Montag, 18. Februar 2019

Der lange Tag der Bücher am 17.02.2019 im Haus am Dom


Als ich vor einigen Wochen eine Mail des Größenwahnverlags bekam, ob ich Lust hätte vom Langen Tag der Bücher zu berichten, war mein erster Gedanke: "Oh wie toll, was ist das?" und mein zweiter war "Frankfurt ist ja schon ziemlich weit weg. "
Nach kurzer Überlegung und Rücksprache mit meiner Tochter, die mich gern begleiten wollte, habe ich dann doch zugesagt.
Im Laufe der nächsten Tage, bekam ich reichlich Buchpost, fast alle der teilnehmenden Verlage haben mir ein Rezensionsexemplar des von ihnen vorgestellten Buches zugeschickt. Die Bücher stelle ich euch in den nächsten Tagen noch vor.

Der Scharlachrote Wolf von Goderdsi Tschocheli übersetzt von Anastasia Kamarauli (Frankfurter Verlagsanstalt)
Wir haben keinerlei Kompromisse geschlossen von Ingrid Fuchs (Heinrich Editionen)
Ein Lied in allen Dingen von Stefan Sprang (Größenwahnverlag)
Ich würde es wieder tun von Raquel Erdtmann (Fischer Verlag)
Die Bestimmung der Eisscholle von Astrid Rupper (Axel Dielmann-Verlag)
Die rote Hand von Jürgen Heimbach (weissbooks.w)
Wollt ihr Musik, oder was? von Oliver Zils (Societäts-Verlag)

Die Veranstaltung begann um 11 Uhr mit der Lesung aus dem Buch "Wir haben keinerlei Kompromisse geschlossen" von Ingrid Fuchs. Das Buch gibt einen guten Eindruck in die Arbeit der Anna-Schmidt-Schule zur Zeit der Nationalsozialisten, die von Käthe Heisterberg gegründet wurde und in der auch "nicht arische Schülerinnen" bis zum Ende des Nationalsozialismus in einem geschützten Umfeld lernen konnten.
Die Autorin Ingrid Fuchs zeichnet ein eindrucksvolles Bild von Käthe Heisterberg, die es in all der Zeit schaffte mit kleinen und größeren Tricks ihre Schülerinnen zu schützen.

Direkt im Anschluss ging es weiter, schon um 12 Uhr las Stefan Sprang aus seinem biografischen Roman "Ein Lied in allen Dingen",  das von dem Opernsänger Joseph Schmidt erzählt der nicht nur in Deutschland eine Berühmtheit war, was ihn aber nicht davor bewahrte von den Nazis verfolgt zu werden. Joseph Schmidt starb mit nur 38 Jahren in der Schweiz. (Dieses Buch lese ich gerade und die Rezension folgt bald, zusammen mit einem Interview das ich mit Stefan Sprang führen durfte)
Das Interview findet ihr jetzt Hier

Nach diesen zwei Lesungen brauchte ich erst einmal eine Pause um den Kopf freizubekommen und vor allem etwas zu essen, schließlich waren wir seit 7 Uhr Morgens unterwegs.
Einen Bericht über die Lesung die ich dadurch leider verpasste findet ihr
bei meiner lieben Bloggerkollegin Christiane, die ich beim Langen Tag der Bücher endlich persönlich kennen lernen durfte. Auf chrissisbuntelesecouch findet ihr viele tolle Bilder und sehr schöne Berichte über die Lesungen die ich verpasst habe.


Während meiner Pause konnte ich feststellen, dass nicht nur die Lesungen sehr gut besucht waren, auch der Büchertisch der Verlage und der kleine aber feine Bücherflohmarkt wurden von den Besuchern gut angenommen.

Weiter ging es um 14 Uhr mit der Lesung zum Buch "Der scharlachrote Wolf", hier hat nicht der Autor gelesen sondern die Übersetzerin Anastasia Kamarauli; Der georgische Autor Goderdsi Tschocheli verstarb schon 2007. Sein Roman erschien erstmalig 1983.
Diese Lesung hat mir besonders gefallen, wann hat man schon die Gelegenheit den Übersetzer eines Buches zu hören und einen Einblick in diese anspruchsvolle Arbeit zu bekommen? Auch der Moderator Lothar Ruske war sichtlich begeistert von der jungen Frau.
Im Anschuss an die Lesung hatte ich die Gelegenheit mich mit Frau Kamarauli zu unterhalten; Was als Interview geplant war, entwickelte sich bei einem Kaffee schnell zu einem sehr interessanten Gespräch mit einer sehr sympathischen jungen Frau, die soweit ich das beurteilen kann eine hervorragende Übersetzerin ist. 
Um 17 Uhr kehrten wir zurück ins Haus am Dom und es war für meine Tochter und mich an der Zeit uns auf den Heimweg zu machen. Ich habe viel zu viele Lesungen verpasst, gern hätte ich auch die Vorstellung des Verlags der Autoren erlebt, die in der Broschüre die Frage stellt:"Was machen wir da eigentlich?". Ja, das hätte mich wirklich interessiert.

Im nächsten Jahr weiß ich was mich erwarten wird und ich kann mich darauf einstellen, dass zwischen den Lesungen keine Pausen sind, denn das ist mein einziger Kritikpunkt. Aus diesem Grund konnte ich auch nicht jede Lesung besuchen, was ich gerne getan hätte. Eine kurze Pause zum durchatmen und vielleicht für einen Kaffee wäre für den ein oder anderen Besucher sicher toll gewesen.

Ich muss mich auch bei den Autoren entschuldigen, deren Lesung ich nicht besuchen konnte, das war zeitlich einfach nicht zu schaffen.
Mein besonderer Dank gilt aber Sewastos Sampsounis, dem Verleger des Größenwahn Verlags, welcher mich durch seine Einladung erst auf diese tolle Veranstaltung aufmerksam gemacht hat.


Irgendwann muss ich auch einmal mehr Zeit für Frankfurt einplanen.


3 Kommentare:

  1. Hallo Manuela, danke für diesen Bericht. Ich bin schon auf Deine Rezensionen gespannt. LG Gesa

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  2. Schöner Bericht. Ich hoffe, dass ich das beim nächsten Mal besser koordiniert bekomme.

    Die aufeinanderfolgenden Veranstaltungen, wo man nur die Wahl hat zwischen "hingehen" und "mal was essen" sind inzwischen populär. Thermobecher und Care-Paket gehören inzwischen in jede Bloggertasche. Dann lieber den Fotoapparat zu Hause vergessen. ;-)

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  3. Ja das merke ich mir für das nächste Mal, andererseits, das Essen war schon lecker auch wenn es keine grüne Sauce gab.

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