Samstag, 1. August 2020

Bilder, Tod und Volksmusik von Viola Eigenbrodt

Das Verschwinden des Kunstmalers Tschurtschenthaler, nimmt zunächst niemand ernst, schließlich hat  seine Frau, die blinde Volksmusiksängerin Magdalena Ganthaler, tagelang gewartet bis sie sich bei der Polizei meldete, um die Vermisstenanzeige aufzugeben und Erwin ist ein erwachsener Mann, der sich vielleicht nur eine Auszeit nehmen will. Als auch noch neue Bilder des Künstlers auftauchen verstärkt das natürlich noch diesen Eindruck.

Viola Eigenbrodt entführt ihre Leser nach Südtirol und nach ihrem Krimi:
Marmor, Wein und Bienengift,
 habe ich mich sehr auf eine Rückkehr zu dieser besonderen Landschaft und ihrer Bewohner gefreut, denn die Autorin hat ein gutes Händchen für bildhafte Landschafts und Personenbeschreibungen, das wird gleich auf den ersten Seiten klar, als sie eine Szene in der Polizeistation beschreibt, die ich  vor Augen hatte und die mich das erste Mal schmunzeln ließ.
Aber nicht nur die Landschaft lässt die Autorin vor dem inneren Auge ihrer Leser auferstehen, sie beschreibt auch eindringlich die Kunstszene und deckt Verstrickungen auf die niederzuschreiben hier den Rahmen sprengen würde und vor allem müsstet ihr das Buch nicht mehr selber lesen und das wäre ja wirklich schade.
Natürlich kommt auch die Spannung nicht zu kurz, kein Krimi lebt von Humor und tollen Beschreibungen, diese sind nur wie das Salz in der Suppe und  Viola Eigenbrodt hat genau die richtige Mischung gefunden.
Die Ermittler Matthias Ohnewein und Franco Marini, habe ich ja schon im vorigen Band der Reihe kennenlernen dürfen, so das auch diese Begegnung eine Begegnung mit alten Bekannten war, ohne das man den ersten Teil gelesen  haben müsste. Ein Umstand den ich sehr zu schätzen weiß, denn ich habe recht oft ein Talent dafür mitten in eine Reihe zu greifen.
Zwei Protagonisten möchte ich aber noch besonders hervorheben: Walter Gasser, ein guter Freund Erwins, kann und will nicht glauben, dass der Maler einfach verschwindet, ohne Lebenszeichen von sich zu geben, denn jede bisherige Auszeit des Künstlers war bisher begleitet von Fotos, die entweder tolle Gebäude, Landschaften oder Frauen zeigten und die er per Handy verschickte.Ich mochte seine Hartnäckigkeit.
Und natürlich Pan, den mochte ich von der ersten Erwähnung an, wer Pan ist? Lest selber ;o)

  • Taschenbuch: 332 Seiten
  • Verlag: Independently published (3. Juli 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 979-8663322881







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