Zunächst noch unzertrennlich, beschreiten sie mit dem Erwachsen werden immer mehr getrennte Wege, Gustav eröffnet ein Hotel in seiner Heimatstadt Matzlingen wo er in seiner Berufung sich um andere Menschen aufgeht, Anton verlässt nach mehreren Fehlschlägen letztendlich doch die Enge der Heimatstadt um in Bern eine Musikerkarriere zu starten. Doch voneinander lösen können sie sich nie.
Rose Tremain hat ein wunderbares, berührendes Buch geschrieben, Sie entführt ihre Leser in einen Abschnitt der schweizerischen Geschichte, der wohl den meisten Menschen unbekannt ist, in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg und in Teilen auch in die Zeit während des Krieges und so kann man sich auch gut in Emilie, Gustavs Mutter hineinversetzen die der Freundschaft ihres Kindes mit Anton eher ablehnend gegenübersteht. Ihre Figuren sind liebevoll gezeichnet und die Örtlichkeiten bildhaft beschrieben ohne das sie sich in unnötigen Details verliert. Auch wenn der Klappentext schon das Ende des Buches vorweg nimmt, ist es trotzdem ein Vergnügen den Lebensweg der so unterschiedlichen Charaktere zu verfolgen, auch wenn ich nicht immer alle Handlungen der Protagonisten nachvollziehen konnte, aber das kann ich im richtigen Leben auch.
Eine Leseempfehlung für alle, die gern auch einmal ruhigere Romane lesen und die eintauchen wollen in eine feinfühlige Geschichte der leisen Töne.
- Gebundene Ausgabe: 333 Seiten
- Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (8. August 2016)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3458176845
- ISBN-13: 978-3458176848
- Originaltitel: The Gustav Sonata

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