Dienstag, 20. November 2018

Nadine d´Arachart und Sarah Wedler – Ein Spiel für Gewinner

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Inhalt: Nach ihrem letzten Fall werden die Hamburger Star Ermittler Alexander Dornfeld und sein Kollege Daniel Schwarzer von dem Ex Junkie Kilian Kaiser angesprochen, der den Selbstmord seiner Freundin Emila nicht verwinden kann und nicht akzeptieren will, das ihr Suizid freiwillig geschah. Daniel glaubt ihm nicht und versucht ihn abzuwimmeln, bis ein weiterer Selbstmord die Stadt erschüttert und die Ermittler einsehen müssen: Ein Spiel für Gewinner hat längst begonnen und es wird tödlich enden.

Meine Meinung:
Das gleich zu Beginn des Buches ein Warnhinweis steht, der Menschen, die sich in einer Lebenskrise befinden davor warnt dieses Buch zu lesen, fand ich zunächst etwas übertrieben, doch je mehr ich las, desto sinnvoller wurde die Warnung und der Hinweis darauf sich Hilfe zu suchen bevor man so sehr verzweifelt, dass es keinen anderen Ausweg als Selbstmord zu geben scheint. Schon gar nicht konnte ich glauben, dass ein Internetspiel Menschen dazu bringen könnte sich das Leben zu nehmen. 15 Level heißt es zu überwinden und die letzte Aufgabe könnte lauten: 

Klettere über die Brüstung. 
Tritt bis ganz vorne an den Rand. 
Dann spring.

Wer tut denn so etwas? Wer lässt sich von einem Spiel soweit treiben sich selber zu verletzen  oder sogar zu töten? 
Antworten darauf gibt es im Buch, das weit mehr ist als ein mitreißender Thriller, es zeigt auf wie Menschen manipuliert werden können, wie sie Schritt für Schritt, fast schon behutsam auf ein Spielergebnis geführt werden können ohne das sie die Manipulation überhaupt bemerken. So geht es uns allen, wir werden auf Schritt und Tritt manipuliert, von den Eltern in der Schule, von Freunden und der Werbung, normalerweise schadet uns diese Manipulation nicht, manchmal scheint sie notwendig zu sein um ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten, manchmal ist sie lästig weil sie uns dazu bringt Dinge zu kaufen die wir gar nicht brauchen oder die völlig überteuert sind. Das alles ist harmlos, bis jemand beginnt psychisch labile Menschen zu manipulieren. Ich könnte mich jetzt seitenlang darüber auslassen, welchen Manipulationen wir täglich ausgesetzt sind, was sie mit uns machen und besonders mit unglücklichen Menschen machen können, aber meine Küchenpsychologie findet sowieso keine Lösung, weder für den normalen Alltag und schon gar nicht für Extremsituationen.
Also kommen wir zu den wesentlichen Dingen. Hat mir Ein Spiel für Gewinner gefallen?
Ja, sehr. Der Schreibstil der Autorinnen ist wie gewohnt flüssig und hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, ich habe schon mehere Bücher aus der Feder Nadine d´Arachart  und Sarah Wedler gelesen und meiner Meinung nach werden sie von Buch zu Buch besser. Die Story ist brisant und wenn man sich ansieht wie wichtig das Internet für Alle mittlerweile geworden ist, nicht wirklich weit hergeholt.
Ich kann also guten Gewissens eine absolute Leseempfehlung aussprechen, ihr solltet aber nicht allzu zart besaitet sein. Ein Spiel für Gewinner ist stellenweise sehr brutal, es bohrt sich ins Gehirn und es dauert eine Weile bis man es aus seinen Gedanken wieder vertrieben hat.

Wenn ihr mögt, findet ihr hier ein Interview mit Nadine d´Arachart  und Sarah Wedler.
Weitere Rezensionen findet ihr auf

und

und wenn ihr mehr über die Autorinnen erfahren wollt, mit einem Klick auf das Cover seid ihr schon bei Ihnen.


  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: telescope (20. November 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 395915044X
  • ISBN-13: 978-3959150446

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