Freitag, 8. Juni 2018

Unter blutrotem Himmel von Mark Sullivan

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Inhalt: Pino Lella wächst in Mailand auf, sein Leben ist trotz des Krieges recht unbeschwert bis die Bomben der Alliierten auch seine Heimatstadt erreichen und er auf Geheiß seiner Eltern die Stadt verlassen muss . In der Casa Alpina die von einem katholischen Geistlichen geleitet wird, findet er Unterschlupf und eine Aufgabe die sein Leben verändert und das vieler anderer rettet.

Meine Meinung:
In der letzten Zeit habe ich einige Bücher gelesen die während des zweiten Weltkriegs spielen, manchmal beschäftigt ein Thema mich über längere Zeit. So war es nahe liegend  das Unter blutrotem Himmel auch von mir gelesen werden musste. Da es auf den Lebenserinnerungen Pino Lellos basiert, waren meine Ansprüche an das Buch höher als bei einem rein fiktiven Roman, denn normalerweise kann man das was im Buch erzählt wird recherchieren und zumindest teilweise auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen, das scheint hier allerdings nicht so einfach zu sein, wie der Autor zu Beginn schreibt, in Italien schien nach dem zweiten Weltkrieg eine Vergessenskultur geprägt worden zu sein.

Zitat: Niemand spricht in Italien über den zweiten Weltkrieg, weshalb sich auch niemand daran erinnert.

Umso wichtiger findet ich es, die Erinnerungen zu bewahren, wie Mark Sullivan es getan hat, er hat es geschafft Pino Lellos Geschichte so aufzuschreiben, dass sie ihre Leser berührt und zum nachdenken anregt und dabei gleichzeitig unterhält. Ich kannte den Autor bisher nur durch seine Thriller und war angenehm überrascht, das er auch ernste und reale Themen umsetzen kann.
Ich stelle es mir sehr schwierig vor, ein Buch zu schreiben das hauptsächlich auf Erzählungen beruht, aber Sullivan ist es gelungen, die Menschen und Örtlichkeiten vor meinem inneren Auge zum Leben zu erwecken. Ich mochte Pino, der ohne viel nachzufragen sein eigenes Leben riskiert um das anderer zu retten, er war nicht der Einzige, solche Menschen gab es überall und doch waren es leider zu wenige, vielleicht wäre der Menschheit ein großes Leid erspart geblieben, hätte es mehr Pino Lellos gegeben.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.


1 Kommentar:

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