den ruhigen unaufgeregten Schreibstil der Autorin Susanne Konrad und werde sicherlich noch mehr von ihr lesen.
Ein großes Kompliment auch für die Auswahl des Covers. ( Ein Gemälde von August Macke)

Alles in Allem bekommt das Buch von mir eine Lesempfehlung, für Alle die gern einmal etwas besonderes lesen.

Mit einem Klick auf das Cover seid ihr direkt beim Verlag.

  • Taschenbuch: 190 Seiten
  • Verlag: Größenwahn Verlag; Auflage: 1 (4. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783957711861
  • ISBN-13: 978-3957711861

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Keine Helden - Piraten des Mahlstroms von Nils Krebber

https://amrun-verlag.de/produkt/keine-helden-piraten-des-mahlstroms/
Zum Mahlstrom
Inhalt: "Was soll schon passieren?" mit diesem Satz stürzen sich Eberhart Brettschneider und seine Partnerin Aurelia aus Kammerbad, einer Küstenstadt des Imperiums, kopfüber in ein eher unfreiwilliges Abenteuer. Eigentlich wollte das Gaunerpärchen die seit kurzem in Kammerbad weilende Gräfin del Mar ausnehmen und werden dabei von der Adligen nach allen Regeln der Kunst übers Ohr gehauen. Bevor sie sich versehen befinden sie sich auf dem Schiff des abergläubischen Akbash und in Begleitung des Nekromanten Joachim auf dem Weg zum Mahlstrom, wo sie den Schatz des legendären Schreckenskapitäns an sich bringen wollen. Was sie nicht ahnen, Gräfin del Mar und ihr Begleiter der Hexenjäger verfolgen einen finsteren Plan.

Meine Meinung: Wenn ich an Piraten denke ich an Errol Flynn, groß, schlank, edelmütig, gut aussehend.
Ja und dann kam Eberhart Brettschneider, eher dicklich und gemütlich, dafür mit scharfem Verstand und sehr geschickter Zunge und eigentlich ist er ja auch kein Pirat. Eberhart ist Händler, Abenteurer und Entdecker oder vielleicht doch nur der erfolgreichste Betrüger Kammerbads ? Ich mochte Eberhart, der so gar nicht dem Klischee eines Helden entspricht, der fehlende körperliche Vorzüge und Kampfkunst mit seinem scharfen Verstand und redegewandheit auszugleichen vermag. Für die Kampfkunst ist die eher burschikose Aurelia, der weibliche Teil des Gaunerduos verantwortlich. Beide stehen absolut Loyal zueinander, eine Freundschaft die nicht durch unnötiges Liebesgeplänkel gestört wird.
Ihnen gegenüber stehen die Gräfin Del Mar und ihr Begleiter der Inquisitor von Berg, die Gräfin verfolgt ihre eigenen Ziele, sie will die Welt mit Hilfe ihrer Vorfahren vom Imperium und der Familie del Mar zu neuer Macht verhelfen, schnell ist klar das man der Dame nicht trauen kann. Von Berg kann ich schlecht einschätzen sein Charakter blieb mir immer etwas fremd.

Nils Krebber entführt seine Leser in ein Piratenabenteuer, gewürzt mit einer gehörigen Prise Magie und Hexerei. Ich mochte den Humor, der nie platt daherkam, gepaart mit der abenteuerlichen Handlung ergab sich ein Lesevergnügen der besonderen Art. Aber am meisten habe ich es genossen, wenn Eberhart seine schärfste und effektivste Waffe auspackte: Seine Zunge. Wenn jemand einen in den Mahlstrom und wieder hinaus quatschen kann, dann Eberhart Brettschneider: Händler, Abenteurer und Entdecker.
Keine Helden. Piraten des Mahlstroms bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung und ich hoffe wirklich sehr auf eine Fortsetzung. Stoff genug für weitere Abenteuer, der bunten Truppe deuten sich zum Ende des Buches ja schon an.

Mit einem Klick auf das Cover könnt ihr in See stechen.

  • Taschenbuch: 301 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (5. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958692966
  • ISBN-13: 978-3958692961

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Sternenflammen eine Anthologie. Herausgegeben von Petra Mattfeld und Burkhard P. Bierschenck



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Mein erster Kontakt mit Science Fiction waren Groschenromane, wie sie damals etwas abfällig hießen, genauer gesagt: Perry Rhodan, das war neben Krimiheftchen und Arztromanen so ziemlich das einzige was an Lesestoff bei uns zu finden war. Diese Heftchen habe ich dann ziemlich schnell beiseite geschoben,gerade Perry Rhodan war nicht interessant, ich war ja noch ein Kind.
Irgendwann fiel mir aber doch wieder ein SF Roman in die Hände und ich begriff, das auch Science Fiction Literatur ist, bis heute wird das ja leider von vielen bestritten. Dabei gibt es gerade in dem Genre so viele unterschiedliche Facetten, das jeder auf seine Kosten kommen müsste. Ganze Welten zu erschaffen und Technik zu beschreiben die einen Sinn ergibt, die möglich erscheint, ist meiner Meinung nach eine herausragende Leistung. Und was hat das jetzt mit Sternenflammen zu tun?
Dass es sich um eine SF-Anthologie handelt, ist ja aus der Artikelüberschrift in Verbindung mit dem Cover klar ersichtlich, das ich nur selten Bücher aus dem Genre lese, weiß jeder, der mich kennt. Ich brauchte aber mal wieder Abwechslung und ich liebe Kurzgeschichten.
Diese hier auch? Schauen wir mal.

Leider beginnt die Anthologie mit einer meiner Meinung nach schwächeren Geschichte der Sammlung.

Zwischen dem Sonnenlicht von Miriam Achtzehnter.

Balen Kanter arbeitet in einer Fabrik in der Klone hergestellt werden, der Beschreibung nach ein ziemlich langweiliger Job. Das ändert sich, als einer der an sich willenlosen Klone ihn anspricht. Was danach geschieht, hätte sehr interessant und spannend sein können nur leider wählte die Autorin ein Ende, das mich persönlich nicht zufrieden stellte.

Da gefiel mir die zweite Geschichte schon besser
Jenseits von Heimat von Olga Baumfels

Die Autorin hat ein Thema gewählt das nicht neu, aber sehr gut erzählt ist. Sie beschreibt die Startprozedur die der Raumfahrer Gröl durchlebt, sehr bildreich und anschaulich, so anschaulich das ich vollstes Verständnis gehabt hätte wäre Gröl ausgestiegen. Gröl allerdings stieg nicht aus sondern strandet auf einem fremden Planeten und was er da erlebt, lässt trotz aller Widrigkeiten so etwas wie Hoffnung aufkommen.

Eine sehr spannende Abenteuergeschichte auf einem fernen Planeten.
Die Oase in der Dunkelheit von Ulf Fildebrandt

Was wäre die Menschheit ohne die Mutigen die aufbrachen um die Geheimnisse unseres Planeten zu erkunden, hätte jemals jemand den Mut gehabt zu den Sternen aufzubrechen wenn s nicht einmal jemand den Nord oder Südpol unseres Planeten erkundet hätte?
Diesen Mut brauchten auch Kerttu und sein Team, die auf einem Planeten leben dessen eine Seite immer in Dunkelheit und Kälte liegt. Gegen alle Angst und gegen jede Vernunft  dringen sie immer weiter vor um am Ende eine überraschende Entdeckung zu machen, die sie noch einen Schritt weiter wagen lässt.

Wie weit darf Forschung gehen?
Um der Kälte zu trotzen von Valerie Gaber

Die unbekannte Erzählerin, lässt uns Leser an ihren Gedanken teilhaben, während sie auf einer Krankenstation erwacht, sie berichtet von ihren Gefühlen und den Veränderungen, die sie an ihrem Körper wahrnimmt. Manipulationen die ihr das Leben auf einem eisigen Planeten ermöglichen sollen und das der Planet sie ruft. Sehr spannend und bildhaft geschrieben.

Ich glaube ich muss mich kürzer fassen.

Hier passt wieder alles.
Yggdrasil von Tobias Habenicht

Anarchisten wollen den Planeten BV27/8 vor dem Terraforming schützen. Das Landen auf diesem Planeten ist strengsten Untersagt, bei Zuwiderhandlung wird sofort das Feuer eröffnet. Das so manches Verbot auch ein Schutz sein kann, erkennen die Anarchos zu spät.


Und wir fürchten uns vor selbstfahrenden Autos? Denkende Computersysteme sind hier eher das Problem.
Fürchte deinen Nächsten wie dich selbst von Maximilian R. Herzig
Ich fasse mich wie versprochen, kurz.
Tolle Geschichte, klassische Science Fiction. Soweit ich das beurteilen kann.

Raysom von Erik Huyoff
Die Besatzung eines Raumschiffes fängt einen Notruf auf und muss sich bald entscheiden ob sie staatlich angeordnetes Unrecht unterstützt oder das Richtige tut.
So wie man die Besatzung kennen lernt, ist ihre Entscheidung keine Überraschung.
Gut geschrieben auch wenn das Ende absehbar war.

Exploration von Stefan Lochner
Es gibt sie, die Ekel unter den Raumfahrern, die denen man die Pest an den Hals wünscht, weil sie dumm, unfähig, überheblich und sexistisch und so triebgesteuert das sie nicht einmal vor Maschinen halt machen würden. Da hat sich die richtige Crew zusammengefunden und die richtige Maschine.

Jackpot von Gabriel Maier

Das Einzige das Marv, als er in einem Jagdkreuzer der Habicht Klasse aufwacht, mit Sicherheit weiß ist, das er schon mindestens 20 Tage unterwegs ist, das verrät ihm die Länge seines Bartes. Das er in der unendlichen Leere des Alls auf ein Raumschiff trifft, ist der Jackpot, der unmögliche Zufall der sein Leben rettet.
Logbuchenträge verraten uns die ganze Geschichte.
Die Geschichte hat mir wieder sehr gut gefallen.

Ein Brief aus tiefstem Herzen von Liv Modes
Was würden uns Wesen von anderen Planeten wohl schreiben?
Das erfahren wir in dieser Geschichte. Eine schöne Idee, berührend und emotional, allerdings für meinen Geschmack ist die Moralkeule etwas schwer.

Der letzte Splitter Farbe von Kornelia Schmid

Valla arbeitet in den Minen eines Exoplaneten, sie schürft nach seltenen Kristallen für die Antriebe von Raumschiffen. Im Laufe der Jahre wurde es immer schwieriger diese Kristalle zu finden, die Loren mit denen früher Mengen des seltenen Material aus den Minen gekarrt wurden sind schon lange überflüssig. Bei einem ihrer letzten Spaziergänge entdeckt sie die ganzen Ausmasse des jahrelangen Raubbaus. Auch in dieser Geschichte ist eine Moral vorhanden, aber subtiler verpackt.


Drachenernte von Achim Stößer

Die Protagonisten in der zweiten Story einfach nur zu dumm zum Milch holen, wie meine Oma schon immer sagte. Auch hier geht es um Ausbeutung und Gier,die Geschichte hätte auch auf der Erde spielen können. Ob nun Elefanten oder Drachen getötet werden sollen um an einen kostbaren Bestandteil ihres Körpers zu kommen ist ja egal. Aber nicht vergessen, die Protagonisten sind strunzdumm. Hier musste ich tatsächlich etwas nachdenken, zunächst kam mir das Ende und damit leider auch die komplette Geschichte ziemlich dämlich vor, aber bei genauerer Überlegung kam mir folgender Gedanke: Die Drachen die diesen Planeten bevölkern besitzen eine gewisse Intelligenz, vielleicht war der Besuch der Drachenjäger der Funke der die Wissenschaft dort zum leuchten bringt?
Lest selbst und vielleicht stimmt ihr mir zu.

Grüner Planet von Henrik Sturmbluth
Wieder einmal haben wir es mit den fatalen Folgen der modernsten Wissenschaft zu tun. Diesmal mit Nanobots, die Pflanzen dazu bringen auch unter den widrigsten Umständen zu gedeihen, dumm nur wenn diese sich dann gegen eine Kolonisierung, des Planeten auf dem sie wachsen, wehren.

Elia von Holger Vos
Die letzte Geschichte handelt von der Kolonisierung eines Planeten,den ein sechs köpfiges Forschungsteam erkunden soll. Mysteriösen Vorgänge machen die Erzählung recht spannend, einzig das abrupte Ende ist mehr als gewöhnungsbedürftig, wobei es sich hier auch um einen Fehler beim Druck handeln könnte. Die Story endet mit:
Er prüft ihren Puls, doch kein Herz-

Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, interessiert euch sicher noch meine abschließende Meinung.
Sternenflammen bekommt von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung, denn ich bewerte immer das komplette Buch, nicht jede Geschichte in einer Anthologie kann gefallen, ich vergebe auch keine Sternchen für einzelne und errechne dann den Durchschnitt ( ich war noch nie gut in Mathe).
Ich kann die Anthologie auch reinen Gewissens für Neueinsteiger empfehlen,die es nicht so technisch mögen.

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  • Taschenbuch: 186 Seiten
  • Verlag: Bookspot Verlag; Auflage: 1 (1. August 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3956690923
  • ISBN-13: 978-3956690921








Dienstag, 18. Dezember 2018

Ich schenke dir den Schmerz von Ralf Gebhardt

  • Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung
Inhalt: Eigentlich wollte sich Kommissar Richard Störmer eine Auszeit nehmen und sich um seine Tochter Verena kümmern, aber als im Mansfelder Land Menschen entführt werden und alles darauf hinweist, das es sich bei dem Täter um Michels handelt, einen mehr als brutalen Serienmörder, muss Störmer seine Pläne ändern.Was er nicht weiß: Dieses Mal ist Michels nicht allein. Und die Motivation seines Partners reicht tief in die Vergangenheit der ehemaligen DDR und diese Vergangenheit lebt noch heute.

Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von Ralf Gebhardt, den Vorgängerband
Ich schenke dir den Tod,
habe ich leider nicht gelesen, aber das ist auch nicht zwingend erforderlich. Ich schenke dir den Schmerz, lässt sich wunderbar auch ohne das Wissen aus dem ersten Buch lesen.
Wunderbar, war jetzt das erste und letzte sanfte Wort, das ich für Ich schenke dir den Schmerz, verwende. Denn sanft ist hier gar nichts.
Die Story ist brutal und auch wenn der Autor diese Brutalität durchaus in Worte zu fassen vermochte, mein Kopfkino ging immer noch einen Schritt weiter, auch wenn das gar nicht nötig gewesen wäre die Bilder, die Ralf Gebhardt mit seinen Worten zeichnet, sind eigentlich schon grausam genug.
Ich hoffe das es sich bei dem Szenario, das er aufzeichnet wirklich um reine Fiktion handelte und so etwas wie im Buch beschrieben, nirgendwo auf der Welt menschenmöglich ist.(Das ist natürlich Wunschdenken, ich weiß wozu Menschen fähig sind) Achtung Spoiler.

Montag, 17. Dezember 2018

Todesfall und Topfenstrudel von Kate Delore

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Inhalt: Mia findet ihren Verlobten Til in ihrer gemeinsamen Wohnung, alles sieht nach Selbstmord aus, aber Mia zweifelt an der Theorie und als noch mehr Menschen im beschaulichen Murnau Selbstmord begehen, ermittelt Mia auf eigene Faust, denn der ermittelnde Kommissar Hasselberg ist mehr mit seinen Liebschaften beschäftigt als das er sich Gedanken um die Selbstmordserie macht.

Meine Meinung:
Das Cover suggeriert einen heiteren Regionalkrimi, Regional stimmt, heiter trifft es nicht immer eher im Gegenteil, auch wenn ich das eine oder andere Mal beim lesen schmunzeln musste.Das Thema ist brisant, Menschen die scheinbar keine Verbindung zueinander haben nehmen sich aus heiterem Himmel und wie es aussieht grundlos das Leben. Als Mia auf eine erste Spur stößt, gerät sie selber in größte Gefahr.
Ich mochte die Story, sie entspricht so ziemlich genau meinem Geschmack und ist härter als das Cover glauben macht.
Die Geschichte wird aus vielen, schnell wechselnden Perspektiven erzählt,oft etwas zu schnell für meinen Geschmack, das störte manchmal etwas den Lesefluss. Auch hätte ich den einzelnen Charakteren mehr Raum gewünscht, jeder für sich kam etwas zu kurz, vielleicht waren es in der Summe ein paar Protagonisten zu viel, jeder für sich, besonders Kommissar Hasselberg und Mias Freundin Ella die als Journalistin arbeitet blieben etwas blass und Mias Handlungen und Reaktionen haben bei mir so manches Mal Unverständnis hervorgerufen, aber das ist etwas das ein anderer Leser vielleicht anders sieht.
 Bis zum Schluss hatte ich keine Idee was die Menschen in den Selbstmord trieb und natürlich vor allem Wer dahinter steckt, das machte die Lektüre natürlich spannend.
Besonders nett, war das kleine Bayrisch-Deutsche Lexikon, gleich zu Beginn des Buches. Ich mochte sehr das es am Anfang stand, so kann niemand es übersehen. Da ich persönlich vor dem Lesen nicht erst durch ein Buch blättere, ist mir so manches Mal ein Glossar erst aufgefallen als es zu spät war.
Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es mit Mia in Murnau weitergeht, denn das Spiel ist noch lange nicht vorbei.

Mit einem Klick auf das Cover seid ihr direkt beimVerlag.


  • Taschenbuch: 228 Seiten
  • Verlag: Latos Verlag; Auflage: 1 (15. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3964150134
  • ISBN-13: 978-3964150134

Freitag, 7. Dezember 2018

Ein Reif von Silber und Gold von Stephan M. Rother

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Inhalt: Im finalen Band der Trilogie laufen alle Fäden zusammen, unwichtige Kleinigkeiten aus den Vorgängerbänden enthüllen ihre Bedeutung. Morwas Kinder haben die Einigkeit des Landes gefestigt und nun stellt sich die Frage, welcher seiner Erben das Land in Zukunft führen soll. Und die Zeit drängt, denn schon beginnen die einzelnen Stammesführer gegeneinander zu arbeiten.
Meine Meinung: Gewohnt Sprachgewaltig und Wortreich führt uns Stephan M. Rother durch das Buch. Sein Hauptaugenmerk lag diesmal auf Leyken und Sölva, Pol wurde dieses Mal leider etwas vernachlässigt. Die Handlung konzentriert sich auf Leyken, die trotz allem was ihr dort widerfuhr alles in ihrer Macht Stehende tut, um die Esche zu retten und auf Sölva, die das Vertrauen der Nordländer erringen will und muss.
Die Frage, ob sich am Ende alles zum Guten wendet, zieht sich durch das komplette Buch, kurz vor Ende dachte ich: Das schafft er nie, wie soll das Finale einen gebührenden Platz auf nicht einmal 10 Seiten finden? Um so erstaunter war ich, das alles passte, dass auf den letzten Seiten die Geschichte  noch einmal richtig Fahrt aufnahm und in einem grandiosen Finale mündete. Dieses Tempo hätte ich mir auch während des gesamten Buchs gewünscht, so schön die Sprache und die Bilder, die der Autor mit seinen Worten entstehen lässt auch sind, manchmal war es zu viel des Guten. Er wiederholt sich leider recht häufig.
Ein Reif von Silber & Gold, kann auf gar keinen Fall eigenständig gelesen werden, die Vorgängerbände
Ein Reif von Eisen und Ein Reif von Bronze sind ebenfalls im Rowohlt Verlag erschienen.
Alle drei Bücher zusammen ergeben eine in sich schlüssige und bis auf die schon erwähnten Längen, durchaus spannende Geschichte.

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  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 1. (20. November 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349927406X
  • ISBN-13: 978-3499274060

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Die vermisste Freundin von Olaf Jahnke

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Inhalt:"Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord" sicher gingen Roland Bernau genau diese Zeilen des alten Seemannsliedes durch den Kopf, als er den Auftrag erhielt, Martina, die vermisste Freundin einer Frauengruppe zu suchen, die sich auf Madagaskar ein Entwicklungshilfeprojekt ansehen wollte und von einem auf den anderen Tag verschwand.
Die Suche nach Martina gestaltet sich schwierig, niemand hat etwas gesehen und wie sich herausstellt sind die örtlichen Behörden mit einem anderen Fall mehr als ausgelastet. Eine verschwundene Touristin steht nicht sehr weit oben auf ihrer Prioritäten Liste.

Meine Meinung:
Ich weiß nicht, wem es noch so geht und er bei dem Wort Madagaskar sofort an die Pest denkt und daran das das Land ist, in das man hin gewünscht wird, wenn gesagt wird: Geh doch dahin wo der Pfeffer wächst. Das war es aber auch schon, mehr wusste ich nicht über das exotische Land, dank der akribischen Recherche Olaf Jahnkes bin ich allerdings mittlerweile etwas schlauer, ich weiß zum Beispiel das die Pest, obwohl eigentlich Weltweit ausgerottet, auf Madagaskar immer mal wieder ausbricht und auch warum. Da drehte sich mir doch der Magen um.
Aber zur Handlung, je länger Bernau die Frau auf Madagaskar suchte und je mehr er von Land und Leuten und den Entwicklungshilfeprojekten erfuhr desto unwahrscheinlicher wurde die Theorie das sich Martina einfach nur ein paar Tage Auszeit genommen hatte.
Bernau deckt immer mehr ungereimtheiten auf und kommt auf die Spur dubioser Machenschaften.
Das ist sehr spannend und dank der kurzen knappen Sätze fliegen die Seiten nur so dahin.
Mit Bernau hat Olaf Jahnke einen sehr sympathischen Ermittler geschaffen der sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und sich durchaus zu behaupten weiß wenn ihm jemand dumm kommt und der immer zufällig Fälle übernimmt, die mehr sind als sie auf den ersten Blick scheinen, das macht sie so spannend, man weiß als Leser zu Beginn nie was genau einen erwartet, ich persönlich mag diesen Überraschungseffekt sehr.

Die vermisste Freundin bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

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  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: Größenwahn Verlag; Auflage: 1 (2. August 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3957712300
  • ISBN-13: 978-3957712301