Lena ist 19, ihre Schwester Margot 14 Jahre alt, als sie in Niebüll eintreffen, im Dorf werden Flüchtlinge skeptisch aufgenommen, auch die Pfarrersfrau, bei der sie Unterschlupf finden, öffnet ihnen eher widerwillig die Tür, um sie aufzunehmen.
Neben Lena und ihrer Schwester lernen wir Rainer kennen, ein junger Mann, der vom Krieg traumatisiert ist und verzweifelt versucht, mit seinen Erinnerungen zurechtzukommen. Und dann ist da noch Joachim Baumgärtner, ein glühender Verehrer Hitlers und ebenfalls ein Kriegsheimkehrer. Baumgärtner versucht, seine Rolle im Krieg zu verschleiern.
Hanna Adens Roman "I love you, Fräulein Lena" erzählt von der Zeit kurz vor dem Ende des Krieges und unmittelbar danach. Die Menschen versuchen, mit ihrer Vergangenheit klarzukommen, ihre Traumata zu verarbeiten und zu vergessen, was geschehen ist. Gleichzeitig müssen sie mit den Entbehrungen umgehen, die die Besatzungszeit mit sich bringt.
Bücher wie dieses sind wichtig, gerade heute, wo die NS-Zeit und die Gräueltaten dieser Zeit immer mehr ins Vergessen geraten oder sogar verleugnet werden. Inhaltlich hat mir die Geschichte also schon allein aus diesem Grund gefallen.
Leider hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der Autorin, der mich immer wieder davon abhielt, das Buch zur Hand zu nehmen. Das ist allerdings meine persönliche Einschätzung; andere Leserinnen und Leser mögen das anders sehen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was eine gewisse Spannung erzeugt, sodass ich doch immer wissen wollte, wie es weitergeht.
- Herausgeber : Penguin Verlag; Originalausgabe Edition (13. September 2023)
- Sprache : Deutsch
- Broschiert : 432 Seiten
- ISBN-10 : 3328603123
- ISBN-13 : 978-3328603122

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