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Mittwoch, 8. Januar 2020

Die Totenkünstlerin von Leonie Haubrich


Ellens Leben verläuft gerade nicht rund, ihre Beziehung ist am Ende und durch die mysteriösen Anrufe eines Fremden der behauptet ihr Großvater zu sein, erfährt sie, das ihr bisheriges Leben eine Lüge war. Ellen wurde als Kleinkind adoptiert, ihre leibliche Mutter litt unter Depressionen und nahm sich das Leben, heißt es. Doch ihr Großvater glaubt nicht an Selbstmord.
Ellen die gerade sowieso nicht so richtig weiß, wo sie hingehört, mietet sich gemeinsam mit einer Zufallsbekanntschaft, dem wohnungslosen Musiker Tobias in dem Haus ein, in dem ihre Mutter zuletzt wohnte.
Nicht ahnend das sie sich damit in höchste Gefahr bringt.

Im Klappentext heißt es:
Jeder Tod ist einzigartig. Das Foto, mit dem sie ihn festhält, muss Vergangenheit und Zukunft verbinden, den Moment in seiner Schönheit und seinem Schrecken festhalten. Gleichzeitig muss die Totenkünstlerin dafür sorgen, im Verborgenen zu bleiben. Jahrzehntelang ist ihr das gelungen.


Leider wurde nur im ersten Kapitel ausführlich von der Totenkünstlerin erzählt, ich hätte wirklich gern mehr über sie erfahren, über ihre *Kunst* und ihre Motive.
Leonie Haubrich konzentriert sich auf Ellen.
Ich weiß gar nicht wie ich die junge Frau beschreiben soll, sie arbeitet für ihren Lebensgefährten, der sie nur Stundenweise bezahlt, obwohl sie fast Vollzeit arbeitet und der sie nach Strich und Faden betrügt, in der gemeinsamen Wohnung stellt er sogar Fotos seiner neuen Liebe auf, während Ellen dort noch wohnt.
Und Ellen, anstatt zu toben und mit Tellern zu schmeißen, übernachtet sie in ihrem Fensterlosen Büro in der Werbeagentur?
Das ist mir vollkommen unverständlich.
Auf der anderen Seite, verhält sie sich ihren Eltern gegenüber recht hartherzig, als erwachsene Frau zu erfahren, das man adoptiert wurde, ist sicherlich nicht einfach, aber ich kann ihre Eltern verstehen, sie wussten von Ellens Mutter und wie sie zu Tode kam und wollten das geliebte Kind schützen, wie so viele allerdings haben sie den richtigen Zeitpunkt verpasst, Ellen die Wahrheit über ihre Herkunft zu erzählen.
Irgendwann rückte die titelgebende Totenkünstlerin für mich etwas in den Hintergrund, ich vornehmlich wissen, ob sich Ellen von ihrem Freund emanzipiert und ob sie es schafft sich wie eine erwachsene den Problemen mit ihren Eltern zu stellen.
Erst gegen Ende des Buches rückt das Schicksal Ellens Mutter wieder in den Vordergrund und damit auch die Krimihandlung. Was genau geschehen ist, verrate ich euch nun natürlich nicht.
Alles in Allem hat mir das Buch gut gefallen, es war kurzweilig und durchaus spannend, wenn auch etwas anders als erwartet.

  • Taschenbuch: 244 Seiten
  • Verlag: Independently published (23. August 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1688169180
  • ISBN-13: 978-1688169180

2 Kommentare:

  1. Hallo Manuela

    Ich kannte das Buch noch gar nicht, aber der Titel hat mich sehr neugierig gemacht, weil es nach einem spannenden Thriller klingt - da musste ich natürlich nachlesen, wie dir das Buch gefallen hat. Und was soll ich sagen? Das klingt eher weniger nach einem Thriller, als viel mehr nach einem (Familien-/Ehe-)Drama? So kann man sich täuschen. Schade, dass der Titel des Buches letztendlich so wenig mit dem Inhalt zu tun hatte bzw. so wenig thematisiert wurde. Aber Danke für deine ehrliche Rezension. Dank dir weiss ich nun, dass das Buch wohl eher nichts für mich ist. :)

    Und da ich so ehrliche Rezension sehr zu schätzen weiss, bleibe ich gerne als regelmässige Leserin auf deinem Blog. Vielleicht entdecke ich beim nächsten Mal ja ein Buch, das mich mehr ansprechen kann :))

    Liebe Grüsse
    paperlove

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  2. Vielen Dank, für deinen Besuch und schön das du bleiben willst.

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